Rostock
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rostock
Rostock
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rostock hervorgehoben
54.08333333333312.13333333333313
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Höhe: 13 m ü. NN
Fläche: 181,44 km²
Einwohner:

202.735 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 1117 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 18001–18181
Vorwahlen: 0381, 038206
Kfz-Kennzeichen: HRO
Gemeindeschlüssel: 13 0 03 000
Stadtgliederung: 21 Stadtbereiche
Adresse der
Stadtverwaltung:
18050 Rostock
(Sitz: Neuer Markt 1)
Webpräsenz: rathaus.rostock.de
Oberbürgermeister: Roland Methling (parteilos)
Lage von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern
Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Müritz Stettiner Haff Ostsee Schwerin Hansestadt Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-ParchimKarte
Über dieses Bild
Verwaltungsgliederung
Hansestadt Rostock

Rostock ([ʁɔstɔk]) ist eine norddeutsche Hansestadt an der Ostsee. Die kreisfreie Stadt erhielt im Jahr 1218 das Lübische Stadtrecht.

Rostock zieht sich etwa 20 Kilometer am Lauf der Warnow bis zur Ostsee entlang. Der größte bebaute Teil Rostocks befindet sich auf der westlichen Seite der Warnow. Der östliche Teil der Stadt wird durch Gewerbestandorte und das Waldgebiet der Rostocker Heide geprägt.

Rostock hat heute etwa 203.000 Einwohner und ist nach Einwohnerzahl und Fläche die größte Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Rostock hat einen für Passagierverkehr und Güterumschlag wichtigen Ostseehafen und einen der größten Kreuzfahrthäfen Deutschlands. Kulturell wie wirtschaftlich gilt es als die wichtigste Stadt im Land. Geprägt ist es durch die Lage am Meer, den Hafen, die Hanse und deren Backsteingotik sowie die Universität Rostock, die 1419 gegründet wurde.

Rostock liegt im Landesteil Mecklenburg und gehörte bis 1918 zum Großherzogtum, dann zum Freistaat Mecklenburg-Schwerin. Die Stadt ist eines der vier Oberzentren des Landes. Wirtschaftlich dominiert neben Schiffbau und Schifffahrt, dem Tourismus und Servicesektor deutlich die Universität als größter Arbeitgeber der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Satellitenbild Rostocks
Quelle: World Wind
Klimadiagramm von Rostock-Warnemünde

Rostock liegt ziemlich genau in der nördlichen Mitte Mecklenburg-Vorpommerns. Das Stadtgebiet erstreckt sich beiderseits des Unterlaufs der Warnow, die als Unterwarnow vom Rostocker Stadtzentrum bis zur etwa 16 km entfernten Küste schiffbar ist. Vor der Mündung in die Ostsee beim Ortsteil Warnemünde weitet sich die Unterwarnow in Richtung Osten zum Breitling aus. Hier befindet sich der Rostocker Seehafen. Der Südosten und das westliche Warnowufer, die von fruchtbaren Grundmoränenflächen bedeckt werden, sind dicht besiedelt, während der Nordosten durch ländliche Ortsteile und den ca. 6000 ha großen Küstenwald Rostocker Heide geprägt wird.

Rostocks größte Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 21,6 km und von Ost nach West 19,4 km. Die Länge der Stadtgrenze (ohne Küste) beträgt 97,9 km. Rostocks Küste selbst hat eine Länge von 18,5 km. Die Warnow im Stadtgebiet erstreckt sich über 16 km weit. Der höchste Punkt in der Stadt mit etwa 49 m ü. NN liegt im Ortsteil Biestow (Biestow-Ausbau, Friedrichshöhe), der niedrigste mit etwa 1,5 m unter NN im Ortsteil Warnemünde (Diedrichshäger Moor).

Die Geografie der Altstadt, aber auch die der Gegend um Warnemünde haben sich im Laufe der Zeit sichtbar verändert. Wo heute Am Strande eine Hauptverkehrsstraße verläuft, war früher tatsächlich Strand, und lange Brücken führten in das schiffbare Wasser. Um die Stadt verlief außerdem lange ein Wassergraben zum Schutz, der – nutzlos geworden – im Zuge der Entfestigung und des Ausbaus des Stadthafens korrigiert wurde. (Auf alten Fotos und Abbildungen sind noch die heute nicht mehr vorhandenen Brücken vor dem Petritor und vor dem Kröpeliner Tor zu sehen.) Dabei wurde neben dem Fischer-Hafen der Haedge-Hafen mit dem Kohlenkai – heute Haedge-Halbinsel – gebaut.

Darüber hinaus ist auch der Abfluss der Warnow in Warnemünde verändert worden. War es früher der Alte Strom, ist es heute der Neue Strom, der auch deutlich ausgebaut wurde. Auch der Breitling wurde mit der Anlage großer Hafenbecken verändert.

Klima

Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt 8,4 °C, im Jahresmittel fallen 591 mm Niederschlag.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und Niederschläge für Rostock-Warnemünde (1961–1990)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 0,2 0,7 3,1 6,3 11,3 15,0 16,8 16,7 13,9 9,9 5,3 1,9 Ø 8,4
Niederschlag (mm) 46,0 30,0 41,0 42,0 47,0 59,0 71,0 59,0 55,0 42,0 51,0 48,0 Σ 591
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Quelle: DWD [2]

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Rostocks, Rostocker Stadtbefestigung

Bestätigung des Lübischen Stadtrechts von 1218
Das Fürstentum Rostock im 14. Jahrhundert

Namensgeschichte

Die Kyzziner, welche zum slawischen Stammesverband der Wilzen gehörten und bereits um 600 dort Siedlungen gehabt haben müssen, nannten in ihrer Sprache das Auseinanderfließen der Warnow rastokŭ und gaben der Stadt somit ihren Namen.[3] Dieser altpolabische Name lässt sich übersetzen in auseinander für roz und Fluss für tok, also der Fluss, der auseinander fließt oder sich hier gabelt.[4]

Der Name der Stadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte nur leicht verändert, darauf lässt sich unter anderem aus historischen Texten schließen. Auf relevante Unterschiede in der Aussprache lässt sich aus diesen jedoch nicht sicher schließen. Um 1165 wurde zuerst Rozstoc erwähnt. Die Burg wurde 1171 Urbs Rozstoc, das Castrum 1182 Rostoch genannt. Weitere Varianten finden sich seit 1189: Rotstoc und Rotstoch, 1218 folgte Rozstoc, dann 1219 Roztoc und ab 1240 Rostok. Um 1366 hieß es schließlich Roztock. Dort wo die Warnow, früher Varnowa, welche durch die Stadt fließt, in die Ostsee mündet, liegt folgerichtig Warnemünde. Varna bzw. varn bedeutet Krähe, bzw. Rabe.

Mittelalter

Die Geschichte um die Gründung Rostocks und die Geschichte um die Gründung des mecklenburgischen Herrschergeschlechts gingen miteinander einher und bedingten einander. Schon lange vor der Neugründung der Stadt Rostock siedelten Stämme, bereits seit ca. 600 die zu dem ‚sagenhaften‘ Volk der Wilzen gehörenden Kessiner in dem Gebiet um die Warnow. In der Zeit der Stadtgründung fanden Auseinandersetzungen vor allem zwischen dem Reich der Sachsen und dem der Abodriten statt, auch die Dänen waren in diesen Konflikt stark involviert. 1159–1185 fanden so regelmäßig Flottenzüge des dänischen Königs Waldemar I., dem Sohn Knud Lavards (1096–1131), gegen die Wenden statt, welche die süddänischen Inseln bedrohten. Als erster wirklicher Beleg Rostocks gilt aber der Bericht des Saxo Grammaticus in dessen 16-bändiger Geschichte Dänemarks, den Taten der Dänen (gesta danorum). 1161, so berichtete er, zerstörten die mit den Sachsen verbündeten Dänen unter Waldemar I. die slawische Fürstenburg Rostock (urbs roztoc): "Urbem quoque Rostock, oppidanorum ignavia destitutam, nullo negotio perussit." (Auch die Stadt Rostock, die aufgrund der Mutlosigkeit der Städter im Stich gelassen worden war, brannte er ohne Mühe nieder. Saxo Grammaticus, Gesta Danorum, Buch 14, Kap. 25, Abschnitt 17, Vers 3) Nach dieser Zerstörung wurde die Siedlung mit einem Handelswik wieder aufgebaut. Noch im 12. Jahrhundert hatten sich Handwerker und Kaufleute dort niedergelassen. Ein früher Beleg ist 1189 die Existenz einer Burg, eines Marktes und einer St.-Clemens-Kirche mit deutschem Priester.

Um 1200, als die Siedlung in den Warnowniederungen zu klein geworden war, wurde auf einer Anhöhe auf der benachbarten, gegenüberliegenden Seite der Warnow, Rostocks ältester Stadtkern neu und nach Lübischem Vorbild gegründet. Der Alte Markt entstand damals um die Petrikirche herum und so existierten zwei erste Rostocker Siedlungen nebeneinander.

