Augustine Soeurs Noires de Mons

Augustine Soeurs Noires de Mons ist eine Gemeinschaft bischöflichen Rechtes, welche aus dem Beginenkonvent Cantimpret hervorging, in der etwa zehn Beginen im Jahr 1483 durch den Bischof von Cambrai, Henri de Bergues, die Erlaubnis zur Ablegung von Gelübden und die Regel des heiligen Augustinus bekamen. Bereits im folgenden Jahr, 1485, erhielten sie die päpstliche Approbation. Da es nun zu Konflikten mit den übrigen Beginen kam, verließen sie den Hof und wurden 1497 auf der Rue des Juifs wohnhaft. Nachdem sie bereits 1498 ein Kloster in Binche begründet hatten, ließen sie sich zwischen 1527 und 1530 auch in Lessines nieder. Es ist unbekannt wann dies in Maubeuge und Cambrai geschah.

Nachdem die Einweihung ihrer Kapelle zu Ehren der heiligen Maria Magdalena bereits 1516 erfolgte, Oberin war damals die heilige Marie d’Oignies, konnte im Jahre 1558 auch die des übrigen Klosterbaues vorgenommen werden. Erschreckend für die kleine Gemeinschaft war das Ereignis von 1584. Schwester Jeanne Fery zeigte offensichtliche Anzeichen von einer Besessenheit, welcher der Erzbischof von Cambrai, Louis de Berlaymont, durch einen Exorzismus begegnete. Zwei Jahre später, 1586, konnte man die neue Klosterkapelle einweihen. Die Gemeinschaft, welche im 17. Jahrhundert ein Mädchenpensionat in ihrem Kloster einrichtete, erbte 1644 von Erzbischof Henricus van den Burch ein solches Vermögen, dass sie fortan nicht mehr in der Stadt zu betteln brauchten.

Doch erleichterte ihnen das nicht die Leiden der Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts, welche sie 1691 zur Flucht veranlassten und ihre Klostergebäude schwer beschädigten. Nachdem die Französische Revolution anfänglich vor einer Aufhebung ihres Klosters halt zu machen schien, mussten sie dieses am 6. Oktober 1798 dann doch verlassen. Nachdem sie vier Jahre in der Stadt verstreut gelebt hatten, konnten sie in ihr Haus zurückkehren.

Erst 1830 kam es dann zu Neueintritten in die Gemeinschaft, welche bei der königlichen Approbation von 16 auf 24 erhöht wurde. In der ambulanten Pflege und dem Schuldienst beheimatet, eröffnen sie 1875 in ihrem Kloster ein Altenheim. Der nun zunehmende Ordensnachwuchs ermöglichte es der Kongregation seit 1889 mehrere Filialklöster zu errichten und ab 1919 auch in die Kongo-Mission zu gehen. Mit 63 Schwestern in sechs Niederlassungen agregierten sie sich am 7. März 1928 dem Augustinerorden. Wie bei fast allen religiösen Gemeinschaften, so ging auch bei ihnen der Ordensnachwuchs während des Zweiten Weltkrieges rapide zurück. 1952 noch 43 Schwestern in neun Konventen (Mutterhaus 13, Chièvres 4, Maisières 4, Anderlues 4, Wasmes 4, Chapelle-lez-Herlaimont 4 und Hornu 3 Schwestern), davon zwei im Kongo (Libenge 5 und Mawuya 2 Schwestern) zählend, fusionierten am 12. September 1956 noch 38 Schwestern mit den Soeurs Servites de Marie in Jolimont.


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