August Dietrich von Marschall auf Burgholzhausen

August Dietrich Reichsgraf von Marschall auf Burgholzhausen (* 1750; † 31. Januar 1824) war Erbmarschall in Thüringen, Freimaurer und Illuminat.

Leben

Marschall studierte in Straßburg und Leipzig. 1771 war er Assessor am Hofgericht Wolfenbüttel und wurde im Dezember desselben Jahres in der Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen in Leipzig angenommen.[1] Er wurde braunschweigischer Kammerherr. Seit 1780 war er in Altenburg und ging hinterher nach Weimar, wo er schließlich ständig lebte. Dort tauschte er sich unter anderem z. B. mit Johann Gottfried Herder und dessen Frau Karoline über literarische Fragen (siehe etwa Lessings Nathan der Weise und über den kranken Sohn des Reichsgrafen) anteilnehmend aus. Von 1783 bis 1795 ist er Besitzer des Schatullguts in Oßmannstedt gewesen. Er war Ritter des königlich dänischen Danebrog-Ordens und seit 1775. Marschall war Freimaurer in den Logen 'Charles de la concorde' und 'Zur gekrönten Säule' in Braunschweig und unter dem Namen 'a Thymalo' Mitglied der Strikten Observanz. Er wurde das leitende Mitglied des 'Großen Clubs' in Braunschweig. Im Bund der Illuminaten ist er 1783 sogenannter 'Regent' mit dem Ordensnamen 'Philostratus'

Aus seiner ersten Ehe ging ein Sohn hervor: August Ferdinand Theodor Graf von Marschall auf Burgholzhausen, welcher jedoch schon am 28. Mai 1792 verstarb (1802 erwähnt). Er war Forstmeister und Kammerjunker gewesen.

Der Reichsgraf heiratete in zweiter Ehe Gräfin Antoinette, geborene von Alten auf Wützenburg und Theile (* 1767; † 2. April 1824).

Einzelnachweise

  1. Otto Werner Förster: Matrikel der Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen 1741-1932. Leipzig 2004, ISBN 3-9807753-2-1.

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