Rostock wurde schnell zum eigentlichen Kernstück Mecklenburgs. 1214 rang Waldemar II. Kaiser Friedrich II. die Lehnshoheit über das Land ab. 1218 dann ist die Siedlung um die Petrikirche erstmals schriftlich bezeugt: In einer ersten überlieferten Urkunde vom 24. Juni 1218 bestätigt Heinrich Borwin I., der Fürst von Mecklenburg und Herr über Rostock, das Lübische Stadtrecht. Um die historisch gewachsene Eigenständigkeit Rostocks gegenüber den mecklenburgischen Fürsten zu betonen und nachzuweisen, wurde dieses Datum über die Jahrhunderte und zuweilen bis heute als der eigentliche Geburtstag der Stadt im Bewusstsein verfestigt.[5] Darauf bildeten sich die beiden weiteren Teilstädte in Rostock. In der Mittelstadt am Neuen Markt wurde 1230 mit dem ersten Bau der Marienkirche begonnen, wo 1232 die zweite Siedlung (später Mittelstadt) bezeugt ist, von 1252 existiert ein erster Beleg der Neustadt um die heute nicht mehr vorhandene Jakobikirche. Um 1240 bzw. 1256 kamen die Bettelorden der Franziskaner bzw. der Dominikaner in die Stadt (sie erbauten Katharinenkonvent bzw. Johanniskonvent).[6]

1251 erhielt Rostock vom dänischen König Abel die gleichen Handelsprivilegien wie zuvor schon Lübeck und 1252, die dritte Rostocker Teilstadt war wahrscheinlich schon gegründet, wurde die Stadtrechtbestätigung von 1218 wiederholt, in der nun auch die Zollfreiheit in der Herrschaft Rostock bestätigt wurde, was die Grundlage bildete für die städtische Machtstellung.

Als sich 1257 die Ratsherren der Städte Lübeck, Rostock und Wismar über wirtschaftliche und politische Fragen berieten, bestand Rostock noch aus diesen drei voneinander getrennten Teilstädten, die sich erst 1265 vereinigten. Darauf wurde der Neue Markt zum Zentrum der Stadt und zum Schutz eine Stadtmauer gebaut, die ca. 1 km² umschloss, ein Gebiet, das bis in das 19. Jahrhundert nicht nach außen wuchs.

Die hanseatische Tradition der Stadt ist bis heute deutlich spürbar. In bewusster Anlehnung daran trägt Rostock seit 1990 auch wieder den Titel Hansestadt. Begonnen hatte sie damit, als 1283 Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Demmin, Anklam und einige Fürsten das Rostocker Landfriedensbündnis schlossen und somit das Wendische Quartier begründeten. Vierzig Jahre später, 1323, wurde von Rostock das kleine Fischerdorf Warnemünde den Dänen abgekauft. 1325 erwarb die Stadt mit dem Münzrecht das Recht, eine eigene Münze, die Mark Rostocker Pfennige, zu prägen. Darüber hinaus erwarb Rostock 1358 die volle Gerichtsbarkeit. So wurde Rostock zu einem der bedeutendsten Mitglieder der Hanse, der Hafen war längst der wichtigste des Landes. Zeichen der Bedeutung der Stadt war vor allem, dass 1419 mit der Universität Rostock eine der ältesten Universitäten Nordeuropas gegründet wurde. Von Papst Martin V. wurde die Gründung einer theologischen Fakultät aber noch untersagt.

Vicke Schorler: ›Wahrhaftige Abcontrafactur der hochloblichen und weitberumten alten See- und Hensestadt Rostock – Heuptstadt im Lande zu Meckelnburgk‹
Vicke Schorler: ›Wahrhaftige Abcontrafactur der hochloblichen und weitberumten alten See- und Hensestadt Rostock – Heuptstadt im Lande zu Meckelnburgk‹

War Rostock auch bis zum letzten Hansetag 1669 Mitglied der Hanse, begann mit dem Erstarken der landesfürstlichen Macht über die Städte auch ihr Ende. An Rostock ist das sehr deutlich zu sehen. 1484 erklärte Papst Innozenz VIII. die Jakobikirche in einer Bulle zum Domstift. Dass sich die Rostocker zunächst dagegen verwahrten, führte zu einer von 1486 bis 1491 andauernden Domfehde, nach der die Schweriner Herzöge Buße forderten und höhere Abgaben sowie Soldaten für das mecklenburgische Heer verlangten.

Darüber hinaus wurde Rostock vom Bischof von Ratzeburg 1487 mit dem Kirchenbann belegt, was bedeutete, dass die Universität die Stadt verlassen musste. Erst 1488 erlaubte der Papst die Rückkehr.

Nachdem um 1520 die reformatorischen Lehren Martin Luthers nach Rostock kamen, setzte sich die Reformation relativ schnell durch. Schon im April 1531 entschied der Rat der Stadt über die Verbindlichkeit der reformatorischen Lehre in Gottesdiensten.

Rostock um 1650. Kupferstich 14,6 x 36,6 cm.

1565 kam es zu weiteren Auseinandersetzungen mit Schwerin, die weitgehende Folgen hatten. Unter anderem ging es dabei um die Einführung einer Bierakzise zugunsten der Herzöge. Johann Albrecht I. zog mit 500 Reitern gegen die Stadt, nachdem Rostock ihm den formalen Huldigungseid verweigerte, und ließ die Stadtmauer schleifen, um eine Festung bauen zu lassen. Erst der Erste Rostocker Erbvertrag vom 21. September 1573, in dem den Landesfürsten die Erbherrschaft über die Stadt für Jahrhunderte garantiert wurde, Rostock sich also auf lange Zeit band, und sie außerdem als höchste Richter anerkannt wurden, beendete den Konflikt. Die Bürger schleiften im folgenden Frühjahr die Festung. Von 1575 bis 1577 erfolgte dann der Wiederaufbau der Stadtmauer, sowie des Lagebuschturms und des Steintors im Stil der Niederländischen Renaissance. Die Inschrift sit intra te concordia et publica felicitas, die noch heute auf dem Tor zu lesen ist, bezieht sich direkt auf den Konflikt mit dem Herzog. 1584 kam es schließlich zum Zweiten Rostocker Erbvertrag, der eine weitere Abgabe früherer Privilegien nach sich zog. Mit den Erbverträgen wurde gleichzeitig die Hoffnung Rostocks darauf zunichtegemacht, wie Lübeck bereits 1226, die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen.

16. bis 18. Jahrhundert

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), der das endgültige Ende der Hanse herbeiführte, litt Rostock stark unter den ständig wechselnden Besetzungen und Plünderungen. Im Zentrum langfristiger Konflikte stand dabei der Schwedenzoll, der in Warnemünde vom Schwedenkönig Gustaf Adolf erhoben wurde. Wallenstein war es, der Rostock befestigte, um von dort aus die Eroberung Pommerns zu unternehmen, verlor die Stadt aber 1631 an die Schweden. Erst nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, 1648, zogen diese sich aus Warnemünde zurück, bezogen aber noch bis 1654 den Zoll. Rostock war in dieser Zeit völlig verarmt.

Waren die Konflikte mit Schweden nicht genug, sorgte spätestens der Brand am 11. August 1677 dafür, dass ein Drittel der Stadt vernichtet wurde, also etwa 700 von zuvor 2000 Häusern, und Rostock völlig in die politische und wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit geriet. Die Einwohnerzahl sank so in der Zeit von 1594 bis 1677 von einst 14.800 auf 5000 ab.

Das Ende des Dreißigjährigen Krieges bedeutete für Rostock nicht das Ende des andauernden Verfalls von Macht und Stärke. Der Nordische Krieg und der Siebenjährige Krieg zeichneten die Stadt weiter. Darüber hinaus nutzten die Fürsten die Schwäche Rostocks aus und sicherten in dieser Zeit langfristig mit den Landesherrlichen Erbverträgen von 1755 und 1788 ihre Macht.

Rostock 1780–90

Erst Ende des 18. Jahrhunderts begann langsam der Wiederaufstieg der Hansestadt. Allerdings wurde Mecklenburg 1806 von den Franzosen besetzt, Rostock musste sich den Bedingungen der Kontinentalsperre beugen und Rostocker Bürger mussten in der napoleonischen Armee dienen. Ein anderer Rostocker allerdings, Gebhard Leberecht von Blücher, kämpfte während der Befreiungskriege auf der Seite der Allianz und war entscheidend an der Schlacht bei Waterloo beteiligt, in der Napoleon geschlagen werden konnte.

19. Jahrhundert und Gründerzeit

Rostock 1910

Das 19. Jahrhundert brachte dann der Stadt mit der umfassenden Industrialisierung neuen Reichtum, was sich in vielen Gebäuden und Anlagen dieser Zeit heute noch deutlich zeigt. Um 1830 begannen die Rostocker auch außerhalb der Stadtmauergrenzen zu bauen. Villen- und Arbeiterviertel entstanden. Um die gleiche Zeit entwickelte sich auch Warnemünde zu einem der bedeutendsten Seekurorte in Deutschland.

