Atlantische Hurrikansaisons 1810–1819

Das Jahrzehnt der 1810er stellte die Hurrikansaisons 1810–1819 dar. Während nicht für jeden aufgetretenen Sturm Daten verfügbar sind, waren einige Teile der Küstenlinie bevölkert genug, um Daten über Hurrikanerscheinungen zu geben. Jede Saison war ein andauerndes Ereignis im jährlichen Zyklus der Bildung von Tropischen Wirbelstürmen im atlantischen Becken. Die meisten Bildungen von Tropischen Wirbelstürme ereignen sich zwischen dem 1. Juni und dem 30. November.

Inhaltsverzeichnis

Atlantische Hurrikansaison 1810

I. Am 12. August traf ein Hurrikan Trinidad und verursachte schweren Schaden. Der Komplex zog anscheinend am 15. nach Jamaika. [1]

II. Ein Tropischer Sturm schlug am 11. September nahe Charleston, South Carolina ein und verursachte geringen Schaden.

III. Ein Tropischer Wirbelsturm schlug am 28. September auf Kuba zu.

IV. Der „Sturm Salty“ trifft am 24. und 25. Oktober Kuba. Der Druck in Havanna fällt auf 29,35″. [2]

Atlantische Hurrikansaison 1811

I. Charleston, South Carolina wurde am 10. September von einem kleinen Hurrikan getroffen, der viele Todesfälle, Tornados und Ernteschäden verursachte, als er durch den Bundesstaat zog.

II. Am 4. Oktober schlug ein Großer Hurrikan nahe St. Augustine, Florida ein. Viele Häuser wurden zerstört und 35 Menschen ertranken beim Sinken eines US-amerikanischen Waffenschiffes.

III. Am 26. Oktober ging bei Elliot Key ein spanisches Schiff durch einen Hurrikan verloren.

Atlantische Hurrikansaison 1812

I. Ein Tropischer Wirbelsturm schlug am 23. Juli auf Puerto Rico zu. [3]

II. Am 19. August traf ein Großer Hurrikan den Südosten Louisianas, nachdem er die karibischen Inseln aufwühlte. Er zog Richtung Westen von New Orleans und zerstörte fast den gesamten Nordteil der Stadt. Der Hurrikan verursachte ernste Überflutungen, zerstörte 53 Boote, verursachte 6 Mio. US-Dollar an Schaden und 100 Todesfälle. Die britische Flotte im Britisch-Amerikanischen Krieg wurde gestört.

III. Es gibt Aufzeichnungen eines anderen Hurrikans, der am 21. August auf Puerto Rico zuschlug.

IV. Später in der Saison, traf am 12. Oktober ein Hurrikan Jamaika und zog die Insel bis zum 14. in Mitleidenschaft. Er zog weiter nordwestwärts und traf am 14. Kuba. Er zerstörte 500 Häuser und viele Schiffe.

Atlantische Hurrikansaison 1813

I. Am 22. Juli traf ein Hurrikan Barbados und tötete dort 18 Menschen. Er zog weiter über die Inseln, griff am 23. Puerto Rico an und verursachte entlang seines Weges noch mehr Schaden und Todesfälle.

II. Ein Sturm traf Jamaika vom 31. Juli bis 1. August was zum Verlust vieler Leben führte.

III. Ein kräftiger Hurrikan traf im August dieser Saison Martinique und verursachte 3.000 Todesfälle.

IV. Ein kompakter Großer Hurrikan schlug am 27. August nahe Charleston, South Carolina ein und verursachte mehrere Todesfälle durch Ertrinken.

V. Nordostflorida und Südostgeorgia wurden am 16. September von einem Großen Hurrikan getroffen, der große Sturmwellen und 50 Verletzte hervorrief.

Atlantische Hurrikansaison 1814

I. Ein minimaler Hurrikan traf am 1. Juli South Carolina und verursachte einen Tornado.

II. Ein Hurrikan schlug am 22. und 23. Juli auf Puerto Rico zu.

Atlantische Hurrikansaison 1815

I. Cape Lookout, North Carolina wurde am 3. September von einem Großen Hurrikan getroffen. Er zog nordostwärts durch den Bundesstaat und erreichte nahe Maryland den Atlantischen Ozean. Über Land schwächte er zu einem Tropischen Sturm ab, brachte aber immer noch stürmische Winde nach Neuengland. Er verursachte mindestens vier Todesfälle.

