August Drechsler

Carl August Eduard Drechsler (* 14. März 1821 in Stavenhagen; † 10. August 1897 in Harzburg) war ein deutscher Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

Drechsler wurde 1821 als Sohn des Amtsauditors von Goldberg geboren. Er studierte in Rostock und Heidelberg Jura, was er 1844 dem juristischen Doktorexamen abschloss. In Heidelberg trat er dem Corps Guestphalia Heidelberg bei.[1] Bis 1851 war er als Advokat und Notar in Parchim tätig, wo er 1851 eines der zwei Bürgermeisterämter annahm und bis 1864 als Bürgermeister tätig war. 1864 wurde er an das Oberappellationsgericht der Freien Städte des Norddeutschen Bundes in Lübeck berufen. Hier war er u. a. am Entwurf einer Prozessordnung des bürgerlichen Rechts beteiligt. 1870 wurde er Vizepräsident des Reichsoberhandelsgerichts in Leipzig und später Senatspräsident des 1. Zivilsenats am Reichsgericht in Leipzig. Als solcher schied er 1897 mit dem Titel eines Wirklichen Geheimen Rats aus.

Drechsler wurde für den 5. Wahlkreis (Parchim) des Landes Mecklenburg-Schwerin in die Nationalversammlung gewählt, der er vom 29. Mai 1848 bis zum 30. April 1849 angehörte. Er war Mitglied der Fraktion Württemberger Hof.

Er war mit einer Schwester des Kanonisten Friedrich Maaßen verheiratet.[2]

Literatur

  • Jürgen Borchert: Auf nach Frankfurt: Mecklenburgische und vorpommersche Parlamentarier als Abgeordnete in der Paulskirche 1848/49, Landeszentrale für Politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 1998, ISBN 3-931185-44-3.
  • Egbert Weiß: Corpsstudenten in der Paulskirche, in: Einst und Jetzt, Sonderheft 1990, München 1990, S. 19.

Weblinks

  • Nachruf in der Deutschen Juristenzeitung, Jg. 2 (1897) S. 338.

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 64, 343.
  2. Nikolaus Grass: Maaßen, Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 15, Duncker & Humblot, Berlin 1987, S. 603 f. (Onlinefassung).

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