August Ernst Petzholtz

August Ernst Petzholtz (* 1801 in Potsdam; † 1868 ebenda) war ein Hofmaurermeister und Hofbaumeister in Potsdam.

Leben

Über sein Leben und Wirken ist wenig bekannt. Nachweisbar sind Maurerarbeiten an der St. Nikolaikirche in Potsdam, die er nach Plänen des „Architekten des Königs“ Ludwig Persius sieben Jahre ausführte. Als Mitarbeiter des Persius-Nachfolgers Ferdinand von Arnim war er mit Arbeiten in der Parkanlage Klein Glienicke und am Umbau des Jagdschlosses Glienicke beteiligt. Dessen Aufgaben übernahm Petzholtz nach dem Tod von Arnims 1866 bis zu seinem eigenen Ableben 1868.

Ihm folgte sein einziger Sohn aus erster Ehe mit Friederike Gottschling (1814–1839), der spätere Hofbau- und Hofmaurermeister (Friedrich) Ernst Petzholtz. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1839 deren Schwester Marie-Luise Gottschling (1817–1877). Aus der zweiten Ehe stammen der spätere Hofmaurermeister Friedrich, oder Fritz (1841–1894) und Ludwig (1843–1903), der ab 1872 amtierende Pfarrer von St. Peter und Paul auf Nikolskoje und spätere Superintendent an der St. Nikolaikirche.

Am 24. Dezember 1858 wurde August Ernst Petzholtz zum Hofbaumeister ernannt und war ab 1859 Mitglied der „Prüfungskommision für Bauhandwerker“, „Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung in Potsdam“ und „Mitglied der preußischen Baudeputation“. Ab 1862 war er als Hofmaurermeister verzeichnet.

Werke

  • von circa 1843–1850 Bauarbeiten an der Nikolaikirche in Potsdam, nach Plänen von Ludwig Persius
  • 1858/59 Privathaus in der Berliner Str. 117, Potsdam
  • 1859–1862 Ausführung des Umbaus Jagdschloss Glienicke nach Plänen von Ferdinand von Arnim
  • 1860/61 Villa Arndt, Friedrich-Ebert-Str. 63. Ausgeführt nach Plänen von Ferdinand von Arnim
  • 1862 Entwurf für ein Mietwohnhaus, Alleestr. 7, Potsdam. Bauausführung 1868/69 durch seinen Sohn Friedrich Ernst Petzholtz
  • 1866/67 Mietwohnhaus, Eisenhartstr. 8, Potsdam
  • 1867–1868 St. Josephs-Waisenhaus, Potsdam

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