August Vordemfelde
August Vordemfelde

August Vordemfelde (* 26. Oktober 1880 in Westerhausen; † 1. Januar 1972 in Aschaffenburg) war ein deutscher Politiker (DNVP).

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Leben und Wirken

August Vordemfelde wurde 1880 als ältestes von drei Kindern von Johann Heinrich Vordemfelde und Anna Maria Elisabeth Schnieder geboren. Seine jüngere Schwester Lina wurde 1883, der jüngere Bruder Friedrich 1885 geboren. Er besuchte die Volksschule in Oldendorf im Kreis Melle. Von 1895 bis 1899 absolvierte er eine kaufmännische Lehre in Bevensen im Kreis Uelzen. Anschließend verdiente er seinen Lebensunterhalt als kaufmännischer Angestellter in Köln und Hamburg. 1912 gründete er eine Herrenkleiderfabrik in Aschaffenburg. Von November 1915 bis November 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1920 heiratete er.

In den frühen 1920er Jahren trat Vordemfelde in die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) ein. Bei den Reichstagswahlen vom Dezember 1924 wurde er als Kandidat der DNVP für den Wahlkreis 26 (Franken) in den Reichstag gewählt wurde, dem er bis zu den Wahlen vom Mai 1928 angehörte. Politisch fiel er vor allem als Förderer der christlich-sozialen Bewegung auf.[1] So war er in den 1920er Jahren unter anderem Mitglied der Bundesverwaltung des bayerischen evangelischen Jungmännerbundes, nachdem er sich bereits seit 1902 in der christlichen Jungmännerbewegung engagiert hatte.

1959 wurde Vordemfelde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Literatur

  • Martin Schumacher, Katharina Lübbe, Wilhelm Heinz Schröder: M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3. Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1. 

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heidrun Holzbach: Das "System Hugenberg", 1981, S. 221.

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