Atabai
Subdistrikt Atabae
Atabae (Osttimor)
DMS
Hauptstadt Atabae
Fläche 252 km²[1]
Einwohnerzahl (2004)[2] 9.609
Sucos Einwohner
Aidabaleten 5.165
Atabae 1.479
Rairobo 1.142
Hataz 1.823
Übersichtskarte
Atabae im Norden des Distrikt Bobonaro
Lage des Distrikts Bobonaro

Atabae (Atabai, Atalaia) ist die Hauptstadt des Subdistrikts Atabae und des Suco Atabae im Norden des osttimoresischen Distrikts Bobonaro.

Inhaltsverzeichnis

Der Ort

Der Ort liegt auf einer Meereshöhe von 29 m, 5 km von der Sawusee entfernt. Zur Landeshauptstadt Dili sind es in Luftlinie etwa 55 km (85 km auf der Strasse) nach Nordosten, zur Distriktshauptstadt Maliana etwa 17 km nach Süden.

Nah dem Ort wird ein Wiederaufforstungsprojekt durchgeführt Nördlich von Atabae führt seit 1990 eine lange Brücke über den Fluss Lóis, der bald darauf in die Sawusee mündet..

Der Subdistrikt

Geographie

Verwaltungsgliederung von Bobonaro

Im Norden bildet der Fluss Lóis die Grenze zum Distrikt Liquiçá, östlich des Flusses Nunura liegen die Subdistrikte Cailaco und Maliana. Südöstlich liegt der Subdistrikt Balibo und nach Westen wird Atabae von der Sawusee begrenzt. Der Monte Atabae (Goenoeng Atabai) liegt auf den Koordinaten 8° 46' 58" Süd und 125° 10' 1" Ost, 4,1 km entfernt vom Ort Atabae.

Der Subdistrikt teilt sich in vier Sucos: Aidabaleten, Atabae, Rairobo und Hataz (Hatas).

Die Important Bird Area Be Malae-Atabae ist ein für Ornithologen interessantes Gebiet von 3.000 ha mit Wald und Feuchtgebieten. [3]

Einwohner

Im Subdistrikt Atabae leben 9.609 Einwohner (2004). Atabae ist eines der Zentren der Nationalsprache Kemak. Die Kemak-Sprecher bilden die größte Sprachgruppe im Subdistrikt. Der Altersdurchschnitt beträgt 17,5 Jahre.[1]

64 % der Haushalte im Subdistrikt bauen Mais an, 63 % Kokosnüsse, 31 % Reis und 30 % Maniok.[1]

Geschichte

In Cotubaba (Tutubaba?), nahe Batugade, kam es 1865 zu einem Angriff auf die portugiesischen Truppen durch timoresische Krieger. Der Herrscher von Atabae rebellierte im Jahr 1893 zusammen mit dem Liurai von Maubara gegen die portugiesischen Kolonialherren. Für Atabae endete die Revolte von Maubara mit einem Ultimatum durch die Portugiesen. Am 14. Juli willigte der Herrscher von Atabae ein, leistete dem König von Portugal den Treueschwur und musste Entschädigungen in Form von Geld, Büffeln und Schweinen zahlen.[4]

Ab Oktober 1975 nutzten indonesische Truppen das Chaos vor dem Abzug der portugiesischen Kolonialherren in Osttimor und besetzten nach und nach die Distrikte Bobonaro, Cova Lima und Oecussi-Ambeno. Die osttimoresische Partei FRETILIN, die aus den Machtkämpfen als Sieger hervorgegangen war, bat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erfolglos um Hilfe. Als Atabae schließlich an die Indonesier fiel, entschloss sich die FRETILIN am 28. November die Unabhängigkeit Osttimors zu erklären, in der Hoffnung, dass die Vereinten Nationen das neue Land anerkennen und unterstützen würden. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Osttimor wurde völkerrechtswidrig komplett annektiert und erlangte erst wieder 2002 seine Unabhängigkeit. [5]

Einzelnachweise

  1. a b c Census of Population and Housing Atlas 2004
  2. Statistisches Amt Timor-Leste Census 2004
  3. Birdlife International - Be Malae-Atabae
  4. History of Timor – Technische Universität Lissabon
  5. ETAN, When East Timor first flew its flag in defiance

-8.8125.27Koordinaten: 8° 48′ S, 125° 12′ O


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