Aufständisch

Ein Aufstand (Rebellion) ist allgemein gesprochen ein offener, gewaltsamer Widerstand mehrerer Personen gegen die Staatsgewalt und bedeutet meist eine (häufig bewaffnete) Widerstandsaktion gegen eine bestehende Regierung (siehe auch Straßenschlacht). Aufständische nennt man Rebellen, veraltet auch Insurgenten. Ein Volks- oder Arbeiteraufstand (z. B. am 17. Juni 1953 in der DDR) bezeichnet eine Auflehnung der Volksmehrheit gegen eine ihrer Meinung nach ungerechte oder nicht legitime Regierung. Ein Aufstand kann auch (z. B. 2004 in der Ukraine) in Form von friedlichen Demonstrationen stattfinden. In der Geschichte waren Aufstände und Revolutionen meist Taten politischer Minderheiten mit moralischer Überlegenheit, die ein bestimmtes Ziel erstrebten. Hannah Arendt unterscheidet zwischen einer Rebellion und einer Revolution strikt: „Das Ziel einer Rebellion [ist] nur die Befreiung [..], während das Ziel der Revolution die Gründung der Freiheit ist“.[1]

Der Boxeraufstand war eine Erhebung gegen die Übermacht der westlichen Wirtschaft und Politik im Kaiserreich China am Ende des 19. Jahrhunderts.

Der mit Abstand blutigste Aufstand der Geschichte war die Taiping-Rebellion mit etwa 30 Millionen Opfern im Süden Chinas, Mitte des 19. Jahrhunderts.


Inhaltsverzeichnis

Bekannte Aufstände in der Geschichte

Antike

Mittelalter

Frühe Neuzeit

Moderne

18. Jahrhundert

19. Jahrhundert

Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Fußnoten

  1. Hannah Arendt: Über die Revolution (On Revolution New York 1963), dt. Ausgabe 1965; Piper, 4. Aufl. München 1994, ISBN 3-492-21746-X, S. 184

Siehe auch

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  • aufständisch — sich auflehnend, aufrührerisch, empörerisch, meuternd, rebellisch, revolutionär; (geh.): aufbegehrend; (bildungsspr.): rebellierend, revoltierend; (veraltet): meuterisch, seditiös. * * * aufständisch:⇨aufrührerisch… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • aufständisch — Aufstand, aufständisch ↑ stehen …   Das Herkunftswörterbuch

  • aufständisch — widersetzlich; aufrührerisch; rebellisch; sperrig; eigensinnig; tumultuarisch; meuterisch * * * auf|stän|disch [ au̮fʃtɛndɪʃ] <Adj.>: an einem Aufstand beteiligt, im Aufstand befindlich: die aufständischen Bauern. Syn.: ↑ …   Universal-Lexikon

  • aufständisch — auf|stän|disch …   Die deutsche Rechtschreibung

  • widersetzlich — aufständisch; aufrührerisch; rebellisch; sperrig; eigensinnig; tumultuarisch; meuterisch; obstruktiv; widerspenstig; renitent * * * wi|der|setz|lich [vi:dɐ zɛts̮lɪç] <Adj.>: l …   Universal-Lexikon

  • rebellisch — widersetzlich; aufständisch; aufrührerisch; sperrig; eigensinnig; tumultuarisch; meuterisch; abtrünnig * * * re|bel|lisch [re bɛlɪʃ] <Adj.>: a) rebellierend: die rebellischen Truppen besetzten die Hauptstadt …   Universal-Lexikon

  • Kaiser Otto I. — Ottos Sieg über Berengar II. (Illustration einer Mailänder Handschrift, um 1200). Otto I. („Theotonicorum rex“) empfängt als Zeichen der Unterwerfung ein Schwert vom links knienden König, der mit „Beringarius“ bezeichnet wird. Der Gefolgsmann… …   Deutsch Wikipedia

  • Otto I. (HRR) — Ottos Sieg über Berengar II. (Illustration einer Handschrift der Weltchronik Ottos von Freising, um 1200 (Mailand, Bibliotheca Ambrosiana, Ms. f. 129sup)). Otto I. („Theotonicorum rex“) empfängt als Zeichen der Unterwerfung ein Schwert vom links… …   Deutsch Wikipedia

  • Otto der Große — Ottos Sieg über Berengar II. (Illustration einer Mailänder Handschrift, um 1200). Otto I. („Theotonicorum rex“) empfängt als Zeichen der Unterwerfung ein Schwert vom links knienden König, der mit „Beringarius“ bezeichnet wird. Der Gefolgsmann… …   Deutsch Wikipedia

  • Rebell — Der Ausdruck Rebell (von lat. rebellis, „aufständisch“) bezeichnet jemanden, der an einer individuellen oder kollektiven Rebellion beteiligt ist oder diese in Gang zu setzen versucht. Inhaltsverzeichnis 1 Begriffsgeschichte und Sprachgebrauch 1.1 …   Deutsch Wikipedia

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