Augustinerkirche (München)

Die Klosterkirche St. Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist der Augustiner-Eremiten in München wurde im 13. Jahrhundert errichtet und im 14. und 15. Jahrhundert erweitert.

1503 wurde hier Johann von Staupitz, Beichtvater, Lehrer und Förderer Martin Luthers, zum Prior der Münchner Augustiner-Eremiten gewählt. Dass der Augustiner-Eremit Luther auf seiner Romreise 1510/11 bei seinen Münchner Ordensbrüdern Station machte, ist nicht belegt, gilt aber wegen der guten Beziehungen seines Förderers von Staupitz nach München als sehr wahrscheinlich.

Augustinerkloster und -kirche um 1700

Als erste Kirche Münchens wurde die gotische Basilika 1618 bis 1621 durch Veit Schmidt vermutlich nach Plänen von Hans Krumpper barockisiert. Es gehörte die längste Zeit zum Augustinerkloster, das heute das Dienstgebäude des Polizeipräsidiums München ist.

1803 wurde das Kloster durch die Säkularisation aufgehoben und zuerst als Mauthalle genutzt. 1911 wurde im ehemaligen Kirchenschiff durch Theodor Fischer der sogenannte "Weiße Saal" eingebaut. 1914/15 wurde ebenfalls durch Fischer eine zunächst einläufige, dann doppelläufige Treppenanlage im ehemaligen Chor eingerichtet, die Erd- und Zwischengeschoss verbindet und somit den Umbau des südlichen Seitenschiffs zu Geschäftsräumen ermöglichte.

Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde die Augustinerkirche 1962 bis 1964 durch Erwin Schleich für das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum wiederaufgebaut.

Weblinks

 Commons: Augustinerkirche (München) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



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