Aufrufanlage
Anzeigefeld einer Aufrufanlage
Wartemarkendrucker mit Wartemarke

Aufrufanlagen dienen der Steuerung des Kundenverkehrs in Behörden, Einzelhandelsgeschäften oder bei Dienstleistern. Hierbei erhält der Kunde von einem Automaten oder einer ausgebenden Person eine Wartemarke[1][2] mit einer fortlaufenden Nummer. Die Nummern werden von der Aufrufanlage verwaltet. Im Hintergrund werden die Nummern den zur Fallbearbeitung freien Mitarbeitern zugeteilt bzw. diese können die nächste Nummer aufrufen. Entsprechend zeigt die Aufrufanlage über eine Anzeigetafel oder ein Display, manchmal auch durch einen Aufruf über Lautsprecher, die nächste Nummer an, die an der Reihe ist.[3]

Aufrufanlagen dienen der Steuerung von Besuchern bzw. Kunden und sollen eine für beide Seiten gerechte und zügige Zuordnung von Kunden zu Sachbearbeitern, Verkäufern und Dienstleistern gewährleisten.

Während in vielen Ländern, insbesondere in Skandinavien, Aufrufanlagen auch im Einzelhandel zu finden sind (Wursttheken, Bäcker etc.)[4], werden sie in Deutschland vornehmlich in Behörden mit größerem Publikumsverkehr eingesetzt. Oft werden dort, um einfache Anfragen auszufiltern, Personen mit der Ausgabe der Nummern beauftragt. In Brasilien findet man Aufrufanlagen nicht nur bei Behörden sondern auch bei Banken.

Einzelnachweise

  1. ARAS Aufrufanlagen: Wartemarkenspender. Abgerufen am 8. Mai 2010 (deutsch).
  2. MEM-O-MATIC GmbH: Markenspender-Kassetten - Wartemarken. Abgerufen am 8. Mai 2010 (deutsch).
  3. VIKOTEC Visuelle Kommunikationstechnik: Komponenten der Personenaufrufsysteme. 17. Januar 2002, abgerufen am 14. Mai 2010 (deutsch).
  4. Alltag in Schweden: Bitte Nummer ziehen. Abgerufen am 14. Mai 2010 (deutsch).

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