Astérix le Gaulois
Filmdaten
Deutscher Titel: Asterix der Gallier
Originaltitel: Astérix le Gaulois
Produktionsland: Frankreich, Belgien
Erscheinungsjahr: 1967
Länge: 68 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK 6
Stab
Regie: Ray Goossens
Drehbuch: Willy Lateste
László Molnár
Jos Marissen
Produktion: Dargaud
Belvision
Raymond Leblanc
Musik: Gérard Calvi
Kamera: François Leonard
Georges Lapeyronnie
Étienne Schürmann
Schnitt: François Ceppi
László Molnár
Jacques Marchel
Synchronisation

Asterix der Gallier (Originaltitel: Astérix le Gaulois) ist der erste Asterix-Zeichentrickfilm von 1967. Diese französisch-belgische Koproduktion basiert auf dem ersten, gleichnamigen Asterix-Band von Albert Uderzo und René Goscinny. In der Bundesrepublik Deutschland erschien der Film erstmals am 16. Juli 1971. Zudem folgte am 6. April 1984 eine Kinoneufassung. Diese war ab dem 29. November 1985 auch in der DDR zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film handelt von einem kleinen gallischen Dorf an der Küste in Aremorica. Während 50 v. Chr. ganz Gallien von den Römern unterworfen und besetzt ist, leisten die Bewohner dieses Dorfes weiterhin Widerstand. Um gegen die römische Übermacht bestehen zu können, nutzen sie dafür einen vom Druiden gebrauten Zaubertrank, der übermenschliche Kraft verleiht. Einer der tapfersten Krieger des Dorfes ist der gewitzte Asterix. Dieser ist mit dem gutmütigen, jedoch etwas einfältigen Obelix befreundet.

Die Römer schleusen den als Gallier verkleideten Spion Caligula Minus in das Dorf, um heraus zu finden, was es mit der Stärke der Gallier auf sich hat. Nach seiner Enttarnung flüchtet der Spion zurück, durch die Wirkung des Trankes uneinholbar, und berichtet von seinen Erkenntnissen. Die Römer wollen nun ebenfalls hinter das Geheimnis des Zaubertrankes kommen und entführen daher den Druiden Miraculix in ein naheliegendes Lager. Daraufhin erscheint dort Asterix, um diesen zu befreien. Nachdem sie den befehlshabenden Offizier, Gaius Bonus, der Cäsar sein möchte, eine Weile an der Nase herum geführt haben, brauen die beiden einen Trank, den sie als den verlangten Zaubertrank ausgeben. Dieser stellt sich jedoch als starkes und rasant wirkendes Haarwuchsmittel heraus. Im Zuge der Konfusion, die unter den Römern im Lager, die alle von dem Trank getrunken haben, entsteht, als ihnen lange Haare und Bärte wachsen, versuchen Asterix und Miraculix zu entkommen. Sie finden die Gelegenheit, Zaubertrank zu brauen, bis die Wirkung des Haarwuchsmittels vorbei ist. Sie entkommen, aber sie werden von so vielen Römern angegriffen, dass der Zaubertrank auch nicht weiterhilft. Cäsar ist gekommen, um Gaius Bonus zu untersuchen. Asterix erklärt den Plan, Gaius Bonus wird ins Exil geschickt, Asterix und Miraculix werden freigelassen.

Kritiken

  • Comedix meint, dieser Film sei mit seinem billigen Haudrauf-Klamauk und seiner schwachen Animation der mit Abstand schlechteste Asterix-Film. Außerdem wird kritisiert, dass von den zahllosen raffinierten Querverweisen und Anspielungen des Comics, sich nichts davon im Film befände.
  • Frank Ehrlacher von Moviemaster hingegen behauptet, der Film sei tricktechnisch für damalige Verhältnisse gut gemacht und nach wie vor einer der Besten.

Synchronisation

Der erste Asterix-Film enttäuschte die Kritik in der deutschen Fassung durch seinen Mangel an Dialogwitz. Die Wiederaufführung 13 Jahre später erfolgte daher in einer Neusynchronisation, hier wurde auch die Musik neu eingespielt. Die 2001 erschienene DVD besitzt zudem eine Synchronisation auf Sächsisch, bei der wieder die Originalmusik verwendet wurde.

Rolle Originalsprecher Deutsche Fassung (1971) Deutsche Fassung (1984) Sächsische Fassung (2001)
Asterix Roger Carel Hans Hessling Frank Zander Peter Reinhardt
Obelix Jacques Morel Edgar Ott Günter Pfitzmann Wolfgang Kühne
Miraculix Pierre Tornade Klaus W. Krause Friedrich W. Bauschulte Michael Pan
Majestix Lucien Raimbourg Eduard Wandrey Michael Chevalier Tilo Schmitz
Troubadix Jacques Jouanneau Hugo Schrader Arne Elsholtz Andreas Müller
Caligula Minus unbekannt Dieter Kursawe Santiago Ziesmer unbekannt
Gaius Bonus unbekannt Martin Hirthe Horst Niendorf Engelbert von Nordhausen
Marcus Schmalzlockus unbekannt Klaus Miedel Dieter Kursawe Klaus-Dieter Klebsch
Julius Caesar unbekannt Jochen Schröder Christian Rode Reinhard Kuhnert

Weitere Infos: Die Stimme, die sagt: "Was ist denn? Wo bleibt denn der Hinkelstein?" gehört Alexander Herzog.

Soundtrack

  • Gérard Calvi: Astérix le Gaulois. Auszüge aus dem Original-Soundtrack. Auf: Astérix au Cinéma. 33 titres en version originale. Play-Time (FGL)/BMG, Paris 1996, Tonträger-Nr. PL 961226/3017682 – Auszüge aus der Originalaufnahme der Filmmusik unter Leitung des Komponisten

Literatur

  • Asterix der Gallier, Albert Uderzo und Rene Goscinny, Ehapa-Verlag (2004), ISBN 3-77-040001-1 oder ISBN 978-3-7704-0001-0
  • Asterix Gesamtausgabe Band 1, Albert Uderzo und Rene Goscinny, Ehapa-Verlag (2000), ISBN 3-77-040600-1 oder ISBN 978-3-7704-0600-5
  • Asterix der Gallier - Die ultimative Edition, Albert Uderzo und Rene Goscinny, Ehapa-Verlag (2006), ISBN 3-77-043073-5 oder ISBN 978-3-7704-3073-4
  • Asterix der Gallier - Werkedition, Albert Uderzo und Rene Goscinny, Ehapa-Verlag (1989), ISBN 3-77-041319-9 oder ISBN 978-3-7704-1319-5
  • Asterix dr Gallchor (Mundart-Band 42, Sächsisch), Albert Uderzo und Rene Goscinny, Ehapa-Verlag (2002), ISBN 3-77-042287-2 oder ISBN 978-3-7704-2287-6

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