Privatsternwarte


Privatsternwarte

Privatsternwarten sind meist kleine Beobachtungsstationen unterschiedlicher Bauart, die von Privatpersonen betrieben werden. Sie unterscheiden sich damit von professionellen Forschungssternwarten oder Volkssternwarten, die von wissenschaftlichen Institutionen oder öffentlichen Trägern unterhalten und betrieben werden.

Dabei geht es im Wesentlichen darum, ein oder mehrere Teleskope wettergeschützt fest aufzustellen, um sie ständig beobachtungsbereit zu haben. Die Räumlichkeiten sind dabei höchst unterschiedlich und reichen von größeren Dachfenstern im Dachgeschoss über Schiebedächer im First eines Hauses bis zu separaten Kuppelbauten im Garten oder anderen Freiflächen. Sehr verbreitet sind einfache hölzerne Gartenhäuschen, bei denen das Dach abschiebbar ist.

Das Instrumentarium ist ebenso unterschiedlich. Es reicht von einzelnen kleinen Teleskopen auf leichten Montierungen, bis zu Spiegelteleskopen mit Spiegeldurchmessern von bis zu einem Meter, Computersteuerungen, Spezialgeräten zur Sonnenbeobachtung und umfangreichen Fotoausrüstungen.

Die selbst gestellten Aufgaben reichen von einfachsten Himmelsbeobachtungen über die Öffentlichkeitsarbeit bis zu professionellen forschungsunterstützenden Arbeiten. So haben Besitzer von Privatsternwarten schon Planetoiden, Kometen und neue Sterne entdeckt.

Inhaltsverzeichnis

Bauarten

Dachausbau

Dachsternwarte im First eines Hauses

Bei dieser verwendeten Methode wird der Giebel des Daches durch einen Schiebe- oder Klappmechanismus geöffnet. So kann der Himmel frei beobachtet werden.

Kuppel

4,1 Meter Kuppel aus GFK und Multiplex

Hierbei wird die Form der halbkugelförmigen Kuppel größerer Sternwarten nachgebaut. Als Material wird traditionell Holz mit Aluminiumbelag, neuerdings jedoch auch Glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet, welches zu einer erheblichen Gewichtsreduzierung führt.

Einfamilienhaus mit Sternwarte

Es ist auch möglich eine Sternwarte mit Kuppel in ein Einfamilienhaus zu integrieren. Dazu ist die Obergeschossdecke als massive Betondecke ausgeführt und die Teleskopsäule direkt aus der Decke herausgezogen, d.h. alles aus einem Stück gegossen. Die Außenwände stellen die Verbindung zum Fundament her und leiten die Schwingungen ab. Der mit Zink verblechte Kuppelrundbau ruht, nicht starr mit der Deckenplatte verbunden, schwimmend, auf dämpfenden Neoprenlagern.

Klappdach- und Rolldachhütte

Gartenhaus mit Schiebedach als Sternwarte

Das Dach eines eigens errichteten rechteckigen Raumes kann für die Beobachtung entfernt werden, entweder nach außen weggeklappt, oder auf Rollen horizontal weg geschoben. Bei allen bisher genannten Bauformen können die Instrumente ständig im Sternwartengebäude oder -raum montiert bleiben.

Aufstellungsflächen im Freien

Hier werden die astronomischen Instrumente bei Nicht-Gebrauch entweder durch Planen oder andere einfache Mittel vor Beschädigung geschützt oder nach Verwendung in einen geschützten Raum transportiert. Oft bleibt ein Fundament oder eine Säule stehen, um das Aufstellen und Ausrichten der Instrumente zu erleichtern.

Aufstellungsort kann eine lichtgeschützte Freifläche oder eine frei begehbare Flachdachfläche sein.

Bekannte Privatsternwarten

Weblinks


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