Aumont-Aubrac
Aumont-Aubrac
Wappen von Aumont-Aubrac
Aumont-Aubrac (Frankreich)
Aumont-Aubrac
Region Languedoc-Roussillon
Département Lozère
Arrondissement Mende
Kanton Aumont-Aubrac (Hauptort)
Koordinaten 44° 43′ N, 3° 17′ O44.7227777777783.28388888888891049Koordinaten: 44° 43′ N, 3° 17′ O
Höhe 1.049 m (970–1.165 m)
Fläche 26,53 km²
Einwohner 1.112 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km²
Postleitzahl 48130
INSEE-Code

Aumont-Aubrac

Die Gemeinde Aumont-Aubrac liegt in der französischen Region Languedoc-Roussillon im Département Lozère und ist Hauptort des gleichnamigen Kantons. Seine 1112 Einwohner (Stand 1. Januar 2008) nennen sich Aumonais. In der lokalen Sprache okzitanischen Sprache heißt der Ort Aoumou. Er liegt am Fernwanderweg GR 65, welcher weitgehend dem historischen Verlauf des französischen Jakobsweges Via Podiensis folgt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie und Verkehr

Aumont-Aubrac liegt im Zentralmassiv am Rande der Aubrac in Richtung Margeride. Die nächsten französischen Großstädte sind Lyon (168 km) im Nordosten, Toulouse (192 km) im Südwesten Bordeaux, (306 km) im Westen und Montpellier (132 km) im Südosten.[1]
Der nächste Verkehrsflughafen ist Rodez-Marcillac, der unter anderem von Air France und von Ryanair angeflogen wird. Über die D987 liegt er circa 96 Straßenkilometer entfernt. Aumont-Aubrac kann mit der Regionalbahn, oder von den Bahnhöfen Clermont-Ferrand oder Millau mit dem Bus erreicht werden. Aumont-Aubrac liegt an der Autobahn A75, wo diese von der D987 gekreuzt wird.

Geschichte

Der Ort liegt an der Kreuzung zweier historischer Römerstraßen und hatte daher als Handelsplatz Bedeutung. Heute macht Aumont-Aubrac, die Pforte zum Aubrac einen eher verschlafenen Eindruck. Um die Abtei St-Etienne, die zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstanden ist, bildete sich im Mittelalter eine bescheidene Ansiedlung. Die Grafen von Peyre ließen sich hier ein Stadthaus errichten. Zeitweise war Aumont-Aubrac die Hauptstadt der Grafschaft Gévaudan.

Jakobsweg (Via Podiensis)

In Aumont-Aubrac gibt es neben der Touristinformation ein Hotel, Restaurantes, sowie mehrere Pilgerherbergen (Gîte d'étape). Außerdem verfügt der Ort über einen Bahnanschluss. Der weiter Verlauf des Jakobsweges führt über die Weiler La Chaze-de-Peyre und Rieutort-d’Aubrac in die nächste größere Ortschaft Nasbinals auf dem Aubrac. Dorthin führt als direkteste Straßenverbindung, die D987.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirche Saint-Etienne war Teil ist ehemalige Benediktiner-Kloster das im Jahr 1061 gegründet wurde. Trotz vieler veränderungen im zwölften und dreizehnten Jahrhundert, sind der romanische Chor und mehrere gotische Seitenkapellen erhalten.
  • Befestigte Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die im Erdgeschoss Arkaden mit Glasnischen zeigen, in denen entweder ein Hakenkreuz oder das Trigramm JHS (Jesus hominum Salvator, "Jesus, Retter der Menschen") zu sehen ist.

Quellen und weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. Gemeindeinformation auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 21. Januar 2010

Literatur

  • Bettina Forst: Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007, ISBN 978-3-7633-4350-8 (Rother Wanderführer).
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3. überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

Weblinks

 Commons: Aumont-Aubrac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



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