Ausbaudialekt

Als sog. Kulturdialekt werden - zumeist wertend - Sprachvarietäten bezeichnet, die zwar wie eine eigenständige Sprache behandelt werden (z. B. eigene Rechtschreibung, Schul- und/oder Amtssprache, starke Verwendung in den Massenmedien), denen aber von anderer Seite (ob aus politischen oder sprachwissenschaftlichen Motiven) der Status einer Einzelsprache aberkannt wird und die stattdessen als Dialekt betrachtet werden.

Die Unterscheidung zwischen Sprache und Dialekt, die hier vorausgesetzt wird, ist jedoch sprachwissenschaftlich schwierig. Der Begriff Kulturdialekt findet in der Wissenschaft wenig Anwendung. Heinz Kloss bevorzugt Ausbaudialekt.

Beispiele für Kulturdialekte

Als typische Beispiele für sog. Kulturdialekte werden oft das Luxemburgische in Luxemburg und das Galizische in Spanien angeführt.

Fließende Grenzen

Die Grenzen Dialekt - Kulturdialekt - Sprache sind fließend und können sich im Laufe der Zeit verschieben.


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