1852 wurde der erste deutsche Schraubendampfer fertiggestellt, und 1870 erhielt die Universität ihr heutiges Hauptgebäude. 1850 wurde die Schiffswerft und Maschinenfabrik von Wilhelm Zeltz und Albrecht Tischbein gegründet, aus der 1890 als erster industrieller Großbetrieb Mecklenburgs die Actien-Gesellschaft „Neptun“ Schiffswerft und Maschinenfabrik in Rostock hervorging. Die Bevölkerungszahl stieg in den folgenden Jahrzehnten um fast 80.000 auf 121.000 Einwohner. Auch Industrien wie die Chemischen Fabriken des Friedrich Witte sowie Landmaschinenbau, Bauwesen und die Entwicklung Rostocks zum Verwaltungs- und Bankenstandort trugen dazu bei, der Stadt zu einem seit langem ungekannten Aufstieg zu verhelfen.

Seit 1868 nach dem Beitritt Mecklenburg-Schwerins zum Norddeutschen Bund durften sich wieder Juden in der Stadt niederlassen. Schnell bildete sich eine jüdische Gemeinde, die sich 1870 einen Friedhof am Rande des Alten Friedhofs, dem heutigen Lindenpark, einrichtete.

Die schnelle Industrialisierung brachte aber nicht nur Gutes. Spätestens mit dem Ersten Weltkrieg kam es zu viel Armut unter den Arbeitern, die sich in Unruhen äußerten und in der Forderung nach einem Ende des Krieges sowie der Beseitigung der halbfeudalen Verhältnisse in Mecklenburg. So waren es vor allem die Rostocker, die für die Demokratisierung und den Sturz des Großherzogs im Land verantwortlich waren. Die erste demokratische Verfassung Rostocks war es schließlich, welche den Landesherrlichen Erbvergleich von 1788, der die Stadt über Jahrhunderte an einer freien Entwicklung hinderte, außer Kraft setzte.

Neuere Geschichte

Ein Denkmal der Jahrhundertwende:
Der Wasserturm von 1903

Im Jahre 1902 weihte die Jüdische Gemeinde für die etwa 280 Mitglieder eine Synagoge in der Augustenstraße 101 ein.

In den 1920er Jahren siedelte sich mit dem Flugzeugbau eine neue Industrie an: in Warnemünde entstanden 1921 die Arado Flugzeugwerke; im Jahr darauf die Heinkel-Werke. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Hans Joachim Pabst von Ohain entwickelte Ernst Heinkel mit der He 178 das weltweit erste Strahlflugzeug, das am 27. August 1939 vom Werksflughafen Rostock-Marienehe aus seinen Jungfernflug machte.

In der Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs wurde Rostock als Industriestandort in die allgemeine Aufrüstung eingebunden. Bei den großen Firmen waren später mehrere Tausend Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene oder sogenannte „Ostarbeiter“ verpflichtet.

Wie in anderen Städten des Deutschen Reiches kam es auch in Rostock in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 zu den antisemitischen Ausschreitungen der Reichspogromnacht, in deren Verlauf die Rostocker Synagoge von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Schon vorher waren unter dem Druck viele Juden ausgewandert, einige hatten Selbstmord begangen wie der Zahnmediziner Prof. Hans Moral. Jüdischer Besitz wurde „arisiert“. Im Holocaust wurden auch aus Rostock Menschen deportiert und getötet, die meisten im Juli und November 1942. Seit 2001 erinnern Gedenkplatten, so genannte Stolpersteine an jüdische Opfer der Shoa.

Der Heinkel-Flugzeugbau wurde ab 1932 zum größten Industriebetrieb Mecklenburgs und zusammen mit den Arado-Werken und der Neptunwerft waren Rostock und Warnemünde Zentren der Rüstungsindustrie des Deutschen Reiches. Diese Entwicklung hatte allerdings auch zur Folge, dass im Zweiten Weltkrieg die Stadt zu einem bevorzugten Ziel von Luftangriffen der britischen Royal Air Force (RAF) und den amerikanischen United States Army Air Forces (USAAF) wurde.

Das völlig zerstörte Stadtgebiet um die Krämerstraße (rechts), 1942
Zerstörte Innenstadt,
Neuer Markt mit Rathaus
Foto zwischen 1942 und 1944

Ende April 1942 wurde Rostock – nach dem Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942 – Ziel des zweiten britischen Flächenbombardements auf eine deutsche Großstadt. Vom 23. bis zum 27. April flog die RAF jeweils nachts mit insgesamt 460 Bombern schwere Angriffe gegen die Arado- und Heinkelwerke sowie besonders gegen das Stadtzentrum (75 % der Bombenlast). Neben Sprengbomben warfen sie auch massenhaft Brandbomben. „Die Brandbombe erwies sich in Rostock als das fürchterlichste Mittel der Stadtzerstörung“.[7] Mehr als die Hälfte der historischen Bausubstanz wurde vernichtet, das alte Rostock existierte zu großen Teilen nicht mehr. Ende 1942 war Rostock eine der am schwersten zerstörten Städte im Deutschen Reich. Reichsstatthalter Hildebrandt erklärte in der Zeit vom 25. April bis zum 4. Juni 1942 für das Gebiet der Seestadt Rostock und die angrenzenden Kreise den Ausnahmezustand. 30.000 bis 40.000 Menschen waren obdachlos geworden, 135.000 bis 150.000 aus Rostock geflohen. Die Zahl der Todesopfer lag bei 200.[7][8] Nach der Intensität der Angriffe wahrscheinlicher ist die Zahl von 617 Bombenopfern.[9]

Zum Ende des Krieges waren von vormals 10.535 Wohnhäusern in der Stadt 2611 vollständig zerstört, weitere 6735 beschädigt. Insgesamt wurden von 1941 bis 1945 von der RAF 990 t und von den USAAF 1950 t Bomben auf Rostock und Warnemünde abgeworfen. Für die Amerikaner hatten die Flugzeugwerke Priorität.[10]

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte die Rote Armee nahezu kampflos am 1. Mai 1945 Rostock, nicht zuletzt weil sich die Führung der örtlichen NSDAP zu dem Zeitpunkt bereits auf der Flucht befand. Die weitgehend zerstörten Flugzeugwerke fielen als Reparationen an die Sowjetunion. Die Neptun-Werft wurde wieder aufgebaut und in Warnemünde entstand 1945/46 die Warnowwerft. Beide Werften führten anfangs fast ausschließlich Reparationsaufträge durch.

Durch Kriegsheimkehrer und den Zustrom Vertriebener stieg die Einwohnerzahl bis 1950 wieder auf den Vorkriegsstand. Rostock gehörte zur Sowjetischen Besatzungszone und seit 1949 zur DDR.

Zu den Opfern der diktatorischen Politik der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED gehörte der Student Arno Esch, der als führender Funktionär in der LDP Opposition betrieb und 1949 verhaftet wurde. Sowjetische Gerichte verurteilten ihn zum Tode, die Hinrichtung erfolgte 1951 in Moskau.

Diese DDR-Briefmarke fügt einige Sehenswürdigkeiten der Hansestadt zusammen (Kröpeliner Tor, Hotel Sonne, Leuchtturm und Teepott in Warnemünde).

Der Aufstand des 17. Juni 1953 löste auf der Rostocker Werft Streiks und weitergehende politische Forderungen aus. Sowjetische Truppen und Volkspolizei dämmten die Bewegung gewaltsam ein. Seit 1959 residierte die Bezirksdienststelle der Stasi, die größte aller 15 Bezirke und zuständig für die ganze Ostseeküste, in einem großen Komplex in der August-Bebel-Straße. Dort wurden bis 1989 mehr als 4800 Menschen inhaftiert, die meisten aus politischen Gründen.[11]

Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der zerstörten Stadt. Viele Gebäude – wie das Stadttheater – waren nicht mehr zu retten; andere, wie die Jakobikirche oder das Petritor, hätten durchaus gerettet werden können.

1952 wurde Rostock durch die Verwaltungsreform Bezirksstadt des gleichnamigen Bezirks (siehe: Bezirk Rostock). Die Stadt entwickelte sich zum Schiffbau- und Schifffahrtszentrum des Landes und erlangte auch hierdurch eine wachsende Bedeutung innerhalb der DDR. Neben den Werften entstanden 1949 das Dieselmotorenwerk, 1950 das spätere Fischkombinat und 1952 die Deutsche Seereederei Rostock (DSR). Infolge des Krieges und der deutschen Teilung verfügte die DDR über keinen bedeutenden Seehafen. So entstand zwischen 1957 und 1960 der Überseehafen Rostock. Auch die Hochschullandschaft folgte der maritimen Ausrichtung.

