Atlantischer Kinnbartel-Flugfisch
Fliegende Fische
Cheilopogon melanurus

Cheilopogon melanurus

Systematik
Reihe: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Hornhechtartige (Beloniformes)
Familie: Fliegende Fische
Wissenschaftlicher Name
Exocoetidae

Fliegende Fische (Exocoetidae) sind Hornhechtartige Fische, die mit ihren flügelähnlichen Flossen für kurze Strecken das Wasser verlassen und im Gleitflug über die Wasseroberfläche hinausspringen können. Sie können 30 bis 50 Meter weit in einer Höhe von 1,5 Meter gleiten. Gelegentlich erreichen sie auch Höhen bis zu fünf Meter, so dass sie manchmal in niedrige Boote geraten. Dies wird im Allgemeinen als Fluchtverhalten vor Fressfeinden gedeutet. Fliegende Fische kommen in tropischen und subtropischen Regionen von Atlantik, Indopazifik und im Mittelmeer vor.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Fliegende Fische haben außergewöhnlich große, hoch am Körper angesetzte Brustflossen. Bei der Unterfamilie Cypselurinae sind auch die Bauchflossen flügelartig vergrößert, so dass vier Flügel für den Gleitflug zur Verfügung stehen. Der Schultergürtel und die Brustmuskulatur sind sehr kräftig. Die Schwanzflosse ist tief gespalten, der Unterlappen länger als der obere. Ober- und Unterkiefer sind bei den Fliegenden Fischen, im Gegensatz zu den meisten anderen Hornhechtartigen, gleich lang, das Maul ist endständig und nicht vorstreckbar. Lediglich die Jungfische einiger Arten haben verlängerte Unterkiefer. Der Körper der Fliegenden Fische ähnelt dem der Heringsartigen. Er ist von großen, leicht abfallenden Schuppen bedeckt. Die Nasenöffnung liegt dicht vor den Augen und ist groß. Die Schwimmblase ist ungekammert und sehr groß.

Fliegende Fische bleiben im Durchschnitt kleiner als 30 Zentimeter, die größte Unterart Cheilopogon pinnatibarbatus californicus erreicht eine Länge von 45 Zentimeter.

Fortpflanzung

Sie kleben ihre teilweise mit Haftfäden versehenen Eier (bei Exocoetus nicht) an schwimmende Objekte, wie Treibholz, Sargassum oder schwimmenden Bimsstein. An der Koromandelküste locken Fischer Fliegende Fische an, indem sie Strohbündel als Laichplatz ins Wasser hängen.

Quellen

  • Joseph S. Nelson, Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Kurt Fiedler, Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische, Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6
  • Fishbase Family Exocoetidae - Flyingfishes (englisch)
  1. N. R. Lovejoy, M. Iranpour, & B. B. Collette; Phylogeny and Jaw Ontogeny of Beloniform Fishes PDF

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”