Auftragskiller
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Ein Auftragsmörder ist eine Person, die einen Menschen für eine Gegenleistung ermordet, das heißt einen Auftragsmord begeht.

Inhaltsverzeichnis

Der Begriff „Killer

Der Killer ist eine aus dem Englischen entlehnte Bezeichnung für einen Auftragsmörder. Im Englischen bezeichnet „killer“ eine zumeist gewohnheitsmäßig mordende Person. Auch Tiere werden mit diesem Begriff personifiziert. Wohl in Anlehnung an „killer cell“ und „killer shark“ hat das Wort im Deutschen auch weiter schöpferisch gewirkt und zu einigen Wortneubildungen geführt wie „Killerspiel“. Sogenannte Killer sind ein beliebtes Sujet bei reißerischen Romanen, Filmen, Videospielen und auch Boulevardzeitungen.

Auftragsmorde in der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland

Auftragsmord durch das organisierte Verbrechen war und ist in Deutschland – im Gegensatz etwa zum organisierten Verbrechen in Russland, Italien und den Vereinigten Staaten – ein höchst seltenes Phänomen. Schon zu den Zeiten der sogenannten Berliner „Ringvereine“ der Weimarer Republik bildeten Auftragsmorde die absolute und auch im Milieu meist missbilligte Ausnahme.

Traurige Berühmtheit, die ihn sogar auf die Titelseite des Spiegels brachte, erlangte in der Bundesrepublik Deutschland der Auftragsmörder Werner „Mucki“ Pinzner. Pinzner, der in den Machtkämpfen des Hamburger Kiez in den frühen 80er Jahren verschiedene Auftragsmorde begangen hatte und schließlich ertappt worden war, tötete während der Vernehmung im alten Hamburger Polizeipräsidium am 29. Juli 1986 seine Frau Jutta und den Staatsanwalt Wolfgang Bistry und beging daraufhin Selbstmord. Ebenfalls ein breites Medienecho erfuhren Auftragsmorde innerhalb der vietnamesischen Zigarettenmafia in Berlin und Leipzig während der 90er Jahre.

Politische Auftragsmorde in der Bundesrepublik Deutschland erlangten meist eine große Medienaufmerksamkeit. Zu nennen sind hier etwa die Aussagen des später übergelaufenen KGB-Killers Bogdan Staschynskij über Morde an den exil-ukrainischen Politikern Lew Rebet und Stepan Bandera mit speziell gefertigten Blausäurepistolen in München 1957 und 1959 oder die spektakuläre Ermordung von Regimegegnern durch den iranischen Geheimdienst im sogenannten Mykonos-Attentat.

Killer in Film, Videospielen und Fernsehen

Für fiktive Killer gibt es eine Reihe von Klischees, die mittlerweile in der Populärkultur fest verwurzelt sind. Killer werden gerne als schweigsame Einzelgänger dargestellt, die wie aus dem Nichts erscheinen, um eine Zielperson zu töten und dann ebenso spurlos wieder zu verschwinden. Protagonisten in der Rolle des Killers können dabei durchaus diffizil behandelt werden; im Konflikt etwa zwischen Auftrag und Gewissen erschließt sich dem Autor oder Regisseur ein weites Feld der Charakterentwicklung. Beispiele hierfür sind Nikita und Léon – Der Profi. Das andere gängige Hauptklischee ist der Killer als seelenlose Mordmaschine, als Psychopath, der als unerbittlicher Widersacher die Handlung bis zum konfliktgeladenen Höhepunkt vorantreibt.

Liste fiktiver Killerfiguren

Siehe auch

Literatur

  • Christopher Andrew/ Wassili Mitrochin: Das Schwarzbuch des KGB. Moskaus Kampf gegen den Westen. München 2001, (u.a. zu Auftragsmorden des NKWD/ KGB)

Weblinks


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