II. Drei Wochen später wurde ein anderer Großer Hurrikan an der Küste von Virginia entdeckt, der nordwärts zog. Er traf am 23. September Long Island, New York und verursachte Schaden und Zerstörung überall in Neuengland. Es gab mindestens 20 Todesfälle, doch „war der Verlust der Leben so groß, dass die Zeitungen nicht genug Platz hatten, um alle Details des Seedesasters mitteilen zu können.“

III. Ein Tropischer Sturm wurde am 28. September an der Küste von South Carolina entdeckt, der aber nicht an Land kam.

IV. Vom 17. Oktober bis 19. Oktober wurde Jamaika von einem Hurrikan erfasst. Er trieb über die Insel und verursachte 100 Todesfälle.

V. Ein kleiner Hurrikan traf am 18. Oktober Saint Bartholomew. Er drehte nordwestwärts ab und zog am 24. Oktober zur Chesapeake Bay und verzögerte die Ankunft von Schiffen.

Atlantische Hurrikansaison 1816

I. 5.-8. Juni: Ein Hurrikan streifte die Florida Keys und verursachte den Verlust von fünf Schiffen. [2] Interessanterweise scheint er von einem unüblichen Juni-Schneesturm nordwärts durch Neuengland gelockt worden sein. [4]

II. Haiti, bei Port-au-Prince, wurde am 18. August von einem Hurrikan erwischt.

III. Es gibt Aufzeichnungen eines Hurrikans, der am 18. September Puerto Rico verwüstete[5] und die Fortsetzung eines Sturms sein, der am 15. auf Barbados ernsthaften Schaden anrichtete.

IV. Ein Tropischer Sturm wirkte sich am 18. September auf Virginia aus bevor er Richtung Nordosten nach New York zog. Der Tropische Sturm verursachte schwere Überflutungen im Gebiet des James River.

V. Vom 16.-17. Oktober wurde auf Dominica und Martinique ein ernsthafter Sturm erlebt. Während des Sturm schockte ein Erdbeben die Region. [6]

Atlantische Hurrikansaison 1817

I. Ein Hurrikan wurde am 6. Oktober zuerst am Golf von Mexiko beobachtet. Er kreuzte Florida und als er den Westatlantik erreichte, zog er die Küsten von Georgia und South Carolina entlang. Er zog im Inland über das südliche North Carolina und brachte schwere Regenfälle in das Gebiet um Norfolk, Virginia, verzögerte den Briefverkehr und verursachte Überflutungen überall im Mittelatlantik.

II. Barbados wurde am 21. Oktober von einem Hurrikan heimgesucht, der 250 Todesfälle verursachte, als er durch die Kleinen Antillen zog.

Atlantische Hurrikansaison 1818

I. Ein Hurrikan passierte Anfang September die Kaimaninseln. Er kreuzte Yucatán und drehte nordwärts ab, als er die Bucht von Campeche erreichte. Der Hurrikan intensivierte sich zu Kategorie 2-3 bevor am 12. September in Galveston, Texas zuschlug. Der Hurrikan war „ziemlich ernsthaft“ und zerstörte auf Galveston Island alles außer sechs Häuser.

II. Ein Tropischer Wirbelsturm wirkte sich am 22. September auf Puerto Rico aus. Er drehte dann möglicherweise scharf an der Ostküste als die Fregatte Macedonian am 26. und 27. ost-nordöstlich von Bermuda auf einen Hurrikan traf. Die Brise frischte sich diesen Nachmittag auf als das Schiffe bei 35,6N 55,7W war. Bei Sonnenuntergang erhöhten sich die Wellen auf neun Fuß und am 27. griffen nach Mitternacht Südoststürme den Komplex an. Die Winde fuhren diesen Nachmittag fort, sich zu verstärken, während sich das Meer auf 18 Fuß erhöhte. Um 17 Uhr ging ein Mann über Bord und ertrank. Der Hurrikan erreichte um 22 Uhr seine volle Heftigkeit, zerriss die Sturmstandseile und machte das Tauwerk überflüssig. Der Hauptmast brach am 28. um 2 Uhr unter der Belastung zusammen und der Kreuzmast folgte ihm um 4 Uhr. Meerwasser drang von allen Seiten in das Schiff ein als sich der hölzerner Schiffsrumpf unter der Kraft einer 40 Fuß Welle verbiegte. Am Mittag hatte das Schiff schließlich den Sturm ohne zu kentern überstanden und bekam am Abend des 29. schließlich einen Sonnenuntergang zu sehen.

