Pariser Konservatorium
Conservatoire (bis 1911), rue du Conservatoire.
Altes Gebäude. Heute ist es das Théâtre du Conservatoire.

Das Pariser Konservatorium (Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris-CNSMDP) hat in der Entwicklung der französischen und westeuropäischen Musik eine zentrale Rolle gespielt. Es wurde 1795 gegründet.

1990, nach einer sechsjährigen Bauzeit, wurden die neuen Räume des Konservatoriums in der damals im Aufbau befindlichen Cité de la musique eingeweiht. Es wird heute von über 1200 Studierenden besucht, die von 350 Lehrkräften in neun Abteilungen (Départements) unterrichtet werden.

Inhaltsverzeichnis

Chronologie dort tätiger Personen

Dauer Personen Tätigkeiten und Eigenschaften
1795 -1826 Rodolphe Kreutzer Professor für Violine
1817 bis ? François-Adrien Boïeldieu Professor für Komposition
1822–1842 Luigi Cherubini Direktor
1821-1832 François-Joseph Fétis Professor für Komposition und Harmonielehre
1842–1871 Daniel-François-Esprit Auber Direktor
1853–1854 Ernest Guiraud Schüler von Jacques Fromental Halévy und Antoine François Marmontel
1868 bis ? Martin Marsick Schüler von Lambert Massart
1871–1905 Theodore Dubois Professur für Harmonielehre, Direktor (ab 1896)
1872–1890 César Franck Orgelprofessor
1876 bis ? Ernest Guiraud Professor für Harmonielehre, ab 1880 Komposition
1878 bis ? Paul Vidal Schüler von Jules Massenet und César Franck
1878–1893 Jules Massenet Professor für Komposition
1880 bis ? Léo Delibes Professor für Komposition
1884–1930? Paul Vidal Professur für Komposition
1890–1894 Carl Flesch Schüler von Sauzay und Martin Marsick
1890–1896 Charles-Marie Widor Professur für Orgel und Komposition (ab 1896)
1892–1900 Martin Marsick Professur für Violine
1893–1896 Jacques Thibaud Schüler von Martin Marsick
1895–1899 George Enescu Schüler von André Gedalge, Jules Massenet, Gabriel Fauré und Martin Marsick
1896–1911 Alexandre Guilmant Professur für Orgel
1896 bis ? Xavier Leroux Professur für Harmonielehre
1896–1900 André Caplet Schüler von Charles Lenepveu, Xavier Leroux und Paul Vidal
1902 bis ? Marcel Dupré Schüler von Louis Diémer, Alexandre Guilmant, Charles-Marie Widor
1905–1925? André Gedalge Professur für Kontrapunkt und Fuge
1905–1920 Gabriel Fauré Direktor
1907 bis ? Camille Chevillard Professur für Kammermusik
1908/09–1936 Maurice Emmanuel Professur für Musikgeschichte
~1910 Lili Boulanger Schülerin von Georges Causade und Paul Vidal
1910–1914 Jacques Ibert Schüler von Paul Vidal
1911–1925 Eugène Gigout Orgelprofessur
1911 Arthur Honegger Schüler von Lucien Capet und André Gédalge
1913 Enrique Mario Casella Schüler von Paul Vidal und Foucher
1913 Georges Auric Schüler von Georges Caussade
1919–1939 Charles Tournemire Professur für Kammermusik
1919–1949 Jean Gallon Professur für Harmonielehre
1919–1930 Olivier Messiaen Schüler von Maurice Emmanuel, Marcel Dupré, Paul Dukas
~1919–1925 Pierre Fournier Schüler von Paul Bazelaire, Anton Hekking, Camille Chevillard,Lucien Capet
20er André Fleury Schüler von Eugène Gigout, Marcel Dupré, Paul Vidal
~1920–1940 Henri Rabaud Direktor, Professur für Orchesterleitung
1920 bis ? Noël Gallon Professur für Solfège- und Kontrapunkt (seit 1926)
1921–1928? Henri Busser Professur für Komposition
1926–1954 Marcel Dupré Orgelprofessur, Direktor von 1954–1956
1927–1929 Szymon Laks Schüler von Pierre (Paul?) Vidal, Henri Rabaud
1933–1938 Henri Dutilleux Schüler von Jean Gallon und Noël Gallon, Henri Busser, Maurice Emmanuel
1939 Gabriel Grovlez Professor für Kammermusik
1939–1941 Charles Münch Professur Orchesterleitung
1941/42–1977/78 Olivier Messiaen Professor für Analyse und Komposition
1944 bis ? Maurice Duruflé Professor für Harmonielehre
1955–1986 Rolande Falcinelli Orgelprofessorin
1966 bis ? André Jolivet Professor für Komposition
1986–1998 Gérard Grisey Professur für Komposition
1991–2000 François Jeanneau (erster) Leiter der Jazzabteilung

Weitere bekannte Lehrer

Weitere bekannte Schüler

Siehe auch

Hochschullehrer des CNSMDP

Weblinks

48.8888888888892.39083333333337Koordinaten: 48° 53′ 20″ N, 2° 23′ 27″ O


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