Avigliano
Avigliano
Kein Wappen vorhanden.
Avigliano (Italien)
Avigliano
Staat: Italien
Region: Basilikata
Provinz: Potenza (PZ)
Koordinaten: 40° 44′ N, 15° 43′ O40.73333333333315.716666666667827Koordinaten: 40° 44′ 0″ N, 15° 43′ 0″ O
Höhe: 827 m s.l.m.
Fläche: 84 km²
Einwohner: 11.948 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einw./km²
Postleitzahl: 85021
Vorwahl: 0971
ISTAT-Nummer: 076007
Demonym: Aviglianesi
Schutzpatron: San Vito
Website: Avigliano

Avigliano ist eine Gemeinde in der Provinz Potenza in der italienischen Region Basilikata.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Daten

Avigliano liegt 18 km nordwestlich von Potenza. Hier wohnen 11.948 Einwohner (Stand am 31. Dezember 2010).

Die Nachbargemeinden sind: Atella, Bella, Filiano, Forenza, Pietragalla, Potenza und Ruoti.

Avigliano liegt an der Bahnstrecke Potenza – Melfi. Die Fahrzeit beträgt nach Potenza etwa 20 bis 25 Minuten je nach Zug. Einen direkten Autobahnanschluss hat Avigliano nicht.

Geschichte

Der Ort wird erstmals 181 v. Chr. in Zusammenhang mit dem Villia-Gesetz erwähnt. Die Familie Villia hatte sich auf dem Gebiet Avigliano niedergelassen.

Sehenswürdigkeiten

Drei Kirchen sind besonders erwähnenswert. Im Ortsteil Castel Lagopesole steht die gleichnamige Burg auf einem Hügel zwischen den Flüssen Bradano und Ofanto.

Kirche Santa Maria del Carmine

Kirche S. Maria degli Angeli

Die Kirche wird auch Mutterkirche genannt. Ursprünglich stammt die Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Im Laufe der Jahre wurde diese aber mehrmals erweitert und umgebaut. So hat es Restaurierungen in den Jahren 1583, 1614 1661 und 1811 gegeben. Seit dem 4. Mai 1758 ist San Vito neben der Maria Schutzpatron der Kirche und Patron von Avigliano.

Die Kirche hat drei Schiffe und eine Apsis in der Form eines lateinischen Kreuzes. Unter der Kuppel geht eine Treppe bis zum Presbyterium. Hier stehen elf Altäre aus dem 19. Jahrhundert. Wertvolle Gemälde befinden sich in der Sakristei und im Pfarrbüro.

Kirche und das Kloster S. Maria degli Angeli

Die Kirche wird auch die reformierte Kirche genannt. Erbaut wurde die Kirche im 17. Jahrhundert. Im Inneren besteht das Mittelschiff aus einem Tonnengewölbe und einem Seitenschiff mit Kreuzgewölben. Die Säulengänge und die Gewölbe sind mit Stuck verziert. Des Weiteren befinden sich mehrere Barockaltäre in der Kirche sowie einige Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert.

Wallfahrtskirche der Madonna del Carmine

Die Kirche liegt auf dem gleichnamigen Berg nördlich von Avigliano. Zu erreichen ist die Kirche über eine neun Kilometer lange Straße. Am 15. und 16. Juli jeden Jahres wird hier ein religiöses Fest gefeiert.

Castel Lagopesole

Panorama von Castel Lagopesole

Der Vorgängerbau des Castel Lagopesole stammte aus dem 8. Jahrhundert und wurde im 12. Jahrhundert niedergebrannt. Die Burg wurde unter den Hohenstaufen wieder aufgebaut. Der große rechteckige Baukörper weist zwei Innenhöfe auf, einen größeren (nördlichen), und einen kleineren, ungefähr quadratischen (südlichen). Im kleinen Innenhof steht ein von Buckelquadern verkleideter Bergfried mit bemerkenswerter Bauplastik, die an die Hohenstaufen-Burgen im Elsaß und der Pfalz erinnert. Im Castel ist seit dem Jahr 2000 ein Museum und das Istituto Internazionale di Studi Federiciani (IISF, Forschungsinstitut zur Geschichte der staufischen Kultur unter Friedrich II.) des Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNRS, Nationaler Forschungsrat Italiens) untergebracht.[2]

Personen aus Avigliano

  • Emanuele Gianturco, Politiker, (geboren 1857 in Avigliano, gestorben 1907 in Neapel)

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. http://www.fi.cnr.it/r&f/n19/eventi4.htm

Quellen

Die Reisewege Kaiser Friedrichs II. in der Provinz Potenza, Veröffentlichung der Region Basilikata / Associazione per il Turismo / Verkehrsverein der Basilikata

Weblinks

 Commons: Avigliano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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