Atli Paetursson Dam

Atli Pætursson Dam, oder Atli Dam (* 12. September 1932 in Tvøroyri, Färöer; † 7. Februar 2005 in Tórshavn) war ein färöischer Politiker (Javnaðarflokkurin).

Er war insgesamt 16 Jahre Ministerpräsident der Färöer und 21 Jahre lang Parteivorsitzender des sozialdemokratischen Javnaðarflokkurin.

Atli Dam war der Sohn von Petur Mohr Dam und Sigrid Ragnhild (geborene Strøm aus Trongisvágur). Seine Tochter Helena Dam á Neystabø (* 1955) ist eine wichtige Frau in der färöischen Politik. 1964 beendete Atli Dam seine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur.

Atli Dam war ohne Unterbrechung von 1970 bis 1981 Regierungschef der Färöer. Eine weitere Amtszeit dauerte von 1985 bis 1989, und seine letzte von 1991 bis 1993, bis er aus gesundheitlichen Gründen zugunsten seiner Nachfolgerin und Parteifreundin Marita Petersen aus dem Amt schied.

Gleichzeitig war er von 1970 bis 1994 Løgtingsabgeordneter (1970–1990 für den Wahlkreis Suðuroy und 1990–94 für Südstreymoy) und einer der beiden färöischen Vertreter im dänischen Folketing von 1990 bis 1994. Im Nordischen Rat vertrat er sein Land von 1989 bis 1991.

Von 1972 bis 1993 war er auch Vorsitzender der färöischen Sozialdemokraten und zählte, wie schon sein Vater, zu den Schwergewichten der färöischen Politik. Atli Dam galt als besonders geschickter Verhandlungspartner. Zu seinen größten politischen Erfolgen wird die Übertragung der Kompetenz über die färöischen Bodenschätze 1992 vom damaligen dänischen Staatsminister Poul Schlüter an die färöische Autonomieregierung gerechnet. Damit besitzen die Färöer z.B. die Verfügungsgewalt über die im Landsockel vermuteten Erdölfelder – einem Wirtschaftszweig, der bei Erfolg der Bohrungen (Stand: Juli 2006) zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit seines Landes von Dänemark führen könnte.

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