Auguste Baudius

Auguste Wilbrandt-Baudius (* 1. Juni 1843 in Zwickau; † 30. März 1937 in Wien) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Szenenfoto in: Dies Paar Schuh, 1889

Auguste Wilbrand-Baudius erhielt ihre Erziehung hauptsächlich von ihrem Adoptivvater, dem beliebten Schauspieler Karl Friedrich Baudius (1796-1860) am dortigen Theater. Kaum erwachsen, betrat sie in Leipzig 1860 die Bühne als Julia in Romeo und Julia, gastierte in Dresden und wurde hierauf in Breslau als jugendliche Liebhaberin engagiert.

Schon im April 1861 von Heinrich Laube an das Burgtheater in Wien berufen, gehörte sie diesem bis 1878 als erste Liebhaberin im Lustspiel und Schauspiel an, wurde dann pensioniert und widmete sich ausschließlich dem Gastspiel.

Käthchen von Heilbronn, die bezähmte Widerspenstige, die Königin im "Glas Wasser", Mirandolina und vorzugsweise die jugendlichen Hauptcharaktere in den Stücken von Eduard von Bauernfeld und Adolf von Wilbrandt bildeten ihr Repertoire. Seit 1873 war sie mit dem letztern verheiratet.

1889 ging sie zum Theater an der Wien, 1893 wechselte sich zum neu eröffneten Raimund Theater, 1898 kehrte sie an das Wiener Burgtheater zurück. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit unternahm Auguste Wilbrandt-Baudius Vortragsreisen und war auch schriftstellerisch tätig.

Ihr Ehrengrab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 13).

Werke

  • Aus Kunst und Leben, 1919

Literatur

  • Helene Richter: Auguste Wilbrandt-Baudius. Der Weg einer großen Burgschauspielerin, Verlag Notring der wissenschaftlichen Verbände Österreichs, Wien, 1963.
Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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