5. Bomber-Gruppe

Die 5. Bomber-Gruppe der Royal Air Force (Originalbezeichnung im Englischen (No.) 5 Group Royal Air Force) wurde zur bekanntesten Kampfbombergruppe der Royal Air Force (RAF) während des Zweiten Weltkriegs, nachdem sie bereits im Ersten Weltkrieg Einsätze flog.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die "5 Group" wurde am 1. September 1937 gegründet. Ihr Standort war der Luftwaffenstützpunkt Mildenhall (Suffolk), England. Das Hauptquartier wurde später nach St. Vincents bei Grantham, Lincolnshire, England verlegt. Im September 1939 wurde Air Commodore Arthur Harris Befehlshaber der 5. Gruppe, welche er 1942 wieder abgab, als er Oberbefehlshaber des RAF Bomber Commands wurde. Die Gruppe verfügte während des Krieges über weitere Flugbasen in Nordafrika mit Kampfeinsätzen gegen das deutsche Afrikakorps in Tunesien und in Italien. Im November 1943 verlegte man das Gruppen-Hauptquartier nach Morton Hall in der Nähe von Swinderby in Lincolnshire.

Die der 5. Bomber-Gruppe angehörenden Staffeln waren anfangs mit zweimotorigen Handley Page Hampden ausgerüstet, die 1941 von Avro Manchesters ersetzt wurden. Sie spezialisierte sich anfänglich vor allem auf das Auslegen von Seeminen, daneben auch auf Spezialeinsätze mit exakter Zielpeilung sowie auf Tagangriffe in niedriger Höhe. Im März und im April 1941 führte die Gruppe Tagesangriffe auf die Hafenstadt Brest in der Bretagne durch und attackierte die beiden Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau. In der Nacht vom 12. auf 13. Oktober 1941 wurde Bremen bombardiert. Ihre Treffsicherheit zeigte sich bei der erfolgreichen Sprengung der Dammanlagen des Dortmund-Ems-Kanales, bei der Versenkung des Schlachtschiffs Tirpitz und des Schweren Kreuzers Lützow und bei der Zerstörung der Industriestadt Ludwigshafen in der Rheinebene.

1942 wurde die Gruppe mit modernen Lancaster-Bombern ausgerüstet, die in ihrer ersten Operation Minen in der Bucht von Helgoland auslegten. Die Lancasters waren vor allem für Flächenbombardements ausgerüstet. Der erste Großangriff von Lancaster-Geschwadern auf deutsche Städte erfolgte im Mai 1942 in Köln (Operation Millennium). Gleichfalls wurde Genua und Mailand in Italien bombardiert. Im Ruhrgebiet wurden Kraftwerke außer Betrieb gesetzt. Bombenangriffe erfolgten auf militärische Ziele in Belgien und Frankreich. Im Juli 1944 wurden U-Boot-Bunker in Brest, Lorient und La Pallice angegriffen. Städte, die schwer beschädigt wurden, waren Wesel, Bielefeld und Danzig an der Ostsee, das östlichste Zielgebiet.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 griff die Royal Air Force die bis dahin weitgehend verschont gebliebene Stadt Dresden mit großen Bomberverbänden an. Der erste Angriff erfolgte durch 235 viermotorige Lancasters und neun zweimotorige Mosquitos der 5. Bomber-Gruppe in der Zeit von 22:03 Uhr bis 22:28 Uhr. Der Angriff bezweckte im wesentlichen die Inbrandsetzung der Dresdner Altstadt mit Feuerbrandbomben. Dies führte zu einen bisher einmaligen großflächigen Feuersturm. Dresden blieb im öffentlichen Gedenken das Symbol einer brutalen Bombardierung aus der Luft.

Am 28. März 1945 schlug der britische Premier Winston Churchill vor, den Luftkrieg gegen deutsche Städte einzustellen. Die Bombardements wurden nach wie vor als militärische Notwendigkeit gerechtfertigt.

Wichtige Einsätze der 5. Bomber-Gruppe

Das brennende Braunschweig in der Nacht des 15. Oktober 1944

Commodores

Befehlshaber waren …

1918 und 1919

1937 bis 1945


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