Rangersdorf
Rangersdorf
Wappen von Rangersdorf
Rangersdorf (Österreich)
Rangersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 84,27 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 12° 58′ O46.86357512.964766666667864Koordinaten: 46° 51′ 49″ N, 12° 57′ 53″ O
Höhe: 864 m ü. A.
Einwohner: 1.765 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 20,94 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9833
Vorwahl: 0 48 23
Gemeindekennziffer: 2 06 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 40
9833 Rangersdorf
Website: www.rangersdorf.eu
Politik
Bürgermeister: Franz Zlöbl (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
6 FPK, 5 ÖVP, 4 SPÖ
Lage der Gemeinde Rangersdorf im Bezirk Spittal an der Drau
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Über dieses Bild
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Die Ortsteile Witschdorf, Rangersdorf und Tresdorf von der Hatzalm aus gesehen
Die Ortsteile Witschdorf, Rangersdorf und Tresdorf von der Hatzalm aus gesehen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Rangersdorf ist eine Gemeinde mit 1765 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Rangersdorf liegt im mittleren Mölltal zwischen dem zur Goldberggruppe zählenden Zellinkopf (2.597 m) und der südlich gelegenen Kreuzeckgruppe mit den hier einmündenden Tälern (Gräben) des Lamnitzbaches und des Zleinitzbaches. Besiedelt sind vorwiegend die hochwassersicheren Terrassen im Mündungsbereich der großen Nebenbäche (Ortschaften Lamnitz und Lainach) und Verebnungen im nördlichen Hang des Mölltales (in aufsteigender Höhenlage: Rangersdorf, Tresdorf, Lobersberg).

Gemeindegliederung

Rangersdorf ist in die drei Katastralgemeinden Lainach, Rangersdorf und Tresdorf gegliedert, das Gemeindegebiet umfasst folgende 9 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Lainach (494)
  • Lamnitz (152)
  • Lobersberg (209)
  • Plappergassen (82)
  • Rangersdorf (363)
  • Tresdorf (240)
  • Wenneberg (59)
  • Witschdorf (197)
  • Zladisch (9)

Geschichte

Die „Villa Routkerasdorf“ wurde in einem Tauschvertrag des Freisinger Bischofs aus den Jahren zwischen 1006 und 1039 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von der Rangsburg ab. Es wurde allerdings nachgewiesen, dass sich bereits im 7. Jahrhundert slawische Stämme am Westhang der Goldberggruppe niedergelassen haben.

Im ausgehenden Mittelalter war Rangersdorf ein bekannter Gold-, Silber- und Kupferbergbauort. Das heutige Gemeindegebiet wurde fast sechs Jahrhunderte von der jeweiligen Herrschaft von Stall verwaltet. 1850 wurde die Gemeinde Rangersdorf gegründet, die seither lediglich 1964 kleinere Gebietskorrekturen gegenüber Stall erfahren hat.

Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Rangersdorf 1.805 Einwohner, davon besitzen 97 % die österreichische und 1 % die deutsche Staatsbürgerschaft.

Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 95,9 % der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen Kirche 1,4 %. Als konfessionslos bezeichnen sich 1,3 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das Marterle ist eine in 1861 m Seehöhe am Wengersberg gelegene Wallfahrtskapelle. Ihr Name rührt von einem Kreuz, das vor ihrem Bau an ihrer Stelle gestanden hat. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kapelle durch einen Neubau ab 1904, der zwei Jahre später mit der Weihe abgeschlossen wurde.
  • Die spätgotische Pfarrkirche von Rangersdorf besaß den ältesten Flügelaltar Kärntens (1425, heute im Diözesanmuseum Klagenfurt).
  • Die spätgotische, später barockisierte Filialkirche von Lainach besitzt einen Hochaltar von etwa 1670. Sie ist der heiligen Margareta geweiht.
  • In Lainach befindet sich die eisen-, schwefel- und radonhaltige Margarethenquelle.
  • Der wuchtige Wasserfall des Lamnitzbaches (Zlapp, Name slawischen Ursprungs) liegt in einer schwer zugänglichen Schlucht oberhalb von Lamnitz.

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben der traditionell dominierenden Landwirtschaft stellen heute der Tourismus auch einige Klein- und Mittelbetriebe des Maschinen- und Anlagenbaues, sowie des Baugewerbes, wichtige Wirtschaftsfaktoren dar.

Durch das Gemeindegebiet führt die Mölltal Straße (B 106), die Rangersdorf mit den Nachbargemeinden Winklern und Stall verbindet. Eine Bahnverbindung nach Rangersdorf gibt es nicht, die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Lienz bzw. Obervellach.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Rangersdorf hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Franz Zlöbl (ÖVP).

Wappen

Die Blasonierung des Wappens von Rangersdorf lautet: In Blau auf silbernem Dreiberg die silberne Kirche des Marterle, rechts oben von einer goldenen Blüte des Holunder-Knabenkrautes beseitet.[1]

Zentral ist die Westfassade der Wallfahrtskirche „Marterle“ dargestellt, im Schildfuß des Wappens wird mit einem Dreiberg die Gebirgslage der Gemeinde zum Ausdruck gebracht. Als heraldisches Beizeichen wurde eine heimische Orchideenart, das Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) im Volksmund auch als „Adam und Eva“ bezeichnet, ausgewählt. Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 23. Juli 1978 verliehen, die Fahne ist Blau-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 224

Weblinks



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