Aufastung

Die Wertästung (Wertastung, Aufastung) ist eine forstwirtschaftliche Maßnahme, die der Verbesserung der Holzqualität von Baumstämmen dienen soll. Bei Baumarten, die sich schlecht natürlich reinigen, also ihre Totäste nur schlecht abwerfen, werden im jungen Alter im Stammbereich die Äste entfernt, damit sie nicht einwachsen.

Ziel ist es, dass später die äußeren 2/3 der Stammrolle astfrei sind. Deshalb muss die Maßnahme ausgeführt werden, sobald die Bäume einen Brusthöhendurchmesser von etwa 10 bis 12 Zentimetern erreicht haben. Meist wird nur bis zu einer Höhe von 6 Metern geastet, aber insbesondere bei Fichte und Lärche kommen auch Astungshöhen bis 12 Metern vor. Wichtig ist, dass die belassene grüne Krone noch mindestens 40 Prozent der Gesamtbaumlänge beträgt.

Diese Investitionen werden z.B. in gutwüchsigen gesunden Beständen von Douglasie, Kiefer, Lärche oder Fichte durchgeführt. Hierbei werden nicht alle Bäume, sondern nur sogenannte Auslesebäume entastet. Diese werden im weiteren Bestandesleben von bedrängenden Bäumen freigestellt, bis sie ihre Hiebsreife erlangt haben.

Man unterscheidet zwischen Trockenastung, bei der abgestorbene Äste entfernt werden, und Grünastung, bei der lebende grüne Äste abgesägt werden. Bei letzterer besteht die Gefahr, dass Pilze in die Schnittwunde eindringen und das Holz entwerten.

Die Astung geschieht manuell mit Handgeräten wie Hand- oder Stangensägen, maschinell mit Klettersägen oder auch chemisch mit Herbiziden. Im letzteren Fall werden Wasserreiser behandelt, die dadurch absterben und vermorschen. Anschließend können sie mit einem Stoßeisen entfernt werden.

Literatur

  • Ernest Asare Abeney: Zur Wertästung von Nadelhölzern mit Handgeräten. Dissertationsschrift. Universität Göttingen, Göttingen 1982

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