Awaji-shima
Awaji-shima
Lage der Insel Awaji-shima
Lage der Insel Awaji-shima
Gewässer Seto-Inlandsee
Geographische Lage 34° 22′ 39,21″ N, 134° 50′ 16,42″ O34.377558333333134.83789444444606Koordinaten: 34° 22′ 39,21″ N, 134° 50′ 16,42″ O
Awaji-shima (Japan)
Awaji-shima
Fläche 592 km²
Höchste Erhebung 606 m
Hauptort Sumoto

Awaji-shima (jap. 淡路島) ist eine 592 km² große Insel zwischen der Harima-See im Westen, der Bucht von Ōsaka im Osten und der Kii-Straße im Süden. Sie gehört zur Präfektur Hyōgo und ist die größte Insel der Seto-Inlandsee.

Im Norden ist sie über die Akashi-Kaikyō-Brücke mit der japanischen Hauptinsel Honshū, im Süden über die Naruto-Brücke mit der Insel Shikoku verbunden.

Inhaltsverzeichnis

Topografie und Klima

Awaji-shima ist nahezu durchgehend hügelig mit Erhebungen bis 606 m Höhe.

Das Klima der Insel ist, wie im ganzen Gebiet um die Seto-Inlandsee, relativ mild.

Verwaltungsgliederung

Die Insel gliedert sich in die Stadtkreise Awaji, Sumoto und Minamiawaji. Die größte Stadt der Insel ist Sumoto.

Geschichte

Vor der Gründung der Präfektur Hyōgo bildete die Insel vom 7. bis ins 19. Jahrhundert die Provinz Awaji. Awaji bedeutet Weg zur Provinz Awa, da sich Awaji-shima zwischen der Hauptinsel Honshu und der früheren Provinz Awa, der heutigen Präfektur Tokushima befindet. In der Edo-Zeit regierten ab 1615 die Daimyō von Tokushima, die Hachisuka-Familie, auch Awaji.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Awaji-shimas ist stark landwirtschaftlich geprägt. Neben Viehzucht sind Zwiebeln ein typisches Produkt. Neben der Straßenanbindung an Honshū und einer nationalen Gartenschau wurden umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt, die die Attraktivität der Insel stark gefördert haben.

Verkehr

Auf Awaji-shima gibt es keine Eisenbahn; die Insel lag bis zur Eröffnung der Akashi-Kaikyō-Brücke 1998 infrastrukturell im Schatten der nahegelegenen Agglomerationen auf Honshū und Shikoku. Durch die Autobahnverbindung Honshū-Awaji-Naruto sowie umfangreiche Straßenaus- und neubauten ist die Insel jetzt für den Autoverkehr gut erschlossen und dient als direkte Verbindung zwischen dem Ostteil Shikokus und dem Ballungsgebiet Kōbe-Osaka-Kyōto. Wurde die Naruto-Brücke im Süden noch für Straße und Schiene konzipiert, hat die rein auf Straßenverbindung ausgelegte Akashi-Brücke die Beschränkung auf Individual-, Bus- und Lkw-Verkehr gewissermaßen zementiert. Über die Straße von Akashi verkehren nach wie vor auch Personen- und Auto-Fähren, Schiffsverbindungen gibt es auch von Sumoto nach Kōbe und zum Flughafen Kansai. Shikoku ist von Awaji-shima aus nur über die Brücke mit dem Auto oder dem Bus erreichbar.

Sonstiges

Der Norden der Insel hat im Hanshin-Erdbeben 1995 neben Kōbe den größten Schaden erlitten. Auf der durch Hokutan-chō verlaufenden Verwerfung des Noshima-Grabens wurde ein anschauliches Erdbeben-Museum eingerichtet.

Zwischen Awaji-shima und Shikoku befindet sich der Naruto-Strudel, ein beliebtes Touristenziel. Berühmt ist auf Awaji-shima auch das Puppenspiel Ningyō Jōruri.

Der berühmte japanische Architekt Tadao Ando hat auf Awaji-shima den Wassertempel Hompukuji errichtet.

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