Austin Mini-Metro
Austin Metro
MG Metro

Der Mini Metro war die Bezeichnung eines PKW-Modells von Austin, MG oder Rover (je nach Baujahr bzw. Auslieferungsland).

Der Metro war eigentlich als Nachfolger des beliebten Mini geplant, jedoch wurde der Mini auch nach 1981 (dem Erscheinungsjahr des Metro) noch weitere 19 Jahre produziert, während der Metro 1990 nach einem Facelift in Deutschland als Rover 100 verkauft wurde. In England blieb der Name Metro noch bis 1994 erhalten.

Ganz wie sein „Vorgänger“ Mini, war auch der Metro fortschrittlich gezeichnet. Der Metro war das erste Fahrzeug, bei dem die hintere Rückbank in einen Einzel- oder einen Doppelsitz teilbar war. Teilbare Rücksitzbänke gab es zwar vorher auch schon, aber nicht mit der 1/3-2/3-Teilung, die inzwischen in jedem Fahrzeug mit umklappbarer Rückbank vorhanden ist.

Da der 1275-cm³-Motor erst wieder (in modifizierter Form) im Metro verbaut wurde, und der Mini „nur“ mit dem 998-cm³-Motor ausgeliefert wurde, sind viele Metros und Metro Turbos zu Organspendern degradiert worden und mittlerweile mit ihrer ursprünglichen Motorisierung nur noch sehr selten zu finden.

Das Fahrwerk war mit einer Hydragas-Verbundfederung ausgestattet, die eine Weiterentwicklung der Mini-Hydrolastic-Federung darstellte.

Auch den Metro gab es in einer Van-Ausführung. Dieser verfügte über eine normale Karosserie, bei der aber die hinteren Seitenscheiben (C-Fenster) fehlten.

Der Metro war größer als der Mini, und es gab ihn seit 1985 auch als 4- bzw. 5-Türer. Der Antrieb basierte auf der Technik des Mini, die jedoch einige Veränderungen erfahren hatte. Die Triebwerke umfassten 998 cm³ (33 kW) und 1.275 cm³ (46 kW) sowie 70 kW beim Metro Turbo.

Metro 6R4

Ein Exemplar des 6R4 im „Gaydon Motor Heritage Centre“

Der MG Metro 6R4 wurde 1984 für die kurzlebige Rallye Gruppe B entworfen und besaß einen 6-Zylinder-Mittelmotor und Vierradantrieb. Das Wettbewerbsfahrzeug hatte nur entfernte Ähnlichkeit mit dem normalen Metro, es verfügte über Allradantrieb und hatte nur zwei Sitze. Die Entwicklung wurde Williams Grand Prix Engineering übertragen.

Der Metro 6R4 wurde im Mai 1985 präsentiert. Er wurde von einem längs eingebauten 3-Liter-V6-DOHC-Motor mit vier Ventilen pro Zylinder angetrieben. Die Maschine unterschied sich von den meisten Wettbewerbern dadurch, dass sie nicht über einen Turbolader verfügte. Die Karosserie bestand aus Kunststoff, die Türen jedoch aus Stahlblech. Allerdings waren letztere mit Kunststoffverkleidungen versehen, die den Mittelmotor mit Luft versorgten. Show-Modelle haben heutzutage Aufkleber, die anzeigen, an welchen Stellen man das Fahrzeug sicher schieben kann, ohne die Karosserie zu beschädigen.

Der 6R4 erschien in zwei Versionen: Es ab ein sogenanntes Clubman-Modell, das ungefähr 184 kW entwickelte, und von dem ca. 200 Stück hergestellt wurden. Weitere 20 Exemplare wurden nach internationalen Vorschriften angefertigt, was den Einbau einer 279-kW-Maschine erforderte.

Als das Auto 1985 herauskam, kündigte Rover an, dass die notwendige Zahl von Exemplaren für die Homologation bis November des betreffenden Jahres hergestellt würden. Dies geschah in der größten MG-Rover-Fabrik in Longbridge. Ein Auto nahm an der Lombard RAC-Rallye im November 1985 teil und belegte einen respektablen dritten Platz hinter zwei Lancia Deltas.

Allerding setzten sich die Anfangserfolge nicht fort und obwohl die 6R4 1986 in den Rallyes in Monte Carlo, Schweden, Portugal und Korsika eingesetzt wurden, erreichen keiner der eingesetzten Wagen das Ziel. Die meisten Probleme verursachte das V6-Triebwerk, das an Kinderkrankheiten litt. Seit damals gab es viele Vorwürfe, dass der Motor nicht fertig entwickelt worden sei, bevor er in Wettbewerben eingesetzt wurde. Mitten in der Saison 1986 wurde die Gruppe B abgeschafft, nachdem bei einer Serie von Unfällen sowohl Fahrer wie auch Zuschauer getötet worden waren. Von da an konnten die 6R4-Modelle keine Erfolge mehr erringen, obwohl sie im weiteren Verlauf des Jahres noch eingesetzt wurden. Einige Exemplare gingen in private Hand über und wurden später als hervorragende Rallye- und Rallyecross-Autos gezeigt.

Austin Rover zog sich zum Ende der Saison aus der Rallye-Szene zurück, 1987 wurden alle Teile und Motoren an Tom Walkinshaw Racing verkauft, woraufhin die V6-Maschine unter der Motorhaube des Jaguar XJ220 wieder Verwendung fand, diesmal mit einem Turbolader ergänzt.

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