Der Überseehafen Rostock war der größte Hafen der DDR (hier: 1982)

Der wirtschaftliche Aufschwung ließ viele Menschen aus anderen Teilen der DDR nach Rostock strömen. Bis 1988 wuchs die Stadt auf über 250.000 Einwohner. Es entstanden um das Zentrum von Rostock zwischen 1960 bis 1989 die folgenden Großwohnsiedlungen meist in Plattenbauweise: Dierkow (7.530 Wohnungen), Evershagen (8.732 Wohnungen), Groß Klein (8.200 Wohnungen), Lichtenhagen (6.925 Wohnungen), Lütten Klein (10.631 Wohnungen), Reutershagen (9.772 Wohnungen), Schmarl (4.908 Wohnungen), Südstadt (7.917 Wohnungen) und Toitenwinkel (6.549 Wohnungen).

Die politische Wende 1989 ermöglichte auch in Rostock große Veränderungen. Im Frühherbst 1989 versammelten sich mehr und mehr Bürger der Stadt zu den bald wöchentlich stattfindenden Donnerstags-Demonstrationen. Der Rostocker Pastor Joachim Gauck leitete die Mahngottesdienste in der St. Marienkirche, an die sich die Demonstrationen anschlossen. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland 1990 erlebte die Stadt wichtige Veränderungen. Am deutlichsten war jedoch zunächst ein Bevölkerungsrückgang um ungefähr 50.000 Einwohner durch Abwanderung in andere Teile Deutschlands, Geburtenrückgang und Umzüge in den Speckgürtel um die Stadt. Diese Tendenz kam erst 15 Jahre später zum Stillstand. Gleichzeitig verloren viele Menschen in der Stadt, wie in der ganzen Region, ihre Arbeitsplätze, neue konnten aufgrund fehlender wirtschaftlicher Strukturen nicht schnell genug entstehen. Dennoch blieb Rostock das wichtigste wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns.

St. Petri (weitere Bilder)

Ab 1991 wurde der historische Stadtkern u. a. im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert. Gebäude, die vor dem Verfall standen, wurden gerettet, ein behutsamer Rückbau und Stadtumbau in den Plattenbaugebieten wurde zusammen mit Verbesserungen des Wohnumfelds begonnen, um einem Leerstand von Wohnungen entgegenzuwirken. Die Infrastruktur wurde erneuert und als ein sichtbares Zeichen für den Neuanfang erhielt St. Petri 1994 seinen neu errichteten Turmhelm, der teilweise aus Spendengeldern finanziert worden ist.

Ein gesellschaftlicher Tiefpunkt waren im August 1992 ausländerfeindliche Übergriffe im Stadtteil Lichtenhagen, welche das Bild der Stadt noch Jahre danach in der Öffentlichkeit prägten. Eine Antwort von Rostocker Einwohnern darauf war die Gründung der bis heute sehr aktiven Initiative „Bunt statt Braun“ (siehe Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen).

Logo Ich bin ein Rostock Olymp.png

Rostock richtete 2003 die Internationale Gartenschau (IGA) aus. Im selben Jahr wurde auch der Warnowtunnel eröffnet. Die gemeinsame Bewerbung mit Leipzig um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 aber misslang schon in der internationalen Vorauswahl durch das IOC am 18. Mai 2004. Zu einer stärkeren Identifizierung mit der Stadt tragen auch bis heute weitere umfangreiche Renovierungen der historischen Bausubstanz in Rostock bei und nicht zuletzt Veranstaltungen wie die Hanse Sail.

Diese Jahre sind neben einer gewissen wirtschaftlichen Konsolidierung allerdings ebenso geprägt von emotionalen Auseinandersetzungen mit der Politik des Landes und des Bundes um Kürzungen der Finanzierung vor allem im Bildungswesen sowie in der Kultur. Die Universität ist so beispielsweise gezwungen, die traditionelle juristische Fakultät zu schließen. Rostock selbst ist verschuldet und kämpft um seine Verwaltungsautonomie. Daher werden einige umfangreiche strukturelle Reformen in der Stadt, aber auch der Verwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern unternommen, die zu mehr Effizienz führen sollen. Mit der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 behielt Rostock seine Kreisfreiheit, wobei der umliegende Landkreis Bad Doberan mit dem Landkreis Güstrow zum neuen Landkreis Rostock vereinigt wurde.

In den Blickpunkt der internationalen Öffentlichkeit geriet Rostock Anfang Juni 2007 mit dem Weltwirtschaftsgipfel der G8 im nordwestlich gelegenen Seebad Heiligendamm. Ein großer Teil der Begleitveranstaltungen fand in Rostock statt, so der Alternativgipfel und zahlreiche Demonstrationen. Am Rande der internationalen Demonstration am 2. Juni kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Globalisierungskritikern, bei denen nach offiziellen Angaben rund 1.000 Personen verletzt wurden, vorwiegend durch Steinwürfe und den Einsatz von Wasserwerfern.[12]

Gesellschaft und Politik

Stadtverwaltung und Bürgermeister

Das Rathaus

An der Spitze der Stadt stand seit dem 13. Jahrhundert der Rat mit zunächst 10, später 24 Ratsherren. Den Vorsitz hatte der Proconsules beziehungsweise Bürgermeister. Im 19. Jahrhundert gab es sogar 3 Bürgermeister. Ab 1925 tragen die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister (Liste der Rostocker Bürgermeister). Dieser wurde über Jahrhunderte vom Rat der Stadt gewählt. Seit 2002 wird er direkt vom Volk gewählt.

Als Vertretung der Bürger gibt es eine Stadtvertretung, die in Rostock die Bezeichnung Bürgerschaft trägt (in anderen Städten heißt dieses Gremium auch Gemeinderat, Stadtverordnetenversammlung oder Rat der Stadt). Die Mitglieder der Bürgerschaft werden von den Bürgern der Stadt auf 5 Jahre gewählt. Nach dem Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde zur Kommunalwahl am 13. Juni 2004 wurden die Mehrheitsverhältnisse in der Rostocker Bürgerschaft unübersichtlich. Die Bürgerschaft besteht derzeit aus 53 Abgeordneten; nach der Bürgerschaftswahl 2009 stellt Die Linke 13, die SPD 10, die CDU 9, Bündnis 90/Die Grünen 5, die FDP und FÜR Rostock – pro OB jeweils 4, der Rostocker Bund 3, die NPD 2 und sonstige 3 (AUFBRUCH 09, GRAUE und SAV). Vorsitzender ist der Präsident der Bürgerschaft. Dieses zusätzliche repräsentative Amt in der Stadt wurde 1990 neben dem Amt des Oberbürgermeisters durch das „Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR“ durch die damalige Volkskammer der DDR eingeführt. Es wurde zunächst hauptamtlich wahrgenommen. Seit der Änderung der Kommunalverfassung 1994 wird es nur noch ehrenamtlich ausgeführt. Der Präsident der Bürgerschaft leitet die Sitzungen, bereitet diese vor und vertritt die Bürgerschaft nach außen. Er repräsentiert zusammen mit dem Oberbürgermeister die Stadt.

Zum Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock wurde am 27. Februar 2005 Roland Methling (parteilos) im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt.

Ergebnisse der Kommunalwahlen in Rostock

Hauptartikel: Rostocker Wappen, Rostocker Flaggen

FIAV 100000.svg Flagge Rostocks
Seitenverhältnis: 3:5
Logo der Stadt seit 1993

Rostock führte in seiner Geschichte drei verschiedene Wappen. Das Signum, Secretum und Sigillum. Das Signum, welches seit 1367 als Siegelstempel nachweisbar ist, entstand zuletzt und ist bis heute das Wappen der Hansestadt.

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 9 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt; oben in Blau ein schreitender, rot gezungter goldener Greif; unten geteilt von Silber über Rot.“

Das Wappen wurde 1939 von dem Berliner Prof. Hans Schweitzer neu gezeichnet.

In Blau ein schreitender goldener Greif ist das herrschaftliche Zeichen der Rostocker Fürsten. Darunter Silber und Rot sind die Farben der Hanse.

Die Stadtflagge besteht aus drei waagerechten Streifen. Der obere Streifen zeigt die Farbe Blau. Er nimmt die Hälfte der Flaggenhöhe ein und ist mit einem zum Liek gewendeten, schreitenden goldenen (gelben) Greifen mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge belegt. Der mittlere Streifen zeigt die Farbe Silber (Weiß), der untere Streifen die Farbe Rot. Die beiden unteren Streifen nehmen je ein Viertel der Höhe ein. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Im Laufe der Geschichte hat sich die Stadtflagge mehrmals verändert. In der heutigen Form wurde sie zuletzt in der Hauptsatzung von 1991 vom Rat der Stadt festgelegt. Der Greif ist ein typisches Wappentier für die wendische Region, mit Greifswald wurde selbst eine Stadt nach ihm benannt. Der Greif ist das Schutztier. Mit seinen Krallen hält es Feinde fern. Das Wappen ist in Rostock nicht nur auf Flaggen, Häusern und Haltestellen zu sehen, sondern auch auf Kanaldeckeln, Gartenzäunen, Brücken sowie an Schiffen und Restaurants.

