Peeter Vähi

Peeter Vähi (* 18. Mai 1955 in Tartu, Estland) ist ein estnischer Komponist.

Während seiner Studienzeit interessierte er sich sowohl für die Musik des Barock als auch für elektronische und orientalische Musik. Sein Studium an der Estnischen Musikakademie (Schwerpunkt Komposition) in Tallinn schloss er 1980 ab.

Seit dem Studienabschluss hat Peeter Vähi Musikprogramme für Radio Estonia geschrieben und freiberuflich Schallplatten produziert; er war außerdem Musikproduzent am estnischen staatlichen Konzertinstitut und künstlerischer Direktor mehrerer internationaler Musikfestspiele: des Festspiels der orientalischen Musik „Orient“, des Festivals „Glasperlenspiel“, des Arvo Pärt-Festivals und des Estnischen Kulturfestivals in Deutschland. Er ist Vorstandsmitglied des estnischen Komponistenverbandes und der estnischen Buddhistengesellschaft sowie Mitglied der estnischen akademischen Orientalistengesellschaft.

Charakteristika der Musik Vähis sind eine großzügige stilistische Vielseitigkeit, schlichte, aber doch interessante Klänge, geschickte Anwendung von exotischen Musikinstrumenten und elektronischen Geräten sowie ein Reichtum an Stimmungen, die vom philosophischen und nachdenklichen bis zur Strenge des Barocksatzes reichen. Seine bedeutendsten Werke sind das „Weiße Konzert“ für Gitarre und Orchester, „Fata Morgana“ für Klavier (erschienen bei Eres Edition) „Vier Ansichten aus dem alten Reval“ für Kammerensemble (erschienen bei Eres Edition), Konzert für zwei Kammerorchester, „Klänge des silbernen Mondes“, „Der Weg zum Herzen Asiens“ (Zusammenarbeit mit asiatischen Musikern) und das „Concerto Piccolo“ für Cembalo und Kammerorchester. Seit 1992 sind Aufnahmen von Vähis Kompositionen auf 50 CDs bei folgenden Firmen erschienen: Eres, ERP, Antes Edition Classics, Erdenklang, EMI, Euromedia, Warner Classics, Finlandia Records und Forte.

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