August Eichhorn (Cellist)

August Eichhorn (* 1899; † 1980) war ein deutscher Musiker und Professor für Violoncello.

Eichhorn hatte großen Einfluss auf die Streicherpädagogik. Er war einer der Ersten, deren Lehrmethoden auf wissenschaftlichen Grundlagen, den physiologischen Möglichkeiten des menschlichen Körpers und den physikalischen Gegebenheiten des Cellos sowie den Erkenntnissen von Steinhausen und Trendelenburg basierten. So prägte er beispielsweise den Begriff der „Trinität des Klanges“: Es komme auf Kontaktstelle, Druck und Geschwindigkeit des Bogens an. Er kann deshalb als Begründer einer neuen deutschen Celloschule bezeichnet werden.

Von 1933 bis zu seiner Einberufung zum Militär im Jahre 1942 war Eichhorn Solocellist am Leipziger Gewandhaus und lehrte an der Staatlichen Hochschule für Musik. Nach dem Zweiten Weltkrieg lehrte er an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim sowie bis 1961 weiterhin als Gast in Leipzig. Zu seinen Schülern zählen Reinhold Johannes Buhl, Siegfried Pank, Josef Schwab und Gerhard Mantel.

Schriften

  • Margarete Hopfer: Die Klanggestaltung auf Streichinstrumenten. Das Naturgesetz der Tonansprache. Kurze Einführung in die gestaltende Dynamik der Bogenmechanik von August Eichhorn. Kistner & Siegel, Leipzig 1941.

Literatur

  • Jörg Clemen: Ein Orchester aus vierzig Celli. Symposium zum 100. Geburtstag August Eichhorns. In: Neue Musikzeitung. H. 12/1999–1/2000, S. 30. (online bei archive.org)

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