Stadtgliederung

Ortsämter
Warnemünder Leuchtfeuer

Das Stadtgebiet Rostocks ist in 31 Ortsteile gegliedert. Mehrere Ortsteile sind insgesamt in acht Ortsamtsbereiche zusammengefasst, für die jeweils ein Ortsamt zuständig ist. Hier werden Einwohnerangelegenheiten (z. B. Meldungen) bearbeitet.

Alle Ortsteile der Stadt sind zu insgesamt 19 Ortsteilvertretungen zusammengefasst. Diese Gremien heißen Ortsbeiräte und werden von der Bürgerschaft der Stadt Rostock nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt. Ihre Mitgliederzahl schwankt je nach Größe ihres Zuständigkeitsbereichs zwischen 9 und 13. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen Angelegenheiten in ihren Ortsteilen zu hören und sind vor allem beratend tätig. Eine endgültige Entscheidungskompetenz hat jedoch nur die Bürgerschaft der Gesamtstadt.

Nachbargemeinden

In dem Bereich, in dem die Hansestadt nicht an die Ostsee grenzt, ist sie vollständig vom Landkreis Rostock umgeben. Seit den 1990er Jahren ist so durch neu entstandene Siedlungen und Gewerbegebiete eine Agglomeration entstanden, also ein Gebiet, das administratorisch nicht zu der Stadt selbst zählt, jedoch geografisch.

Bei den Nachbargemeinden Rostocks handelt es sich um die folgenden: im Nordosten die amtsfreie Gemeinde Graal-Müritz, im Osten das Amt Rostocker Heide (mit den Gemeinden Gelbensande, Rövershagen, Mönchhagen und Bentwisch), im Südosten das Amt Carbäk (mit Broderstorf und Roggentin), im Süden die amtsfreie Gemeinde Dummerstorf. Im Süden bis in den Nordwesten grenzt Rostock an das Amt Warnow-West (mit den Gemeinden Papendorf, Kritzmow, Lambrechtshagen, sowie Elmenhorst/Lichtenhagen), unterbrochen nur von einer kurzen Angrenzung an das Amt Bad Doberan-Land mit der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen.

Eingemeindungen

Entwicklungsstufen
Blick in den ehemals Blutstraße genannten Teil der Kröpeliner Straße.

Nach der Gründung der Stadt und der Vereinigung der Stadtteile erwarb Rostock im 13. Jahrhundert die große Rostocker Heide sowie einige nahe gelegene Dörfer und Gutsstellen (Bartelsdorf, Bentwisch, Broderstorf, Kassebohm, Kessin, Rövershagen, Riekdahl, Stuthof, Willershagen und Gragetopshof).

Die meisten dieser Orte wurden jedoch später wieder als eigenständige Gemeinden geführt und erst im 20. Jahrhundert wieder dem Stadtgebiet Rostocks angeschlossen (vergleiche unten: Rostocker Eingemeindungen im Detail). Im 14. Jahrhundert erwarb die Stadt das Dorf Warnemünde und erhielt so den Zugang zum Meer. Bis in das 20. Jahrhundert hinein war Warnemünde eine Rostocker Exklave. Ein geschlossenes Stadtgebiet besteht seit 1934.

Man kann somit drei Stufen der Stadtentwicklung festhalten: Die erste im 13. und 14. Jahrhundert, die zweite nach der Industrialisierung, also seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die dritte nach dem Zweiten Weltkrieg (siehe Grafik).

Neugliederung der Landkreise

Gemäß einer Entscheidung des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern vom 5. April 2006 sollte es ab dem 1. Oktober 2009 einen Großkreis Mittleres Mecklenburg-Rostock mit der Kreisstadt Rostock geben.[13] Dieser Großkreis sollte die bisherigen Landkreise Bad Doberan und Güstrow sowie die bisher kreisfreie Stadt Rostock umfassen. Nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007 kann das Reformgesetz in der bisher geplanten Form als mit der Verfassung des Landes unvereinbar nicht umgesetzt werden.[14]

Einwohnerentwicklung

Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Rostock

Da Rostock lange Zeit nicht über seine Grenzen hinauswuchs, blieb die Einwohnerzahl vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert konstant bei maximal 11.000–14.000 Personen. Erst mit der Industrialisierung begann diese schnell zu wachsen und überschritt bereits 1935 die Grenze von 100.000, wodurch Rostock zur Großstadt wurde. Bis 1940 stieg die Bevölkerungszahl dann auf 129.500. Auf Grund der Ereignisse um den Zweiten Weltkrieg sank diese bis Mai 1945 um etwa die Hälfte auf 68.928, stieg dann aber schnell an mit der Zuwanderung deutscher Vertriebener aus den Ostprovinzen.

Im Jahre 1971 wurde die Grenze von 200.000 Einwohnern überschritten. 1988 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 254.000 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt wegen hoher Arbeitslosigkeit, des Wegzugs vieler Einwohner in das Umland und des Geburtenrückgangs 22 Prozent ihrer Bewohner (55.000 Personen). Am 30. Juni 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Rostock nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern 199.751 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Am 31. Dezember 2007 ist die Bevölkerung Rostocks mit 200.413 Menschen erstmals wieder auf über 200.000 angestiegen. Eine aktuelle Prognose geht davon aus, dass Rostock bis 2030 wieder eine Bevölkerung von 211.000 Einwohnern haben könne.[15]

Religionen

St. Jakobi um 1920
Das Michaeliskloster ist heute Geschichtsbibliothek

Heidentum und Christianisierung

Waren die Wenden noch „Heiden“, die sich gegen die gewaltsame Christianisierung wehrten, wurde das Christentum unter dem politischen Einfluss von Heinrich dem Löwen spätestens mit Pribislaw in Mecklenburg und somit auch der Region um Rostock eingeführt.

Das Verhältnis von Stadt und Kirche war nicht frei von Spannungen und Differenzen. So führte ein Kirchenbann des Papstes gegenüber der Universität zum kurzzeitigen Auszug der Universität aus der Stadt.

Reformation

Nachdem 1525 vom Kaplan der Petrikirche, Joachim Slüter, ein niederdeutsches Gesangbuch mit lutherischen Liedern für „werkleute“ herausgegeben wurde, begann in Rostock die lutherische Reformation, die Slüter bis 1531 durchsetzte. Nachdem er 1532 starb, wurde der Prozess von seinem Nachfolger, Johann Oldendorp, fortgesetzt. Zeitgleich setzte sich die Reformation auch in den anderen Hansestädten durch, die zum bürgerlichen Zentrum dieser Konfession wurden. Spätestens 1534 wurde darauf der Katholizismus stark unterdrückt und die Katholiken als „Papisten“ beschimpft. Rostock bekam einen eigenen Superintendenten und ein eigenes Geistliches Ministerium.

In der Folgezeit blieb der evangelische Glaube die vorherrschende Religion in der Stadt.

Im 19. Jahrhundert zogen dann wieder Katholiken in die Stadt. Sie gründeten 1872 die erste Pfarrgemeinde seit der Reformation. Seit 1909 gab es erstmals auch wieder eine katholische Kirche in Rostock, die Christuskirche am Schröderplatz. Die Gemeinde gehörte – wie ganz Mecklenburg – zunächst zum Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen, dessen Jurisdiktion dauernd mit dem Bischofsstuhle zu Osnabrück verbunden war. 1930 wurde das Gebiet offiziell Teil des Bistums Osnabrück (Dekanat Mecklenburg). 1941 wurde das Dekanat Mecklenburg in einen westlichen, einen mittleren und einen östlichen Konferenzbezirk aufgeteilt. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger für den Osnabrücker Bischof, seine Amtsgeschäfte in Mecklenburg wahrzunehmen. So entstand 1946 das Bischöfliche Kommissariat Schwerin, aus dem 1973 das Bischöfliche Amt Schwerin mit einem Weihbischof als „residierenden Bischof“ hervorging. Im Jahre 1971 wurde die Christuskirche trotz Protest gesprengt. Ein Neubau im Häktweg wurde als Ersatz errichtet.

Religion heute

Heute gehören die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt zu den Propsteien Rostock-Nord, Rostock-Ost und Rostock-Süd innerhalb des Kirchenkreises Rostock der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.

Seit 1995 gehören die Rostocker Katholiken zum neugegründeten Erzbistum Hamburg. Die Pfarrgemeinden der Stadt Rostock sind Teil des Dekanats Rostock des Erzbischöflichen Amtes Schwerin innerhalb des Erzbistums.

Es gibt in Rostock Freikirchen, darunter zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinde), die Evangelisch-methodistische Kirche St. Michaelis, eine Gemeinde der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, das „Christliche Zentrum“ (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) und das charismatische „Gospelzentrum“. Ferner gibt es die Landeskirchliche Gemeinschaft und die Christengemeinschaft. Die Neuapostolische Kirche ist mit zwei Gemeinden vertreten. Die Gemeinde mit der größeren Mitgliederzahl befindet sich seit 1965 in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die andere Gemeinde befindet sich in Warnemünde im Wiesenweg. Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist mit der Kirchengemeinde der Seligen Xenia von St. Petersburg vertreten. Die Gemeinde der Berliner Diözese befindet sich seit 2000 in der Stadt, seit 2006 in der Thünenstraße 9[16]. Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (auch Mormonen genannt) ist mit einer Gemeinde vertreten.