III. Ein Oktoberhurrikan traf Jamaika. [7]

IV. Am 20. November besuchte ein zweiter Hurrikan Jamaika.

Atlantische Hurrikansaison 1819

Bay St. Louis Hurrikan

Die genaue Herkunft des Hurrikans ist unbekannt, aber er bildete sich wahrscheinlich vor der Küste Kubas bevor er west-nordwestwärts in Richtung Golfküste zog. Er war ein kleiner Hurrikan – er erreichte eine geschätzte Stärke von Kategorie 3-4 bevor er am 27. Juli in Südostlouisiana an Land kam – und brachte starke Winde und eine 5–6 Fuß (1,5–1,8 m) hohe Sturmwelle. Der Hurrikan zog nordostwärts weiter und ging bei Bay St. Louis, Mississippi zum zweiten Mal an Land bevor er sich im Inland auflöste. Bekannt als einer der zerstörendsten Hurrikans, der die USA während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts betraf, verursachte der Bay St. Louis Hurrikan ernsthafte Schäden in ganz Alabama, Louisiana und Mississippi und hinterließ die Überreste zerstörter Gebäude und entwurzelter Bäume. Einige Schiffe (von kleinen Booten bis 60 Tonnen schweren Brigaden) wurden durch die Sturmwelle des Hurrikans an Ufer getrieben. Eines davon war das US-amerikanische Kriegsschiff Firebrand, beim Kentern ertranken 39 Seemänner. Einige US-Soldaten wurden vom Hurrikan unachtsam erwischt und ging mitten darin zugrunde. Es gab auch Berichte von Menschen, die von Alligatoren, Alligatorschildkröten und Schlangen angegriffen wurden, was weiter zu den Todeszahlen hinzukam. Der Hurrikan verursachte über 100.000 $ (1819 US-$) an Schaden und tötete zwischen 43 und 175 Menschen, einige von denen wurden später an die Golfküste entlang gespült gefunden.

Andere Stürme

II. Ein tropischer Sturm schlug im September zwischen New Orleans und Apalachicola ein.

III. Zwischen dem 19. und 26. September zog ein Hurrikan durch die nordöstlichen Kleine Antillen und Südwestbermuda. Während des 21. und 22. Septembers traf dieser Hurrikan die Jungferninseln und Puerto Rico und verursachte schwere Schäden und Todesfälle.

IV. Vom 13. bis 15. Oktober zog ein Hurrikan durch die Inseln über dem Winde.

V. Es ist ein Hurrikan aufgezeichnet, der sich am 27. Oktober auf Kuba auswirkte, bevor er am 28. Oktober zu den Bahamas weiterzog.

Siehe auch

Atlantische Hurrikansaison

Einzelnachweise

  1. The Deadliest Atlantic Tropical Cyclones, 1492-1996. Nhc.noaa.gov. Abgerufen am 28. Dezember 2010.
  2. a b Hurricanes in the Florida Keys. Treasurelore.com. Abgerufen am 28. Dezember 2010.
  3. Atmos Carib. Atmos.uprm.edu. Abgerufen am 28. Dezember 2010.
  4. http://www.umaine.edu/maineclimate/newsletters/html/June_2002_Newsletter_txt.htm (Link nicht mehr abrufbar)
  5. http://www.srh.noaa.gov/sju/hrcnhist.html (Link nicht mehr abrufbar)
  6. hurricane. Rootsweb.com. Abgerufen am 28. Dezember 2010.
  7. A Time Line of Jewish Jamaica. Sephardim.org. Abgerufen am 28. Dezember 2010.

Weblinks

Literatur

  • David Longshore: „Bay St. Louis Hurricane.“ Encyclopedia of Hurricanes, Typhoons and Cyclones. David Longshore. New York: Facts on File, 1998, p. 33-34.
  • James Tertius De Kay: Chronicles of the Frigate Macedonian 1809–1922. New York: W. W. Norton, 2000, p. 129-139.
  • Terry Tucker: Beware the Hurricane! The Story of the Gyratory Tropical Storms That Have Struck Bermuda. Bermuda: Hamilton Press, 1966, p. 77-87.

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