August Heinrich Werner Brandes

August Heinrich Werner Brandes (* 21. Oktober 1798 in Goslar; † 28. Januar 1858 in Braunschweig) war ein deutscher Pädagoge und Hochschullehrer.

Leben und Werk

Brandes absolvierte in Hamburg eine kaufmännische Lehre, der sich 1814 ein Studium in Braunschweig, Göttingen und Berlin anschloss. Nach der Promotion zum Dr. phil. lehrte er ab 1823 am Braunschweiger Collegium Carolinum englische und spanische Sprache. Im Jahre 1828 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Brandes eröffnete am 12. April 1825 in der Reichsstraße eine Privatschule, die rasch Zulauf erhielt. Dieses nicht abiturfähige Realgymnasium wurde 1828 mit dem Martineum und Katharineum zu einem Gesamtgymnasium vereinigt. Brandes leitete das Realinstitut bis zu seinem Tod am 28. Januar 1858.

Nachleben

In der Folgezeit kam es zu einer räumlichen und organisatorischen Abtrennung des Realinstituts, welches sich 1878 zum abiturfähigen „Herzoglichen Realgymnasium“, 1912 zum „Herzoglichen Reform-Realgymnasium“ und schließlich zum heutigen „Gymnasium Neue Oberschule“ entwickelte.

Literatur

  • Norman-Mathias Pingel: Brandes, August Heinrich Werner in: Braunschweiger Stadtlexikon, Ergänzungsband, herausgegeben im Auftrag der Stadt Braunschweig von Manfred R. W. Garzmann und Wolf-Dieter Schuegraf unter wesentlicher Mitarbeit von Norman-Mathias Pingel, S. 25, Braunschweig 1996, ISBN 3-926701-30-7
  • Reinhard Bein: Neue Oberschule, in: Braunschweiger Stadtlexikon, herausgegeben im Auftrag der Stadt Braunschweig von Luitgard Camerer, Manfred R. W. Garzmann und Wolf-Dieter Schuegraf unter besonderer Mitarbeit von Norman-Mathias Pingel, Braunschweig 1992, S. 165-66, ISBN 3-926701-14-5

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