Ausstechförmchen
Schokoladenplätzchen
Weihnachtsplätzchen
Ausstechformen aus Polypropylen

Als Plätzchen (Diminutiv von mundartlich Platz, „flach geformter Kuchen“, möglich ist aber auch der Umweg über lateinisch placenta = Kuchen[1]) bezeichnet man allgemein zu den Feinbackwaren gehörendes süßes Kleingebäck wie Kekse, Konfekt und ähnliches. In Süddeutschland werden sie auch Platzerl, Brötle, Gutsle/Guatsle (übergreifend für Süßigkeiten), Läuble, und in der Schweiz Güezi, Guetsli oder Chrümli genannt. Plätzchen sind auch ein beliebtes Weihnachtsgebäck.

In Österreich werden Plätzchen in der Regel als Kekse bezeichnet.

Zu Weihnachten werden traditionell – vor allem in Familien – Plätzchen gebacken. Die Herstellung der verschiedenen Plätzchenarten unterscheidet sich neben den verwendeten Zutaten vor allem stark bei der Ausformung des Teiges:

Häufig werden Plätzchen nach einer wichtigen Zutat benannt: Anisplätzchen, Zimtsterne, Kokosmakronen. Zu den schweizerischen Weihnachtsguetzli zählen nebst Zimtsternen und Anisplätzchen (genannt Chräbeli) auch Mailänderli und Brunsli.

Geschichte

Die Plätzchenbäckerei entwickelte sich parallel zum Konsum von Kaffee, Tee und Kakao, in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert, v.a. beliebt bei den Damen der gehobenen Gesellschaft. Bei den Kaffeekränzchen wurden auch kleine Gebäckstücke gereicht. Außer Biskuitgebäck waren auch Formgebäcke (Springerle) beliebt. Alle Konditorei-Erzeugnisse, also auch die Plätzchen, waren bis weit in das 19. Jahrhundert hinein Luxus, denn Zucker und andere Zutaten wie Mandeln oder Kakao waren sehr teuer. Das änderte sich, als es gelang, billigen Zucker aus den heimischen Zuckerrüben zu gewinnen. Danach konnten Plätzchen auch in den einfachen Haushalten zu besonderen Anlässen gebacken werden.[2]

Einzelnachweise

  1. WDR: Wissen macht Ah!
  2. Infos des Conditorei-Museums Kitzingen

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