Atkinson-Zyklus

Der Atkinson-Zyklus ist eine Variante des Otto-Prozesses, bei der die Einlassventile verzögert geschlossen werden, nämlich dann, wenn sich der Kolben nach dem Ansaugtakt bereits wieder nach oben bewegt, bei geschlossenen Ventilen also bereits verdichten würde. Der Atkinson-Zyklus ist damit das Gegenstück zum Miller-Zyklus, bei dem das Einlassventil vorzeitig vor Erreichen des unteren Totpunktes schließt.

Der Atkinson-Zyklus erhöht im Vergleich zu einem Otto-Motor, der genau am unteren Totpunkt die Einlassventile schließt, den Wirkungsgrad bei höheren Drehzahlen, führt jedoch zu einer Verschlechterung bei niedrigen Drehzahlen. Er ist also sinnvoll, wenn der Zeitpunkt, zu dem die Einlassventile schließen über eine variable Ventilsteuerung drehzahlabhängig verändert werden kann oder ein Betrieb des Motors bei niedrigen Drehzahlen nicht stattfindet, weil z. B. ein zusätzlicher Elektromotor vorhanden ist (Hybridantrieb).

Literatur

  • Richard van Basshuysen, Fred Schäfer: Handbuch Verbrennungsmotor Grundlagen, Komponenten, Systeme, Perspektiven. 4. Auflage, Friedrich Vieweg & Sohn Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, 2007, ISBN13 978-3834802279

Weblink

  • [1], NationMaster.com, Encyclopedia englisch, mit Darstellung weiterer Kreisprozesse

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