Avelino Coelho da Silva

Avelino Maria Coelho da Silva (auch Shalar Kosi; * 1963 in Laclubar, Portugiesisch-Timor) ist der Generalsekretär und Sprecher der Partido Socialista de Timor PST, einer marxistisch-leninistischen Partei Osttimors. Seit 2007 ist Coelho Staatssekretär für Energie in der Regierung von Xanana Gusmão, obwohl die PST bei den Parlamentswahlen am 30. Juni 2007 an der Drei-Prozenthürde gescheitert war.

Coelho studierte Recht und Internationale Beziehungen in Indonesien, wo er in Kontakt mit der Unabhängigkeitsbewegung Osttimors kam.

Als Jugendlicher war Coelho Mitglied der Widerstandsbewegung FALINTIL und kämpfte in den Bergen gegen die indonesischen Besatzer. Nachdem ihm politisches Asyl in der Botschaft des Vatikans in Jakarta verweigert worden wurde, begann Coelho 1988 ein Studium auf Bali. Gleichzeitig arbeitete er im Untergrund weiter für den Widerstand. 1990 gründete Coelho die Associação Socialista Timorense AST, die sich sowohl an timoresische Studenten, als auch an indonesische Arbeiter wenden sollte. Es bestanden bereits damals Verbindungen zu indonesischen Organisationen. 1997 wurden Mitglieder der AST eines Bombenanschlages beschuldigt. Coelho floh daraufhin in die österreichische Botschaft in Jakarta, wo er Asyl fand. Ausreisen durfte er aber nicht. Erst im April 1999 konnte Coelho die Botschaft wieder verlassen, nachdem der indonesische Präsident Suharto gestürzt worden war. Ende 1999 wurde Coelho als einer von sieben Timoresen zum Rechtsberater des Beirats für die Vereinten Nationen berufen.

Bereits 1998 wurde die AST in die PST umgewandelt und trat bei den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung Osttimors 2001 an, bei der sie mit 1,78 % einen Sitz gewann, den Pedro Mártires da Costa einnahm.

Coelho hat sein Jurastudium an der Universität von Jagakarsa in Jakarta erfolgreich beendet.Er ist Direktor der Unternehmensberatung Instituto Maubere ba Koperasi no'o Igualade IMKI (Maubere Institut für Kooperation und Gleichheit), zu der Geschäftsleute und Anwälte gehören. IMKI bietet Unterstützung bei Verhandlungen, technische Zeichnungen und Rechtshilfe an. Coelho gilt als der Architekt der Politik der PST. Bei den Präsidentschaftswahlen 2007 trat er als Kandidat an und schied bereits nach der ersten Runde am 9. April mit nur 2,06 % der Stimmen aus. Bei den Parlamentswahlen am 30. Juni 2007 hatte Coelho Platz Eins der Parteiliste inne, die PST scheiterte aber an der neuen Drei-Prozent-Hürde. Trotzdem wurde Coelho von Premierminister Gusmão zum Staatssekretär für Energie ernannt.

Quelle


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