Aufwand-Ertrag-Verhältnis

Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis (engl. cost-income ratio), auch Aufwand-Ertrag-Relation, ist eine zentrale Kennzahl der Effizienz eines Unternehmens oder Bank.

Berechnung

Zur Berechnung des Aufwand-Ertrag-Verhältnisses wird für das jeweilige Geschäftsjahr der Verwaltungsaufwand in Relation zu den Erträgen (Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss bzw. Handelsergebnis abzüglich Zuführungen zur Risikovorsorge) einer Bank gesetzt.

\text{Aufwand-Ertrag-Verhaeltnis}(in %) =\frac \text{Verwaltungsaufwand} \text{Ertraege (abzueglich Zufuehrungen zur Risikovorsorge)}

Interpretation

Allgemein gilt zu sagen: Je geringer der Wert des Aufwand-Ertrag-Verhältnisses ist, desto effizienter wirtschaftet die Bank.[1] Vereinfacht: wieviel Cent sind notwendig, um einen Euro Rohertrag (Zins- plus Provisionsüberschuss) zu generieren. Diese Betrachtung ist jedoch als alleinige Effizenzmessung wenig sinnvoll, da der Zinsertrag mit in die Berechnung eingeht. Somit können nur Banken, die unter einer ähnlichen Marktsituation wirtschaften verglichen werden. Bei dem Vergleich von Banken auf Märkten mit unterschiedlichen Zinsspannen wird das Ergebnis erheblich verwässert.[2]


Einzelnachweise

  1. http://www.finanz-lexikon.de/cost-income-ratio%20(cir)_1212.html
  2. http://www.banklounge.de/index.php?id=15&no_cache=1&tx_ttnews[backPid]=14&tx_ttnews[tt_news]=12527

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