Ausgehuniform

Die Ausgehuniform ist eine für repräsentative Zwecke vorgesehene Anzugart uniformierter Organisationen.

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

Wachbataillon im großem Dienstanzug mit Barett und Weißzeug

Dienstanzug

Die Bundeswehr unterscheidet heute zwischen dem Dienstanzug in der so genannten großen oder kleinen Form (Großer Dienstanzug/Dienstanzug Grundform). Der Kleine Diener wird mit Blouson oder Uniformjacke getragen. Auch können Weglassen der Jacke, Weglassen der Krawatte oder Pullover über dem Hemd befohlen werden. Als Uniform für offizielle Veranstaltungen und militärische Zeremonien (zum Beispiel das „Feierliche Gelöbnis“ der Wehrdienstleistenden) wird der Große Dienstanzug, mit Gefechtshelm und Koppel, befohlen.

Je nach Teilstreitkraft (Heer, Luftwaffe oder Marine) unterscheiden sich die Dienstanzüge in Ausführung, Abzeichen und Kopfbedeckung. Abzugrenzen ist sie normalerweise von der Paradeuniform (zum Beispiel in Österreich). In Deutschland gibt es jedoch keine Paradeuniform.

Im Gegensatz zu heute war das Verlassen der Kaserne noch bis weit in die siebziger Jahre in der Freizeit nur in der damaligen Ausgehanzug genannten Uniform oder in Zivil erlaubt. Dieser Ausgehanzug bestand aus: Halbschuhe, Hose lang, mit/ohne Waffenrock, Hemd blaugrau oder weiß, Binder anthrazit, Schirmmütze bzw. Barett - dazu Truppenausweis, Kamm, Taschentuch, Urlaubsschein und zwanzig Pfennig zum Telefonieren. Den Begriff Kleiner Dienstanzug gab es früher nicht.

Gesellschaftsanzug

Für festliche gesellschaftliche Anlässe wird der Gesellschaftsanzug getragen[1]. Er ist nur für Offiziere und Unteroffiziere zugelassen. Diese tragen ihn, wenn für zivile Gäste Frack oder Smoking vorgesehen ist.

Weibliche Soldaten tragen zum langen dunkelblauen Rock eine weiße Bluse (am rechten Kragen der Bundesadler) mit langem, über der Brust gekreuztem Halstuch und darüber ein dunkelblaues, kurzes Samtjackett. Als Abwandlung ist ein kurzes, weißes Seidenjackett in Verbindung mit einer blauen Bluse zulässig.

Männliche Soldaten tragen den Gesellschaftsanzug, Grundform bestehend aus Jackett mit Kettchenverschluss, Hose mit schwarzen Seidengalons und „Torerobund“ (Heer, Luftwaffe) oder schwarzem „Kummerbund“ (Heer, Luftwaffe, Marine) aus schwarzem (Heer) oder dunkelblauem (Luftwaffe, Marine) Tuch. Dazu werden ein weißes Smokinghemd (mit verdeckter Knopfleiste, ohne Stehkragen, Rüschen und Stickereien), ein schwarzer Querbinder und schwarze, glatte Halbschuhe oder Lackschuhe getragen. Als Abwandlung kann auch ein schwarzes Smokingjackett mit schwarzem Seidenschalkragen und mit schwarzem Seidenstoff überzogenen Schulterklappen (Heer, Luftwaffe) getragen werden. Die Dienstgradzeichen werden an den Schulterklappen in gestickter Form getragen. Das Jackett wird ohne Ärmelbänder, Kragenspiegel oder sonstige farbige Kennzeichnung getragen. Bei der Marine befinden sich die Dienstgradabzeichen auf den Ärmeln. Tätigkeits-, Leistungs- und Sonderabzeichen werden, wenn überhaupt, in der gestickten Version getragen. Orden und Ehrenzeichen in der Miniaturversion am Band.

Österreich

Bundesheer

Die entsprechende Uniform wird beim Bundesheer Ausgangsanzug genannt, welcher sich grundsätzlich in großen (mit Tellerkappe) und kleinen Ausgangsanzug (mit Barett) aufteilt. Frauen können den Ausgangsanzug mit Uniformhose oder Uniformschoß tragen. Bei besonders festlichen Anlässen (wie z. B. Bällen) wird die Gesellschaftsanzug genannte Uniformsorte mit einem weißen Uniformrock zu dunkelblauer Hose (Männer) bzw. weißem Uniformblouson und bodenlangem Kleid (Frauen). Zu unterscheiden ist der Ausgangsanzug von der Paradeuniform.

Polizei

Christoph Sumann in Repräsentationsuniform der Bundespolizei

Beim Wachkörper Bundespolizei bzw. den uniformierten Angehörigen der Sicherheitsbehörden besteht die Repräsentationsuniform genannte Anzugsart aus der blauen Uniformhose, dem blauen Uniformsakko (Männer) bzw. blauen Uniformblazer (Frauen), jeweils mit Stehkragen auf welchem sich die Distinktionen befinden. Frauen können alternativ auch einen knielangen Uniformrock tragen. Als Kopfbedeckung wird die blaue Tellerkappe getragen. Nur den Angehörigen des EKO Cobra ist das Tragen des weinroten Baretts zur Repräsentationsuniform gestattet. Während der kalten Jahreszeit wird üblicherweise ein langer Mantel über der Repräsentationsuniform getragen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ZDv 37/10 "Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr"

Weblinks


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