Aulus Buccius Lappius Maximus

Aulus Bucius Lappius Maximus[1] war ein römischer Politiker und Senator Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr.

Ca. 83/84 war Lappius Maximus Prokonsul der Provinz Bithynia et Pontus. Von September bis Dezember des Jahres 86 bekleidete er sein erstes Suffektkonsulat. Nach seinem Konsulat wurde Lappius Maximus Legat der Provinz Germania inferior (87/88–89/90). Als solcher warf er die Revolte des Legaten der Provinz Germania superior, Lucius Antonius Saturninus, nieder, wobei er aber die Dokumente der Mitverschworenen verbrannte. Anschließend daran wurde er zum Legaten der Provinz Syria ernannt, in der die stärkste militärische Truppenmacht des Ostens lag (ca. 90/91–93). Von Mai bis August des Jahres 95 bekleidete Lappius Maximus sein zweites Suffektkonsulat. Im Jahr 102 war er Pontifex.

Lappius Maximus hat laut Cassius Dio die gesamte Korrespondenz des Saturninus vernichten lassen, um die Mitverschworenen des aufständischen Statthalters vor der kaiserlichen Verfolgung zu schützen. Man müsste eigentlich erwarten, dass Domitian ihn deshalb als nicht unbedingt zuverlässig betrachtete. Doch scheint der Kaiser an seiner Loyalität nicht gezweifelt zu haben, wie aus der Statthalterschaft von Syrien und dem zweiten Konsulat zu ersehen ist, die er ihm verlieh.

Literatur

  • Werner Eck: Senatoren von Vespasian bis Hadrian. Prosopographische Untersuchungen mit Einschluss der Jahres- und Provinzialfasten der Statthalter. Beck, München 1970, S. 62, 133, 138ff., 141ff., ISBN 3-406-03096-3 (Vestigia, Bd. 13).

Quellen

  • Cassius Dio, Römische Geschichte, 67,11,1f.

Anmerkungen

  1. Früher wurde aus den Quellen eine Namensform „L. Appius Maximus“ entnommen. Zur korrekten Lesart vgl. J. Assa, in: Akte des IV. Internationalen Kongresses für griechische und lateinische Epigraphik, Wien 1964, S. 31-39.

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