Autrum

Hansjochem Autrum (* 6. Februar 1907 in Bromberg; † 23. August 2003 in München) war ein deutscher Zoologe.

Nach Abschluss seines Studiums wurde Autrum Assistent am Zoologischen Institut der Universität Berlin, 1939 Dozent und wechselte gleichzeitig in die Chefabteilung des Luftfahrtmedizinischen Forschungsinstituts des Reichsluftfahrtministers Göring.

1948 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität Göttingen, 1952 Ordinarius der Universität Würzburg, ehe er 1958 den Lehrstuhl von K.v.Frisch übernahm und das Zoologische Institut der Universität München bis zu seiner Emeritierung führte. Im gleichen Jahr wurde er zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Ab ca. 1965 war Autrum Vorsitzender der der Hochschul-Planungskommission in Bayern und initiiere in dieser Funktion u.a. die Gründung der Universitäten in Regensburg und Bayreuth.

Zu seinen vielfältigen Forschungsgebieten gehörten Arbeiten über die Physiologie des Farbensehens bei Insekten und Wirbeltieren sowie Arbeiten über sozial bedingten Stress bei Säugetieren.

Aus der großen Schar seiner Schüler besetzten viele seit Ende der 1960er-Jahre die freiwerdenden und neu geschaffenen Lehrstühle für Zoologie an diversen deutschen Universitäten. Hierzu gehören Helmut Altner in Regensburg und Dietrich von Holst in Bayreuth.

Er liebte Musik und spielte selbst Klarinette.

Literatur

  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt, 2003, S.21, ISBN 3-10-039309-0

Weblinks


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