August Graf zu Eulenburg

August Graf zu Eulenburg (* 22. Oktober 1838 in Königsberg; † 16. Juni 1921 in Berlin) war ein preußischer Militär und Funktionsträger am königlichen Hof zuletzt als Minister des königlichen Hauses.

Er war Bruder von Botho zu Eulenburg.

Im Jahr 1858 wurde Eulenburg zum Leutnant ernannt. Zwischen 1860 und 1862 nahm er als Attaché an der Ostasien-Expedition unter Friedrich Albrecht zu Eulenburg teil. Nach der Rückkehr wurde er 1865 persönlicher Adjutant des Kronprinzen des späteren Kaisers Friedrich III. Im Jahr 1868 wurde Eulenburg zum Hofmarschall ernannt. Außerdem war er von 1879 bis 1890 Mitglied in der General-Ordenskommission. Zwischen 1883 und 1914 amtierte er als Oberzeremonienmeister. Außerdem war Eulenburg zwischen 1890 und 1914 Oberhof- und Hausmarschall von Wilhelm II. Aus dem aktiven Militärdienst schied er 1889 als Oberst aus, wurde aber 1891 zum Generalmajor, 1895 zum Generalleutnant und 1904 ehrenhalber zum General der Infanterie ernannt. Zwischen 1907 und 1918 war Eulenburg Minister des königlichen Hauses. Nach der Novemberrevolution war er bis zu seinem Tod Generalbevollmächtigter des Hauses Hohenzollern.

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