Aufbauwerk der Jugend

Das Aufbauwerk der Jugend ist ein Verein für soziale Jugendarbeit in Tirol, Österreich und besteht seit mehr als 50 Jahren.

Die Kernaufgabe liegt in der Berufsvorbereitung für Menschen mit besonderem Förderbedarf mit dem Ziel der beruflichen Integration. Tirolweit werden mehr als 200 Menschen mit besonderem Förderbedarf in 6 Einrichtungen und einem ambulanten Projekt auf dem Weg in die berufliche Integration begleitet. Weiters betreibt das Aufbauwerk der Jugend ein Jugendwohnheim, in welchem jährlich 250 Lehrlinge während des Berufsschulbesuches betreut werden.

Geschichte

Das Aufbauwerk der Jugend wurde im Jahre 1953 mit dem freiwilligen Arbeitseinsatz unter der Leitung von Herrn Hermann Pepeunig gegründet. Durch diesen Arbeitseinsatz konnten im Rahmen der Bergbauernhilfe und Siedlerhilfe Familien unterstützt werden, und andererseits war es ein Beschäftigungsprogramm für arbeitslose Jugendliche, die durch die Zerstörung des Krieges noch keinen Arbeitsplatz finden konnten. Es entstanden auch Werkstätten für behinderte und sozial gefährdete junge Menschen, sowie die Bewährungshilfe für straffällig gewordene Jugendliche. Durch den Ausbau einer alten Baracke wurde eine Jugendherberge eingerichtet, die zugleich als Heim für Berufsschüler diente.

Am freiwilligen Arbeitseinsatz nahmen immer mehr junge Menschen aus den europäischen Nachbarländern teil. Nach dem Krieg war die Zusammenführung Jugendlicher aller Nationen und Konfessionen zu gemeinsamer Arbeit ein Anliegen und ein Programmpunkt in den Statuten des Aufbauwerkes der Jugend.

Im Jahre 1956 wurde dem Aufbauwerk der Jugend durch die Tiroler Landesregierung der Auftrag erteilt, für junge alleinstehende ungarische Flüchtlinge für entsprechende Versorgung, Unterbringung und Ausbildung zu sorgen, ebenfalls im Jahre 1956 wurde von der Tiroler Landesregierung beschlossen, Schloss Lengberg dem Aufbauwerk der Jugend zur Durchführung seiner Aufgaben zu überlassen.

1958 konnte mit Hilfe der schwedischen Hilfsorganisation Rädda Barnen das Schwedenhaus in Innsbruck errichtet werden.

Im Jahre 1981 war es möglich, das Schwedenhaus mit Hilfe der Tiroler Landesregierung um den Werkstättenteil zu erweitern. Die Werkstätten Bad Häring, ein ehemaliges Schulgebäude, das von der Tiroler Landesregierung angemietet wurde, bestehen seit dem Jahre 1991. Seit April 1998 ist das Aufbauwerk der Jugend auch Pächter der Landwirtschaft am Lachhof (Kleinvolderberg, Tirol).

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