August Noack
August Noack um 1848

Christian Carl August Noack (* 27. September 1822 in Bessungen; † 12. November 1905 in Darmstadt) war ein deutscher Kunstmaler (Porträtist, Historienmaler).

Noack schuf über 1000 Porträts zeitgenössischer Personen, von Amtsträgern und Herrschern der Fürstenhäuser, die sich heute zu großem Teil in Privatbesitz, aber auch in öffentlichen Sammlungen befinden. Ein weiterer Schwerpunkt seines Schaffens war die Landschaftsmalerei. Seine Neigung galt „Compositionen biblischer Gegenstände“, christlichen Historienbildern.

Seine Bilder, Zeichnungen, Briefe, Texte, Vorträge und umfangreiches biographisches Material befinden sich, soweit in Kriegstagen unzerstört, zum Teil noch heute in lutherisch-evangelischen Kirchen, z. B. in St. Martin, Pfungstadt; in der evangelischen Stadtkirche Bad Wimpfen, im Stadtarchiv Darmstadt, im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt oder in Privatbesitz, z. B. Paulus vor dem Hohen Rat u.v.a.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit

Geboren als drittes von sechs Kindern des Großherzoglich-Hessischen Oberkonsistorial-Registrators Heinrich Ludwig Noack (1796-1854) und dessen Ehefrau Sofia Christiane Werner (1795-1854), Tochter des Darmstädter Silberschmieds und Hofjuweliers Werner. Die Familie Noacks stammt aus der Lausitz und lebte seit 1770 in Bessungen (Hessen-Darmstadt). Ab 1836 war Noack einer der ersten Schüler der neu gegründeten Höheren Gewerbeschule (später: Polytechnische und [Technische Hochschule Darmstadt]) Seine künstlerische Ausbildung begann er 1837 im Alter von 15 Jahren bei dem Darmstädter Landschaftsmaler August Lucas.

Studien

An der Kunstakademie in Düsseldorf (1839-1842) studierte er als Schüler von Wilhelm von Schadow, Carl Ferdinand Sohn und Carl Friedrich Lessing. Weitere Stationen: 1849: Antwerpen 1855: 1. Studienreise nach Italien 1868: 2. Studienreise nach Italien

Lebensstationen

Porträtmaler in Kitzingen und Würzburg (1843-1846), wo er mit dem Maler Richard Freytag Porträtmalerei-Studios gründete. Von 1846 bis 1851 bereiste und lebte er in München und Salzburg, 1849 studierte er in Antwerpen. 1855 Ernennung zum großherzoglichen Hofmaler zu Darmstadt und bereist für einige Monate Italien. Im Dezember 1855 heiratete er Leontine Frobenius, (1827-1900), die er 1844 in Kitzingen kennengelernt hatte. Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor, zudem gehörten 2 Pflegekinder zur Familie. 1868 bereiste er Italien zu Studienzwecken ein zweites Mal. 1870 baute er in „italienischem Stil“ seine Künstlervilla in Darmstadt. 1872 wurde Noack zum ordentlichen Professor (bis 1901) für Zeichnen und Malen an die 1868 gegründete Polytechnischen Schule (heute: Technische Universität Darmstadt) berufen.

Werke

Literatur

  • Barbara Bott: "Gemälde Hessischer Maler des 19. Jahrhunderts im Hessischen Landesmuseum Darmstadt (Bestandskatalog)", Darmstadt 2003
  • Adolf Beyer: "Darmstadts Kunst, Kultur und Künstler", C.W. Leske Verlag, Darmstadt 1955

Weblinks


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