5-cm-PaK 38
5-cm-PaK 38


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 5-cm-PaK 38
Herstellerland: Deutsches Reich
Entwickler/Hersteller: Rheinmetall-Borsig
Entwicklungsjahr: 1937 bis 1939
Produktionszeit: 1939 bis 1944
Stückzahl: 9568
Waffenkategorie: Panzerabwehrkanone
Mannschaft: 5 Soldaten
Technische Daten
Gesamtlänge: 4,75 m
Rohrlänge: 2,975 m
Kaliber:

5 cm

Kaliberlänge: L/60
Kadenz: 15 Schuss/min
Höhenrichtbereich: –8° bis +27 °
Seitenrichtbereich: 65°
PaK 38 im Musée des Blindés in Saumur, Frankreich

Die 5-cm-Panzerabwehrkanone 38 (kurz PaK 38) war eine deutsche Standardpanzerabwehrkanone der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung und Produktion

Die 5-cm-PaK 38 wurde ab 1937 von Rheinmetall-Borsig entwickelt und ab April 1940 an die Truppe ausgeliefert. Sie war der Nachfolger der 3,7-cm-PaK 36 und wurde später durch die 7,5-cm-PaK 40 ergänzt. Insgesamt wurden etwa 9568 PaK 38 produziert. Der Herstellungspreis bei 1.800 Arbeitsstunden betrug 10.600 Reichsmark.

Beschreibung

Die 5-cm-PaK 38 hatte eine Spreizlafette mit zwei Rohrholmen und einen Schutzschild von zwei im Abstand von 25 mm zueinanderstehenden Panzerplatten von 4 mm Stärke. Als Zieloptik diente das ZF 3 × 8°. Die Lebensdauer eines Rohres betrug ungefähr 4000 bis 5000 Schuss.

Munition

5 cm PaK 38 Panzergranate 39 Panzergranate 40
(Hartkern)
Stielgranate 42 Sprenggranate
Gewicht 2,25 kg 0,85 kg 13,5 kg 1,96 kg
Mündungsgeschwindigkeit 823 m/s 1198 m/s 160 m/s 549 m/s
Durchschlag bei 30° Auftreffwinkel
aus 500 m Entfernung 59 mm 72 mm 180 mm
aus 1000 m Entfernung 48 mm 38 mm
Durchschlag bei 60° Auftreffwinkel
aus 0 m Entfernung 73 mm 143 mm
aus 250 m Entfernung 67 mm 109 mm
aus 500 m Entfernung 61 mm 86 mm 180 mm
aus 750 m Entfernung 56 mm 69 mm
aus 1000 m Entfernung 50 mm 55 mm
aus 1250 m Entfernung 45 mm 44 mm
aus 1500 m Entfernung 40 mm
Durchschlag bei 90° Auftreffwinkel
aus 0 m Entfernung 99 mm 165 mm
aus 250 m Entfernung 88 mm 141 mm
aus 500 m Entfernung 78 mm 120 mm 180 mm
aus 750 m Entfernung 69 mm 101 mm
aus 1000 m Entfernung 61 mm 84 mm
aus 1250 m Entfernung 53 mm 70 mm
aus 1500 m Entfernung 47 mm

Die Splitterwirkung der Sprenggranate reichte seitlich des Einschlags bis zu 13 Meter und vorwärts bis zu 8 Meter.[1]

Einsatz

PaK 38 in Frankreich 1943

Die 5-cm-PaK 38 wurde von der Wehrmacht gegen Ende 1940 eingeführt. Als die Deutschen sich im Jahre 1941 mit den starken russischen Panzern konfrontiert sahen, wurde sie verstärkt mit der Panzergranate 40 mit Wolframkern beliefert, um die T-34 und KV-1 bekämpfen zu können. Als 1943 die Vorräte an Wolfram knapp wurden, verlor sie ihre Effizienz als Panzerabwehrwaffe. Obwohl sie durch andere Panzerabwehrkanonen ersetzt werden sollte, blieb sie bis zum Ende des Krieges in Dienst.

Literatur

  • Gander, Terry & Chamberlain, Peter: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945, Motorbuch Verlag, 1. Auflage, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-613-02481-6

Weblinks

 Commons: 5-cm-PaK 38 – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Werner Haupt, Panzerabwehrgeschütze: 3,7-cm-, 5,0-cm-, 7,5-cm-, 8,8-cm-Pak ohne Selbstfahrlafetten ; 1934–1945, Podzun-Pallas Verlag, 1989, Seite 25, ISBN: 978-3-7909-0360-7

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