Auerbacher

Inge Auerbacher (* 31. Dezember 1934 in Kippenheim) ist eine US-amerikanische Chemikerin deutscher Herkunft. Ihre Erfahrungen als Überlebende des Holocaust verarbeitete sie in mehreren Büchern, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Auerbacher verbrachte ihre Kindheit in Jebenhausen und Göppingen. Als Siebenjährige wurde sie im August 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee am 8. Mai 1945 kam die Familie zunächst in ein DP-Flüchtlingslager in Stuttgart und kehrte dann für kurze Zeit nach Göppingen zurück. Im Mai 1946 wanderte die Familie an Bord eines Flüchtlingsschiffs in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich in New York nieder. 1953 wurde Auerbach die US-amerikanische Staatsbürgerschaft zuerkannt.

1986 veröffentlichte Auerbacher ihre Kindheitserinnerungen in den Vereinigten Staaten, 1990 erschienen sie in deutscher Übersetzung.

Werke

  • Ich bin ein Stern. Weinheim, 1990, 1992. ISBN 3-407-78136-9 (Übersetzt von Mirjam Pressler) - Original I Am a Star: Child of the Holocaust. Puffin Books, 1993, ISBN 0-14-036401-3
  • Jenseits des gelben Sterns. Konstanz, 2005. ISBN 3-89649-969-6 (Herausgeber Erhard R Wiehn. Übersetzt von Irmi Cummings) - Original Beyond the Yellow Star to America. Royal Fireworks Pub, 2003. ISBN 0-88092-252-4.
  • Finding Dr. Schatz: The Discovery of Streptomycin and a Life It Saved. Lightning Source. UK Ltd, 2006. ISBN 0-595-37997-4
  • Anton Hegele (Hrsg.), Inge Auerbacher: 800 Jahre Jebenhausen: vom ritterschaftlichen Dorf zum Stadtbezirk. Göppingen, 2006. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Göppingen, Band 46.

Literatur

  • Gardy-Käthe Ruder: Holocaust im Gedächtnis einer Puppe. Unterwegs auf Lebensspuren von und mit Inge Auerbacher. Deutscher Wissenschaftsverlag, Baden Baden, 2005. ISBN 3-935176-46-5.

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