Australasiatisches Mittelmeer
Australasiatische Mittelmeer mit integrierten oder den Indik oder Pazifik abgrenzenden Inselketten und Inseln sowie den integrierten Nebenmeeren beider Ozeane

Das Australasiatische Mittelmeer, das bis 7.440 m tief ist und 9,08 Mio. km² Fläche bedeckt, ist ein westliches Mittelmeer des Pazifischen Ozeans.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Australasiatische Mittelmeer, das zu den Interkontinentalen Mittelmeeren gehört, liegt im australasischen Raum zwischen Südostasien und Australien.

Im Unterschied zum Amerikanischen Mittelmeer – vor allem aber zum Europäischen Mittelmeer ist das Australasiatische Mittelmeer am wenigsten durch Festländer vom Weltmeer abgetrennt. Während es durch die Malaiische Halbinsel und die engmaschigen Sundainseln gut vom Indik abgetrennt ist, sind die Inselgruppen und -ketten, die das Mittelmeer vom Pazifik abtrennen, wesentlich weitmaschiger.

Es besteht unter anderen aus der Arafurasee, zu welcher der Golf von Carpentaria gehört, der Bandasee, der Celebessee, der Javasee, der Molukkensee, der Seramsee, dem Südchinesischen Meer, zu dem der Golf von Thailand und der Golf von Tonkin gehören, der Sulusee und der Timorsee, zu dem der Joseph-Bonaparte-Golf gehört; Arafura- und Timorsee, der zuletzt genannte Golf und der zuvor erwähnte Golf von Carpentaria sind die südlichsten Bereiche des Australasiatischen Mittelmeeres.

Das Australasiatische Mittelmeer grenzt an oder enthält diese Staaten: Brunei, China, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Philippinen, Thailand und Vietnam; dies sind alles Länder die an das Südchinesische Meer (ein im Australasiatischen Mittelmeer integriertes Nebenmeer des Pazifiks) und dessen Randmeere stoßen. Außerdem grenzt es an das nördliche Australien und an den äußersten Südwesten von Papua-Neuguinea. Des Weiteren liegt Singapur innerhalb dieses Mittelmeeres.

Zu diesem großflächigen Mittelmeer, das zu den ozeanischen Nebenmeeren gezählt wird, gehören neben den zahlreichen großen und kleinen Inseln und Inselgruppen/-ketten sowie Eilanden des Indonesischen Archipels (z. B. Große Sunda-Inseln, Kleine Sunda-Inseln, Molukken und Philippinen-Inseln) auch Groote Eylandt, die Melville-Insel und Taiwan.

Zwischen diesen Inseln, Inselgruppen und -ketten ist das Australasiatische Mittelmeer unter anderen über die Lombok- und Malakkastraße bzw. über die Straße von Singapur mit dem Indik verbunden. Durch die Luzonstraße und Taiwanstraße und andere Meeresstraßen bestehen Verbindungen zum Pazifik.

Daten

Das Australasiatische Mittelmeer bedeckt mit seinen zahlreichen Teilmeeren 9,08 Mio. km² Fläche. Seine tiefste Stelle liegt 7.440 m unter NN (hierzu und für weitere Daten siehe nachfolgend unter Meeresboden).

Meeresboden

Innerhalb des Australasiatischen Mittelmeeres bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und ein Meerestief:

Zu den Tiefseebecken gehört das bis 3.680 m tiefe Arubecken, das in der Arafurasee liegt, das bis 4.972 m tiefe Bacanbecken, das den Südostteil der Molukkensee darstellt, das bis 5.801 m tiefe Bandabecken, das in der Bandasee liegt, das bis 5.318 m tiefe Burubecken in der Seramsee, das bis 6.218 m tiefe Celebesbecken in der Celebessee, das bis 6.961 m tiefe Floresbecken in der Floressee, das bis 3.497 m tiefe Sawubecken in der Sawusee, das bis 5.559 m tiefe Südchinesische Becken im Südchinesischen Meer und das bis 7.022 m tiefe Sulubecken in der Sulusee. Das Meerestief ist die 7.440 m tiefe Webertief, welche im äußersten Osten der Bandasee liegt und die tiefste Stelle im Australasiatischen Mittelmeer darstellt.

Nebenmeere, Golfe und Meeresstraßen

Neben- bzw. Teilmeere, Golfe und/oder große Meeresstraßen des Australasiatischen Mittelmeeres sind:

Inselgruppen und Inseln

Die größten Inselgruppen, Inseln und Halbinseln im Australasiatischen Mittelmeer sind:

Staaten und abhängige Gebiete

Das Australasiatische Mittelmeer abgrenzende oder darin liegende Staaten und von anderen Staaten abhängige Gebiete sind:

Siehe auch

Nebenmeer (= Oberbegriff für):


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