August Buxbaum

August Buxbaum (* 14. April 1876 in Langenbrombach; † 21. Februar 1960 in Darmstadt) war ein deutscher Architekt und Baubeamter, der von 1904 bis 1930 in der kommunalen Bauverwaltung der Stadt Darmstadt tätig war und das Darmstädter Stadtbild wesentlich prägte.

Leben

August Buxbaum studierte an der Technischen Hochschule Darmstadt Architektur. Nach seinem Abschluss im Jahre 1898 arbeitete er zunächst in Berlin, Nürnberg und Worms. Im Oktober 1904 kam Buxbaum nach Darmstadt zurück und arbeitete dort im Stadtbauamt. 1906 wurde er zum Stadtbauinspektor ernannt, 1909 zum Stadtbaurat.

Die unter seiner Mitwirkung oder Leitung entstandene Architektur lässt sich dem Heimatstil, dem Heimatschutzstil oder dem Reformstil zuordnen. Die heute populäre Etikettierung als „Jugendstil“ entspricht nicht dem Selbstverständnis Buxbaums, der – wie zum Beispiel auch die damaligen Architektur-Professoren der Technischen Hochschule – dem Jugendstil der Darmstädter Künstlerkolonie kritisch gegenüberstand.

1930 schied er aus dem öffentlichen Dienst aus und arbeitete als selbstständiger Architekt. Buxbaum war nebenher als Heimatforscher mit dem Schwerpunkt Stadt- und Baugeschichte tätig.

Bauten

Von Buxbaum entworfenes Gebäude der Kyritzschule
  • 1907: „Kyritz-Schule“ in Darmstadt, Martinsviertel
  • 1907–1909: Darmstädter Stadtbad, Mercksplatz 1
  • 1908–1909: Städtisches Elektrizitätswerk II in Darmstadt, Dornheimer Weg (1975 abgerissen)
  • 1909–1910: Buxbaums eigenes Wohnhaus in Darmstadt, Richard-Wagner-Weg 40
  • 1909–1911: „Eleonoren-Schule“ in Darmstadt, Lagerhausstraße
  • 1910–1911: „Pestalozzi-Schule“ in Darmstadt, Martin-Buber-Straße
  • 1912: „Justus-Liebig-Schule“ in Darmstadt
  • 1913–1922: Hochbauten auf dem Waldfriedhof in Darmstadt
  • 1929–1930: Wohnbebauung mit Innenhof am Darmstädter Ostbahnhof
  • 1929–1930: Wohnbebauung Lichtenbergstraße 17–19

Literatur

  • Roland Dotzert (Red.): Stadtlexikon Darmstadt. Hrsg. vom Historischen Verein für Hessen im Auftrag des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1930-3.

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