Autostrada A4 (Polen)

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Autostrada A4 in Polen
Autostrada A4 (Polen)
Autostrada A4 (Polen)
Autostrada A4 (Polen)
Autostrada A4 (Polen)
Karte
Autostrada A4 (Polen)
Basisdaten
Betreiber: Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad
weiterer Betreiber: Stalexport Autostrada Małopolska S.A.
Gesamtlänge: 670 km
  davon in Betrieb: 443 km
  davon in Bau: 227 km

Woiwodschaft:

A4 bei Zabrze
A4 bei Zabrze

Die Autostrada A4 ist eine zum größten Teil fertiggestellte bzw. im Bau befindliche Autobahn in Polen. Sie führt entlang der Droga krajowa 4 von West nach Ost. Die mit 670 km längste Autobahn Polens beginnt an der deutsch-polnischen Grenze bei Ludwigsdorf bzw. Jędrzychowice, wo sie an die Bundesautobahn 4 anschließt. Die A4 führt über Legnica, Breslau sowie Opole und Katowice nach Krakau. Im Osten führt sie über Tarnów und Rzeszów zur ukrainischen Grenze bei Korczowa bzw. Krakowitz, an der sie in die M10 übergehen wird.

Im Autobahndreieck Krzyżowa mündet die aus Berlin kommende Autostrada A18 ein. Im Wrocław-Południe kreuzt die A4 die Autostrada A8 und im Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica die Autostrada A1.

Die Autobahn ist Teil der Europastraße E40 und zugleich Teil des paneuropäischen Verkehrskorridors III auf der gesamten Strecke. Zwischen dem Autobahndreieck Balice I und dem Autobahnkreuz Krakau-Zakopiański ist die A4 Teil der E77. Die E462 verläuft zwischen dem Autobahnkreuz Mysłowice-Brzęczkowice und dem Autobahndreieck Balice I auf der Trasse der A4.

Inhaltsverzeichnis

Planungsgeschichte

Der Abschnitt der jetzigen A4 vom neuen Autobahndreieck Krzyżowa bis zur Anschlussstelle Owczary war bereits ab Mitte der 1930er Jahre als Teil der geplanten Reichsautobahn BerlinBeuthen (Verlängerung der heutigen deutschen A 15) im damals deutschen Schlesien angelegt worden. Der erste Teilabschnitt wurde im September 1936 eröffnet.[2] Zwischen den heutigen Anschlussstellen Bielany Wrocławskie (damals Anschlussstelle Breslau) und Owczary war die Autobahn jedoch nur einbahnig gebaut. Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Nogowczyce/Nogowschütz (damals Anschlussstelle Wangschütz) und der heutigen Anschlussstelle Kleszczów/Gliwice-West (damals nicht vorhanden, da die alte Reichsautobahn ab dieser Stelle entlang der heutigen Nationalstraße 88 nach Zabrze weiterführte, die heutige A4 aber weiter südlich verläuft) geht ebenfalls auf einen einbahnig fertiggestellten Abschnitt dieser Reichsautobahn zurück.

In den polnischen Netzplänen von 1939 ist schon eine Straßenverbindung zwischen Krakau und der damals ebenfalls polnischen Stadt Lemberg geplant.[3] In den ersten Nachkriegsplänen von 1945 und 1946 ist nur eine Verbindung von der deutschen Grenze bis nach Krakau vorgesehen.[4] [5] Im Netzplan von 1963 ist die Strecke zum ersten Mal von der deutschen bis zur ukrainischen Grenze durchgehend geplant.[6] 1971 ist die Strecke in ihrer heutigen Form zu sehen.[7] Seitdem ist die A4 so in den Netzplänen enthalten, im Netzplan von 1985 wird sie auch als solche bezeichnet.[8][9][10][11][12][13][14]

Der Abschnitt KrzyżowaKrzywa war bis 2001 Teil der ehemaligen Autobahn A12 und gehörte anschließend bis zur endgültigen Fertigstellung des A4-Abschnitts Zgorzelec–Krzyżowa (Görlitz–Lichtenwaldau) im August 2009 zur A18.

Fertiggestellte Abschnitte

Abschnitt Länge Baujahre Kosten Verkehrsübergabe
Jędrzychowice (DE/PL) – AS Zgorzelec[15] 1,7 km 1992 – 1996 - -
AS ZgorzelecAD Krzyżowa 51,4 km 2007 – 2009 953 Mio. Złoty 14. August 2009[16]
AD KrzyżowaKattowitzKattowitz – AS Wieliczka 366 km 1996 – 2006 - -
AS Wieliczka – AS Szarów 19,9 km 2007 – 2009 839 Mio. Złoty 28. Oktober 2009[17]
Summe 439 km 1,79 Mrd. Złoty