Heute gibt es wieder eine Jüdische Gemeinde in Rostock. Diese hat über 700 Mitglieder[17] und ist seit kurzem auch in Besitz eines neuen Gemeindezentrums mit Synagoge. Betreut wird die Gemeinde durch den Landesrabbiner William Wolff.

In Rostock leben einige hundert Muslime. Es gibt eine Moschee in der Erich-Schlesinger-Straße, deren Trägerverein der Islamische Bund in Rostock e. V. ist.

Vor allem durch die antikirchliche Haltung der DDR-Regierung in den Jahrzehnten zwischen Zweitem Weltkrieg und deutscher Wiedervereinigung ist heute die Mehrheit der Rostocker konfessionslos.

Städtepartnerschaften

Rostock unterhält innerhalb der Europäischen Union Städtepartnerschaften mit Stettin in Polen seit 1957, Turku in Finnland seit 1959, Warna in Bulgarien seit 1966, Dünkirchen in Frankreich seit 1960, Riga in Lettland seit 1961, Bremen in Deutschland seit 1987, Antwerpen in Belgien seit 1963, Aarhus in Dänemark seit 1964 und Göteborg in Schweden seit 1965.

Außerhalb der Europäischen Union gibt es Städtepartnerschaften mit Bergen in Norwegen seit 1965, Raleigh in den USA seit 2001, Rijeka in Kroatien seit 1966 und Dalian in der Volksrepublik China seit 1988.

Rostock ist Teil der internationalen Städtegemeinschaft Neue Hanse und Mitglied im Konvent der Bürgermeister/innen.

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Hansestadt sowie der nächsten Umgebung angesiedelt sind, abgesehen von vielen kleineren Unternehmen, die Universität Rostock, Werftindustrie, Reedereien, Biotechnologie, Nahrungsmittelindustrie und IT- und Softwareunternehmen.

Wirtschaftsförderung

Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH - Rostock Business lenkt seit ihrer Gründung am 28. Februar 2003 die Wirtschaftsförderung in Rostock. Mit der Stadt wurde dazu im Dezember 2003 ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Begleitet wird die Arbeit durch einen Beirat, der mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik besetzt ist. Gesellschafter sind das Wohnungsunternehmen WIRO, die Hafenentwicklungsgesellschaft HERO und die Rostocker Versorgungs- und Verkehrs - Holding GmbH. Ziel der Gesellschaft ist laut Geschäftsbesorgungsvertrag die Erhöhung der Wahrnehmbarkeit der Region durch Stadt- und Standortmarketing, allgemeine Aufgaben der Wirtschaftsförderung für die Hansestadt Rostock, Investorenansprache und Akquisition von Unternehmen, Betreuung der ortsansässigen Unternehmen und Existenzberatungsleistungen, sowie Unterstützung und Koordinierung der Technologieförderung. [18]

Verkehr

Hafen

Hauptartikel: Hafen Rostock

Lange Straße und Stadthafen mit Hafenbahn 1972
Speicherhalbinsel im Stadthafen

Der Überseehafen ist – gemessen am jährlichen Güterumschlag – nach dem in Lübeck der zweitgrößte deutsche Ostseehafen. Beim Passagierverkehr ist dieser Hafen Verkehrsknotenpunkt für Reisen nach Gedser (Dänemark), Trelleborg (Schweden), Ventspils (Lettland) und nach Finnland, Estland und Russland. Nach Puttgarden ist Rostock der deutsche Ostseehafen mit der zweithöchsten Zahl an Reisenden (ca. 2 Mio. Passagiere). Neu seit 2009 ist eine Verbindung nach Gdynia in Polen der Reederei Finnlines. Diese kann weiter bis nach Helsinki ausgedehnt werden.

Nach Kriegsende wurde der in der Stadt befindliche stark zerstörte Hafen in mehrjähriger Arbeit wieder instand gesetzt. Das Wirtschaftswachstum der DDR und der Aufbau einer großen staatlichen Handelsflotte erforderten den Bau eines neuen, leistungsfähigen Hochseehafens, der außerhalb der bebauten Stadt am Breitling 1960 in Betrieb genommen wurde. Dazu wurde in Warnemünde ein neuer Zugang zur Ostsee gebaggert. Um an die Bedürfnisse der DDR- und Ostblock-Wirtschaft angepasst zu sein, wurde der Überseehafen ständig aus- und umgebaut und erreichte 1989 mit über zwanzig Millionen Tonnen Umschlag – überwiegend Massenschüttgütern – sein bis dahin bestes Ergebnis.

Kreuzfahrthafen in Warnemünde

Mit der deutschen Einheit begann der mühevolle Weg, den ausschließlich auf DDR-Bedürfnisse ausgelegten Hafen so umzugestalten, dass er einen akzeptablen Platz im Ensemble der deutschen Häfen finden konnte. In den vergangenen 15 Jahren hat der Überseehafen sein Erscheinungsbild und sein Leistungsangebot deshalb stark verändert. Aufgrund des modernen Ölhafens, der Anlagen für den Getreide-, Kohle-, Düngemittel- und Zementumschlag und des Terminals für den Export von Zucker, Holz, Schrott und Stückgütern ist er nach wie vor ein universaler Umschlagplatz.

Mit 162 Anläufen und 350.000 Passagieren ist Rostock in 2011 der größte deutsche Kreuzfahrthafen, bedingt vor allem durch den guten Anschluss an den Raum Berlin als Touristenziel und das 2005 eröffnete moderne „Cruise Center“ in Warnemünde. 2012 wird mit 178 Anläufen der Rekord von 2011 nochmals überboten.

Schon seit längerer Zeit nutzt die deutsche Reederei AIDA Cruises Warnemünde als Basishafen für die Ostseekreuzfahrten im Sommer, seit 2011 auch mit zwei Schiffen. 2009 und 2010 ermöglichte Norwegian Cruise Line auf Ostseekreuzfahrten den Zustieg in Warnemünde. Costa Crociere nutzt seit 2010 Warnemünde neben Kopenhagen als Basishafen für Nordeuropakreuzfahrten. 2010 und 2011 wurde die Costa Atlantica ab Warnemünde eingesetzt, erstmals im Jahre 2012 wird die Costa Fortuna von Warnemünde aus auf Kreuzfahrt gehen. Die amerikanische Reederei Princess Cruises ermöglicht im Jahre 2012 erstmals seinen Gästen, auch in Warnemünde auf die Ostseekreuzfahrten der Emerald Princess zuzusteigen.

Öffentlicher Personennahverkehr

Alte und neue Straßenbahnwagen am Neuen Markt vor dem Rathaus

1881 begann in Rostock die Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs. Die erste Pferdebahn mit Waggons auf Schienen, die von der Mecklenburgischen Straßen-Eisenbahn Actien Gesellschaft betrieben wurde, ging in Betrieb. Bereits zu Anfang gab es drei verschiedene Linien. Ab 1904 nahm die erste elektrische Straßenbahn unter der Rostocker Straßenbahn AG ihren Betrieb auf. 1951 wird die RSAG zum VEB Nahverkehr Rostock, 39 Jahre später wieder zur RSAG umbenannt.

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird unter anderem durch die S-Bahn Rostock der Deutschen Bahn sowie durch Straßenbahnen und Omnibusse der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) bedient. Rostock hat sechs Straßenbahnlinien, 22 Stadtbuslinien und zwei Nachtbuslinien. Daneben gibt es zwei Fährlinien über die Warnow und Regionalbuslinien in das Umland. Sie werden innerhalb des Verkehrsverbundes Warnow (VVW) angeboten, der 1997 gegründet wurde.

Seit 2006 gab es Planungen, durch eine Verknüpfung von Schienenstrecken der Straßenbahn, Regionalbahn und S-Bahn ein Stadtbahnsystem herzustellen. Kritiker befürchten hohe finanzielle Risiken für die Stadt und haben Zweifel an der Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit.

Eisenbahn

Hauptbahnhof, das historische Nordgebäude
Doppelstock-Züge als Regional-Express und S-Bahn

Der größte und wichtigste Bahnhof der Stadt ist der Rostocker Hauptbahnhof. Weitere Bahnhöfe sind der Bahnhof Warnemünde, sowie der Bahnhof Seehafen Nord.

Im Fernverkehr ist Rostock seit Juni 2007 per ICE (Rostock–Berlin–München) erreichbar. Intercity-Züge verbinden Rostock mit Hamburg und Westdeutschland, der einmal täglich verkehrende InterConnex mit Berlin und Leipzig. Die mehrere Jahre bestehende Nachtzug-Verbindung nach München bzw. Köln und Dortmund wurde im Oktober 2007 eingestellt. Im Regionalverkehr ist Rostock mit acht Linien gut an die umliegenden Städte angebunden.

