Autobahn Verbindungsspange Rothneusiedl

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Autobahn A24 in Österreich
Autobahn Verbindungsspange Rothneusiedl
Karte
Verlauf der A 24
       In Planung
Basisdaten
Betreiber: ASFINAG
Gesamtlänge: 2,75 km
  davon in Planung: 2,75 km

Bundesland:

Wien

Die Autobahn Verbindungsspange Rothneusiedl A24 war eine geplante Autobahn in Österreich. Sie sollte in Wien eine Verbindung zwischen der Wiener Südosttangente (A23) im Bereich der Hanssonkurve und der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) im Bereich Rothneusiedl herstellen. Mit kolportierten Kosten von über 100 Millionen Euro pro Kilometer war die A24 das kostenintensivste österreichische Autobahnprojekt. Im Mai 2011 wurde das Projekt aus dem Bundesstraßengesetz gestrichen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Planungsstand

Vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wurde auf Initiative der Stadt Wien eine strategische Prüfung - Verkehr (SP-V) über die vorgeschlagene Netzveränderung (die geplante Autobahn) durchgeführt. Im Umweltbericht zur strategischen Prüfung - Verkehr wurden von der Stadt Wien die mögliche Korridorvariante untersucht. Sie führte entlang der Pottendorfer Linie, war 2,75 km lang und hätte 391,3 Millionen Euro gekostet. Durch die A24 erhoffte man sich unter anderem eine Bypasswirkung für den Knoten Inzersdorf (A2A21S1B17), eine geringere Berührung von Schutzgebieten und Möglichkeiten für den Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

Geschichte und Nutzen

In den frühen Plänen des hochrangigen Verkehrsnetzes in und um Wien wurde ein Autobahnring um Wien mit einigen Radial- und Diagonalstraßen geplant. Große Teile dieser Planungen wurden nie umgesetzt. Vor allem die Verlängerung der Wiener Außenring Autobahn A21 bis zur Ost Autobahn A4 und die Führung der Südost Autobahn A3 bis zur Wiener Südosttangente A23 wurde nicht gebaut. Ein Grund dafür war der geringe Verkehr vom und in den ehemaligen Ostblock. Mit der Ostöffnung hat sich diese Situation aber erheblich verändert, und Anstelle einer Verlängerung der A21 wurde die Wiener Außenring Schnellstraße S1 gebaut. Diese Schnellstraße stellt zusätzlich zur Umfahrung von Wien auch eine Verteilerfunktion für den südlichen Teil Wiens dar. Es wird davon ausgegangen, dass es zusätzlich Verkehr über die Laxenburger Straße, die Himberger Straße und die Simmeringer Hauptstraße von und nach Wien gibt. Zusätzlichen Verkehr wird auch die vorhergesagte positive wirtschaftliche Entwicklung des Gebietes entlang der S1 mit sich bringen. Deshalb wollte die Stadt Wien eine hochrangige Verbindung S1–A23 schaffen und so den Verkehr bündeln. Somit sollte die Autobahn Verbindungsspange Rothneusiedl eine Alternative zur verworfenen Planung der inneren A3 darstellen.

In der 142. Sitzung des Nationalrates am 29. März 2006 wurde die A24 in das Bundesstraßengesetz aufgenommen. Am 21. April 2006 erteilte auch der Bundesrat die Zustimmung zur Aufnahme der Autobahn in das Bundesstraßengesetz.

Im Jahr 2007 wurde das Projekt A24 auf unbestimmte Zeit verschoben. Der damalige österreichische Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Werner Faymann, meinte bei der Präsentation des Investitionsprogrammes Schiene und Straße am 26. März 2007 zum Stichwort A24/Hanssonspange: „Hier waren 450 Millionen Euro für wenige Kilometer geplant. Dieses Projekt muss man zurückstellen und neu planen.“

Am 24. Mai 2011 wurde die Autobahn Verbindungsspange Rothneusiedl A24 vom Ministerrat aus dem Bundesstraßengesetz gestrichen.

Einzelnachweise

  1. Weniger Autobahnen werden billiger

Weblinks


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