Audebert

Jean Baptiste Audebert (sprich "ohd'bähr") (* 1759 in Rochefort (Charente-Maritime); † Dezember 1800 in Paris) war ein französischer Naturforscher und Maler.

Audebert kam schon früh nach Paris und ließ sich in verschiedenen Ateliers zum Miniaturmaler ausbilden. Der Mäzen Gigot d'Orcy wurde auf ihn aufmerksam und engagierte ihn, trotz politisch unruhiger Zeiten (Französische Revolution), um seine naturhistorische Privatsammlung in Miniaturen darzustellen.

Als sich die Revolution in eine Terrorherrschaft auswuchs, nahm Audebert ein weiteres Angebot seines Mäzens an und unternahm eine längere Studienreise nach und durch die Niederlande und später auch nach England. Bereits während dieser Zeit entstanden erste Bilder, welche dann in seiner „Histoire naturelle“ 1800 veröffentlicht wurden.

Bis zu seinem Tod arbeitete Audebert an seiner „Histoire naturelle et générale des colibris“; ein Werk das in seiner Pracht noch lange unübertroffen blieb. Posthum wurde dieses dann durch Louis Jean Pierre Vieillot fertiggestellt und 1802 im Verlag Desray veröffentlicht.

Die große Kunst Audeberts war es, verschiedene Farben gleichzeitig auf einer Platte aufzutragen und zu drucken. Bei den Farben selbst wechselte er als erster dabei von Aquarellfarben zu Ölfarben. Auch die Verwendung von Gold bei den Illustrationen brachte ihm viel Lob ein.

Werke (Auswahl)

  • Histoire naturelle des singes, des makis et des galéopithéques. Paris 1800. (Text und Illustrationen von Jean B. Audebert)
  • Guillaume Antoine Olivier: Entomologie ou histoire naturelle des insects. Avec leurs caractères génériques et spécifiques, leur description, leur synonymie et leur figure enluminée. Baudouin, Paris 1800 ff. (Illustrationen von Jean B. Audebert).
  • Histoire naturelle et générale de de grimperaux et des oiseaux de paradis. Paris 1803 (zusammen mit Louis Jean Pierre Vieillot).

Literatur

  • Julius Meyer: Allgemeines Künstler-Lexikon. Engelmann, Leipzig 1872/85 (3 Bde., hier speziell Bd. 2).


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