Straßen

Rostock liegt an den Autobahnen 19 (Rostock – Autobahndreieck Wittstock (Dosse) – Berlin) und 20 (Stettin–Stralsund–Rostock–Lübeck), die sich im Autobahnkreuz Rostock kreuzen, und den Bundesstraßen 103, 105 und 110. Die Autobahnen und die Bundesstraßen 103 und 105 bilden zusammen mit dem Warnowtunnel einen Schnellstraßenring in und um Rostock.

Der Warnowtunnel wurde 2003 als Verbindung der westlich und östlich der Unterwarnow gelegenen Stadtteile zwischen Schmarl und Oldendorf eröffnet. An seinem östlichen Ende beginnt die A 19, das Westende ist mit der Schnellstraße vom Rostocker Zentrum nach Warnemünde verbunden. Der Tunnel ist der erste privat finanzierte und mautpflichtige Straßentunnel Deutschlands. Ging man in den Planungen zunächst von 22.000 Durchfahrten pro Tag aus, hat sich die Verkehrsbelegung heute bei rund 12.000 Durchfahrten eingepegelt. Damit konnten sich die Erwartungen bisher bei weitem nicht erfüllen. Als Konsequenz daraus wurde das Finanzierungsmodell nachträglich angepasst.

Von 1998 bis 2007 wurde auch das innerstädtische Straßennetz mit dem Neu- und Ausbau der Arnold-Bernhard-Straße und der August-Bebel-Straße sowie der Verbindung vom Schröderplatz zum Warnowufer grundlegend neu gestaltet. Parallel dazu wurden die früher verkehrsreichen Plätze Neuer Markt und Doberaner Platz für den Autoverkehr gesperrt.

Flugverkehr

Etwa 25 km südöstlich befindet sich der Flughafen Rostock-Laage. Air Berlin bietet Linienflüge nach Mallorca und Rhodos an. Germanwings bedient die Strecke Köln/Bonn–Rostock und Stuttgart-Rostock. Lufthansa verbindet Rostock mit den Drehkreuzen Frankfurt und München. Die German Sky Airlines fliegen via Frankfurt a. M. nach Antalya, einen Direktflug gibt es bei Sun Express. Die Helvetic Airways fliegen in den Sommermonaten Zürich an. Ein weiteres beliebtes Reiseziel ist Kreta, erreichbar mit der Viking Hellas. Weitere Charterflieger binden Rostock an verschiedene Ziele in Europa an.

Ansässige Unternehmen

Steinkohlekraftwerk bei Nacht
(weitere Bilder)

Traditionell ist Rostock Handels- und Industriestadt. Der Schiffbau und die Fischverarbeitung Rostocks verloren nach der Wiedervereinigung an Bedeutung, zahlreiche Beschäftigte verloren ihre Arbeit. Die Rostocker Werften (Neptun-Werft, Warnow-Werft) blieben erhalten und weitere Industriebetriebe wurden angesiedelt (Liebherr, Caterpillar) andere, wie Nordex, neu gegründet.

Von überregionaler Bedeutung sind auch die DSR-Gruppe und die deutsch-dänische Fährreederei Scandlines, die ihren deutschen Unternehmenssitz in Rostock hat. Zu den ansässigen Reedereien zählt auch die Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises.[19] AIDA Cruises ist mit der AIDA-Flotte größter Arbeitgeber im Tourismusbereich in der Hansestadt.

Ein ebenfalls überregional bekanntes Unternehmen ist die Rostocker Brauerei GmbH, die die mit der DLG-Goldmedaille-2006 ausgezeichneten Biermarke Rostocker Pilsener braut und bundesweit vermarktet.

Heute gewinnt der Dienstleistungssektor in der Stadt zunehmend an Bedeutung. Vor allem sind das Callcenter, die sich wegen der dialektarmen, hochdeutschen Sprache und des guten Angebots von Arbeitskräften ansiedeln.

Der größte Arbeitgeber der Stadt ist heute die Rostocker Universität.

In Rostock beheimatet ist die OstseeSparkasse Rostock.

Medien

Der Rostocker Anzeiger titelt politisch instrumentalisierend mit der Überschreitung der 100.000-Einwohner-Grenze
Gebäude der Ostsee-Zeitung (auf dem Platz des 1942 zerstörten Stadttheaters)

Das erste periodisch erscheinende Nachrichtenblatt in Rostock, der Auszug der Neuesten Zeitungen erschien ab 1711. 1846 wurde daraus die Rostocker Zeitung, die Zeitung des liberalen Bürgertums der Stadt. Lange auflagenstärkste Zeitung des Landes war der 1881 gegründete Rostocker Anzeiger.

Im 20. Jahrhundert spiegelten die Zeitungen vorwiegend die politischen Gruppen wider. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts findet sich im linken politischen Spektrum die sozialdemokratische Mecklenburgische Volkszeitung und die kommunistische Volkswacht, im rechten die völkische Mecklenburger Warte und der nationalsozialistische Niederdeutsche Beobachter. Zur Zeit der DDR wurde die Medienlandschaft vom Staat bestimmt und so erschien als Organ der SED die Volkszeitung, die ab 1946 Landeszeitung und dann 1953 Ostsee-Zeitung heißen sollte. Für die CDU erschien der Demokrat, für die LDPD die Norddeutsche Zeitung, und für die NDPD die Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In Rostock erscheinen als Tageszeitung die Ostsee-Zeitung (OZ), die Norddeutsche Neueste Nachrichten (NNN) sowie das Boulevardblatt Bild in der Regionalausgabe Mecklenburg-Vorpommerns. Es gibt mehrere Online-Stadtmagazine und regelmäßig erscheinende kostenlose Anzeigenmagazine. Als Monatspublikationen erscheinen regelmäßig das 0381-Stadt & Kulturmagazin, die Szene Rostock, das Stadt- und Szenemagazin Piste, der o.k. Ostseekalender und HRO Live.

Die Stadt ist Sitz eines Regionalstudios des NDR, das Beiträge für den Hörfunk und das Fernsehprogramm produziert.

In der Hansestadt sind die Deutsche Presse-Agentur GmbH dpa und die ddp-Nachrichtenagentur ansässig.

Zwei regionale Fernsehsender berichten aus Rostock, der Privatsender mit Videotext tv.rostock und der Bürgerfernsehsender rok-tv (Rostocker Offener Kanal).

Im Sommer 2005 ging Radio Lohro, ein nicht kommerzielles Stadtradio für die Region Rostock, auf Sendung. Ebenfalls aus der Hansestadt sendet der landesweite Privatsender Ostseewelle. Der ebenfalls private Radiosender Antenne MV besaß über zehn Jahre in Rostock ein Regionalstudio, das im Frühjahr 2007 aus Kostengründen geschlossen wurde.

Wichtigster Senderstandort ist der Fernmeldeturm Rostock.

Öffentliche Einrichtungen

Rostock war nie die politische Hauptstadt des Landes. Trotzdem wurde es häufig wegen seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutsamkeit als diese bezeichnet. Noch heute zeigt sich das zum Beispiel an den Institutionen und Einrichtungen sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts, die ihren Sitz in Rostock haben. Dazu zählen: Landgericht Rostock, Oberlandesgericht Rostock, Arbeitsgericht Rostock, Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Sozialgericht Rostock, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Rostock hat einen der beiden Sitze dieses Amtes; der weitere gleichberechtigte Sitz befindet sich in Hamburg), Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Marineamt, Stützpunkt Hohe Düne mit Schnellbootflottille, Korvettengeschwader und Sportfördergruppe der Deutschen Marine, Bundespolizeiamt Rostock, Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, IHK Rostock, Oberfinanzdirektion des Bundes, eine Filiale der Bundesbank, Bundesforschungsamt für Fischerei, Bundesvermögensamt Rostock, Wasserschutzpolizeidirektion Mecklenburg-Vorpommern, Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern, Landesgesundheitsamt Mecklenburg-Vorpommern, Landesinstitut für Schule und Ausbildung Mecklenburg-Vorpommern, Landesprüfungsamt für Bautechnik Mecklenburg-Vorpommern, Landesversorgungsamt Mecklenburg-Vorpommern, Lehrerprüfungsamt Mecklenburg-Vorpommern, Staatliches Amt für Umwelt und Natur Rostock, Staatliches Schulamt Rostock, Amt für Raumordnung und Landesplanung Mittleres Mecklenburg und schließlich der Deutsche Wetterdienst.

