Atommüllbehälter

Brennelementbehälter sind massive Stahlbehälter für den Transport und/oder die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken. Häufig werden die Behälter für beide Handhabungsschritte (Transport und anschließende Zwischenlagerung) verwendet. Ein Entladen der Brennelemente aus dem Behälter ist dann nicht erforderlich.

Der in Deutschland bekannteste Behältertyp ist der CASTOR®-Behälter der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH aus Essen. Folgende CASTOR-Typen kommen für Brennelemente am häufigsten zum Einsatz (k.I. = keine Information verfügbar):

Behältertyp Inhalt Gewicht Abmessungen
CASTOR V/19 19 DWR-BE 121 t (beladen) Höhe 5,86 m; Durchmesser 2,44 m
CASTOR V/52 52 SWR-BE 123 t (beladen) Höhe 5,45 m; Durchmesser 2,44 m
CASTOR Ia/Ib 4 DWR-BE 75/60 t (beladen) Höhe 4,55 m
CASTOR Ic 16 SWR-BE 80 t (beladen) Höhe 5,00 m
CASTOR IIa 9 DWR-BE 116 t Höhe 6,01 m; Durchmesser 2,48 m
CASTOR 440/84 84 WWER-440-BE 116 t Höhe 4,08 m; Durchmesser 2,66 m

Von der französischen Firma Transnucléaire (TN) gibt es folgende Transportbehältermodelle:

Behältertyp Inhalt Gewicht Abmessungen
TN 12/2 12 DWR- oder 32 SWR-BE 102 t (beladen) k.I.
TN 13/2 11 oder 12 DWR-BE 105 t (beladen) Höhe 5,60 m; Durchmesser 2,5 m
TN 17/2 6 DWR- oder 17 SWR-BE 72 t (beladen) k.I.
TN 900 Spezialbehälter KKW Staade 70 t k.I.

Zu den britischen Behälterentwicklungen gehören:

Behältertyp Inhalt Gewicht Abmessungen
Excellox 3/3A/sB 5 DWR- oder 14 SWR-BE 72 t (beladen) k.I.
Excellox 4 7 oder 15 DWR-BE 91 t (beladen) k.I.
NTL 11 7 DWR- oder 17 SWR-BE 77 t (beladen) k.I.

Transportbehälter für abgebrannte Brennelemente gehören zu den so genannten Typ-B-Verpackungen. Für sie ist gemäß Verkehrsrecht eine Bauartzulassung erforderlich, für die in Deutschland das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zuständig ist. Typ B-Versandstücke müssen allen beim normalen Transport und bei eventuellen schweren Transportunfällen auftretenden mechanischen und thermischen Belastungenstandhalten, das heißt, ihre Sicherheitsfunktionen dürfen auch bei einem Unfall nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) prüft die mechanischen und thermischen Eigenschaften der Versandstücke.

Quellen

  • Bundesamt für Strahlenschutz: Broschüre "Radioaktive Frachten unterwegs – Atomtransporte und Sicherheit" (2000)
  • GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit: Broschüre "Strahlende Fracht" (1999)

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