Im Bau befindliche Abschnitte

Abschnitt Länge Verträge
unterschrieben am
Bauzeit geplante
Fertigstellung
Kosten
AS Szarów – AS Brzesko[15][18] 23,1 km 22. Dezember 2009 2010 – 2012 Februar 2012 778 Mio. Złoty
AS Brzesko – AS Tarnów-Wierzchosławice 20,8 km alter Vertrag: 5. Feb. 2010
Vertragsbruch: 23. Feb. 2011
neuer Vertrag: 27. Sept. 2011
2010 – 2012 Dezember 2012 642 Mio. Złoty
AS Tarnów-Wierzchosławice – AS Tarnów-Krzyż 12,9 km 4. Januar 2010 2010 – 2012 Februar 2012 542 Mio. Złoty
AS Tarnów-Krzyż – AS Dębica Pustynia 34,6 km 7. Juli 2010 2010 – 2012 August 2012 1,7 Mrd. Złoty
AS Dębica Pustynia – AD Rzeszów-Zachód 32,7 km 10. Mai 2010 2010 – 2012 Juni 2012 1,7 Mrd. Złoty
AD Rzeszów-Zachód – AS Rzeszów-Centralny 4 km 22. April 2010 2010 – 2011 März 2012 234 Mio. Złoty
AS Rzeszów-Centralny – AD Rzeszów-Wschód 6,9 km 26. Februar 2010 2010 – 2011 März 2012 439 Mio. Złoty
AD Rzeszów-Wschód – AS Jarosław 40,7 km 23. September 2010 2010 – 2012 Juli 2012 2,2 Mrd. Złoty
AS Jarosław – AS Radymno 25 km 29. Oktober 2009 2009 – 2012 April 2012 970 Mio. Złoty
AS Radymno – Korczowa (PL/UA) 22 km 4. November 2009 2009 – 2012 April 2012 818 Mio. Złoty
Summe 223 km 10 Mrd. Złoty

Besonderheiten

Auf der Teilstrecke Krzyżowa–Bielany Wrocławskie verfügt die A4 über keinen Standstreifen, sondern nur alle 500 Meter über kurze Nothaltebuchten. Daher ist die Höchstgeschwindigkeit in diesem Abschnitt auf 110 km/h begrenzt. Sämtliche Brücken weisen dort allerdings bereits einen Querschnitt mit Standstreifen auf. Bei der Modernisierung dieser Teilstrecke von 2014 bis 2015 sollen die Standstreifen dazugebaut, ein Notfall-Kommunikationssystem eingerichtet sowie einige Rastanlagen gebaut werden. Der ganze Abschnitt soll beim Umbau auf Mauterhebung vorbereitet werden (Umbau von Ausfahrten nach französischem Vorbild, sodass die Ein- und Ausfahrten beider Fahrtrichtungen in einem gemeinsamen Anschluss an das Fernstraßennetz angebunden sind).[19]

Das Teilstück zwischen Kattowitz und Krakau wurde durch das Konsortium Stalexport Autostrada Małopolska S.A. errichtet und wird durch dieses betrieben und ist aus diesem Grund mautpflichtig.
Derzeit wird der Abschnitt zwischen Breslau und Gliwice auf Mauterhebung vorbereitet. Es werden dazu zwei Mautstellen errichtet. Die Bauarbeiten sollen bis September 2011 andauern.[18] Ab dem 1. Januar 2012 soll der Abschnitt mautpflichtig werden. Die Kosten sollen ungefähr 30 Złoty betragen.[20]

Zwischen dem Kreuz Balice I und dem Kreuz Krakau-Bieżanów verlaufen die A4 und die S7 auf einer gemeinsamen Trasse.

Wegen der Fußball-Europameisterschaft 2012 soll die Strecke von Tarnów bis Korczowa an der Ostgrenze Polens voraussichtlich schon im Jahr 2012 fertiggestellt werden.

Bilder

Schrift aus der Zeit des Zuges der Roten Armee nach Berlin auf einem Brückenpfeiler: Водрузим над Берлином знамя победы (Wir werden die Fahne des Sieges über Berlin hissen.)

Verweise

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. Verlauf der A4 bei motorways-exitlists.com (abgerufen 5. Juni 2011)
  2. Autobahn-online.de/Altfreigaben, Autobahn-online.de Ausserdeutsche Strecken
  3. Netzplan (PL) 1939 (Nowe Drogi)
  4. Netzplan (PL) 1945
  5. Netzplan (PL) 1946
  6. Netzplan (PL) 1963
  7. Netzplan (PL) 1971
  8. Netzplan (PL) 1976
  9. Netzplan (PL) 1985
  10. Netzplan (PL) 1993
  11. Netzplan (PL) 1996
  12. Netzplan (PL) 2001
  13. Netzplan (PL) 2003
  14. Netzplan (PL) 2004
  15. a b Übersichtskarte der A4 (GDDKIA, abgerufen 5. Dezember 2010)
  16. Eröffnung des Abschnittes Zgorzelec-Krzyzowa (polnisch)
  17. Eröffnung des Abschnittes Wieliczka-Szarow (polnisch)
  18. a b Übersicht der GDDKiA zur Vorbereitung der Autobahnen- und Schnellstraßenabschnitte (Stand: 2. November 2010)
  19. Wrocław: Autostradą A4 będziemy jeździć dalej za darmo (nbi.com.pl) (polnisch)
  20. Aż 30 złotych za przejazd autostradą Wrocław-Gliwice (polnisch)

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