Aubin-Neufchateau
Block 1 mit den Zerstörungen durch deutsches Punktfeuer

Fort Aubin-Neufchateau ist eines der Forts, die zwischen dem ersten und Zweiten Weltkrieg im Osten der Stadt Lüttich als Befestigung der belgischen Ostgrenze gebaut wurden. Die Planung sah vor, dass das Fort von den im Norden und Süden gelegenen Eben-Emael und Battice sowie von den weiter in Richtung Lüttich gelegenen Forts der ersten Bauphase gedeckt werden konnte, während es gleichfalls diese Forts deckte.

Im Grundriss dreieckig, war diese Anlage weniger stark bewaffnet als die benachbarten Forts:

Der Eingangshohlweg mit der Verteidigungsscharte sowie den Einschüssen am Gitter

Kämpfe im Zweiten Weltkrieg

Die schnelle Offensive der deutschen Wehrmacht führte an Fort Aubin-Neufchateau vorbei, während das in der Stoßrichtung gelegene Eben-Emael von deutschen Luftlandetruppen schnell kampfunfähig gemacht worden war. Trotz des Falls von Eben-Emael wehrte sich das Fort noch elf Tage lang, bis es kapitulieren musste. Dabei wurde fast der gesamte Munitionsvorrat von 15.000 Schuss verschossen. Ebenso musste vom selbst stark bedrängten Fort Battice Unterstützung für den eigenen Feuerbereich angefordert werden. Zusammen mit dem Fort Battice gelang es, das Vorrücken der deutschen Truppen zu bremsen. Dieser Widerstand trug dazu bei, die Kämpfe in die Länge zu ziehen, wodurch die Wiedereinschiffung der britischen Truppen in Dunkerque ermöglicht wurde.

Fort Aubin-Neufchateau heute

Die Kuppeln wurden verschrottet. Auf dem Dach des Forts befindet sich ein ziemlich dichtes Dornengestrüpp. Die schweren äußeren Zerstörungen an Block 1, dem Haupteingang des Forts, rühren nicht von Kampfhandlungen her. Während des Krieges besetzten die Deutschen das Fort und testeten die sogenannte "Röchlinggranate" an dem eroberten Fort. Diese Granaten sollte Stahlbetonmassen von Forts durchschlagen. Sie wurden von einer acht Kilometer entfernten Haubitze auf die Forts Aubin-Neufchâteau und Battice abgefeuert. Das Fort kann an jedem dritten Sonntag des Monats zwischen April und November um 14 Uhr besichtigt werden. Die Führung dauert rund zwei Stunden .

Es erinnert zudem eine Gedenktafel an die Verteidiger.

Siehe auch

50.7222222222225.78888888888897Koordinaten: 50° 43′ 20″ N, 5° 47′ 20″ O


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