Bildung und Forschung

Universität Rostock

Hauptgebäude der Universität Rostock

Hauptartikel: Universität Rostock

Die mit Abstand größte und wichtigste Bildungseinrichtung der Stadt ist die Universität Rostock: Gegründet 1419 gehört sie nach der Universität von St Andrews in Schottland (1413) zu den ältesten Universitäten Nordeuropas, und nach Prag (1348), Heidelberg (1386), Köln (1388), Erfurt (1392) und Leipzig (1409) zu den ältesten deutschen Universitäten.[21] Die seit ihrer Gründung ununterbrochene Lehrtätigkeit macht die Rostocker Universität sogar zur drittältesten deutschen Hochschule. Die Gründungsfakultäten sind die juristische, die philosophische und die medizinische Fakultät, Theologie gehörte noch nicht dazu. Diese wurde erst im Jahre 1432 gestiftet und vervollständigte so die Universität. Nach kurzer Zeit erhielt sie den Beinamen „Leuchte des Nordens“. Die einzelnen Fakultäten und Institutionen sind in den letzten Jahren auf vier Standorte konzentriert worden. Nachdem 1950 auf Betreiben der SED-Regierung die Juristische Fakultät geschlossen worden war, konnte sie im Herbst 1989 neu eröffnet werden. Mittlerweile besteht die Hochschule aus neun Fakultäten: Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät, Informations- und Elektrotechnische Fakultät, Juristische Fakultät, Medizinische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Maschinenbau- Schiffstechnische Fakultät, Philosophische Fakultät, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät sowie die Theologische Fakultät. Die Universität Rostock ist mit ca. 14.700 Studenten (WS 2009/10) die größte Hochschule Mecklenburg-Vorpommerns.

Hochschule für Musik und Theater

Hochschule für Musik und Theater

Hauptartikel: Hochschule für Musik und Theater Rostock

Diese erst 1994 gegründete Hochschule ist eine der jüngsten ihrer Art in ganz Deutschland. Sie fühlt sich stark mit entsprechenden Einrichtungen in Vilnius, Riga und Tallinn verbunden und kooperiert auch mit den Hochschulen in Krakau, Danzig und Posen. Es gibt einige Zusammenarbeit mit der staatlichen Universität Rostock, beispielsweise in Form von gemeinsamen Kursen für Studenten der Uni Rostock und der HMT. Gemeinsam mit der Otto-Falckenberg Schule München und der Ernst-Busch Schule Berlin gehört sie zu den drei besten staatlichen Schauspielschulen Deutschlands und genießt einen erstklassigen Ruf. Im Jahre 2001 erhielt sie einen beachtenswerten Neubau auf den Ruinen des vormaligen Katharinenstifts.

Hochschule Wismar

Hauptartikel: Hochschule Wismar

Der Fachbereich Seefahrt der Hochschule Wismar mit seinem modernen Maritimen Simulationszentrum ist in Warnemünde ansässig.

Sonstige Bildungs- und Forschungseinrichtungen

Weitere Bildungseinrichtungen Rostocks sind das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, als Institute der Fraunhofer-Gesellschaft: das Institut für Graphische Datenverarbeitung, sowie das Institut für Produktionstechnik und Automatisierung Stuttgart, Außenstelle Rostock. Außerdem zu nennen ist der Forschungsverbund Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung in Rostock-Warnemünde) und das Leibniz-Institut für Katalyse, das am 1. Januar 2006 aus dem Zusammenschluss des Instituts für Organische Katalyseforschung und des Instituts für Angewandte Chemie Berlin-Adlershof hervorgegangen ist.

In Rostock gibt es ein umfassendes Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Hierzu zählen insgesamt 23 Grundschulen, 6 regionale Schulen, 8 Gesamtschulen, 11 Gymnasien, 10 Förderschulen, 6 Berufsschulen und 7 sonstige Schulen und Nebenstellen, wozu z. B. eine Kunstschule, eine Sternwarte und eine Zooschule zählen. Rostock hat vier umfangreich ausgestattete Bibliotheken mit hohen Nutzer- und Ausleihzahlen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturpreis

Alle zwei Jahre wird für kulturelles Engagement und für Leistungen, die das Geistes- und Kulturleben der Hansestadt Rostock wesentlich bereichern, der Kulturpreis der Hansestadt Rostock verliehen.

Musikausbildung

Für die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen gibt es das Konservatorium und die Freie Musikschule Carl Orff. Hier findet Unterricht von der musikalischen Früherziehung bis zum Einzel- und Ensembleunterricht der verschiedensten Instrumente, Gesang und Tanz statt. Daneben existieren weitere, private Musikschulen. An der Hochschule für Musik und Theater studieren ca. 500 Studenten. In der Hochschule ist der Kammerchor Ars’ Nova zu Hause.

Klassische Musik

Das wichtigste Orchester der Stadt ist die Norddeutsche Philharmonie am Volkstheater Rostock. Neben der Mitwirkung an den musikalischen Oper-, Operetten-, Musical- und Ballettaufführungen werden auch die regelmäßig stattfindenden Philharmonischen Konzerte gut besucht. Am Volkstheater ist auch die Rostocker Singakademie, eine aus Berufssängern und Laien bestehende Chorvereinigung tätig.

Tragende Säulen der Aufführungen von klassischer Musik in Rostock sind die Kantoreien der St.-Johannis-Kirche, der Marienkirche und der Kirche Warnemünde. Die verschiedenen Chöre dieser Kantoreien bestreiten neben der musikalischen Begleitung der Gottesdienste eine rege Konzerttätigkeit mit Aufführungen von Kantaten, Motetten und Oratorien teilweise in Begleitung international namhafter Solisten und Orchester.

Die Hochschule für Musik und Theater mit ihren Studenten bereichert die klassische Konzertszene in Rostock. Seit 1991 finden im ganzen Land jährlich im Sommer die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern als ein Festival klassischer Musik statt. Zu den Spielorten in Rostock gehört auch die alte Schiffbauhalle der Neptun-Werft.

Jazz

Mit der Pasternack Big Band ist in Rostock eine der wenigen noch existierenden Bigbands in Norddeutschland beheimatet. Es gibt weiterhin kleinere aktive und ambitionierte Jazz-Ensembles und Bands, wie Swing for Fun, The Marching Saints, die Breitling-Stompers, Ipanema und Fritzings Dixie Crew, die unterschiedliche Genres und Stilistiken bedienen und sich harmonisch in die Jazz-Szene Norddeutschlands einfügen. Die Reihe Jazzdiskurs stellt regelmäßig bekannte und unbekannte Formationen und Solisten aus allen Stilrichtungen des Jazz vor, im Bogarts Jazz Club (ansässig in der Kneipe und Kleinkunstbühne „Ursprung“) gibt es Blues und Rock, Dixieland, Bebop oder Modern Jazz mit Infos über Interpreten, Komponisten, Arrangeure und das Musikgeschäft. Der Jazzclub Rostock e. V. wirkt auf eine Entwicklung der Jazzmusik in Rostock und Umgebung hin. Dazu wird Jazz im öffentlichen Bewusstsein gefördert und Jazzinteressierten ein Forum gegeben. Jährlich findet in Rostock ein fünftägiger Jazz-Workshop für traditionellen Jazz, Mainstream, modernen Jazz, zeitgenössischen Jazz und Blues statt.

Literatur

Das Literaturhaus Rostock, das vom gemeinnützigen Trägerverein Literaturförderkreis Kuhtor e. V. geführt wird, bietet Literatur- und Kulturinteressierten ein weitgefächertes Programm an Veranstaltungen im kulturellen Bereich. Neben dem Literaturhaus Leipzig ist es das einzige ostdeutsche Literaturhaus im Netzwerk deutschsprachiger Literaturhäuser (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Einen Einblick in die Hinterlassenschaft des Rostocker Schriftstellers Walter Kempowski gibt das Kempowski-Archiv-Rostock. Es ist geplant eine Sammlung von Archivgegenständen dauerhaft auszustellen und somit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher Peter Weiss und seinem Wirken in der Hansestadt trägt das Peter-Weiss-Haus Rechnung. Nahezu alle Weiss-Stücke erlebten Ihre ostdeutsche Erstaufführung am Volkstheater Rostock unter Hanns Anselm Perten. Weiss formulierte selbst, das Rostocker Theater wäre für ihn das, was für Brecht das Berliner Ensemble gewesen sei. Mit Sitz im unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft beherbergt das Haus u. a. das Literaturhaus Rostock und eine Forschungs-Mediathek über Werk und Wirkung des Universalkünstlers in den Genres Film, Ton und Literatur. Das Haus richtet jährlich die Peter-Weiss-Woche aus und arbeitet unter anderem mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft zusammen.

Am 26. Februar 2010 wurde in Rostock auf Initiative zahlreicher Wissenschaftler der Johnson-Forschung mit Unterstützung der Universität und der Stadt Rostock die Uwe-Johnson-Gesellschaft gegründet.

Theater

Der älteste deutsche Theaterzettel (von 1520)
Transkribierung auf Wikisource
Rostocker Stadttheater von 1786–1880
Theater im Stadthafen

Die Theaterkultur der Stadt reicht weit in die Vergangenheit. Der nachweislich älteste gedruckte Theaterzettel Deutschlands von 1520 stammt aus Rostock. Bei diesem handelt es sich um eine Ankündigung für das Fest zu Ehren der Medelidinge Marie, welches in Rostock immer an dem Sonntag nach dem 15. Juli (im Jahre 1520 war es demnach der 22. Juli) gefeiert wurde.

Dabei waren es bis in das 19. Jahrhundert hinein vornehmlich wandernde Schauspielergruppen, die sich der Rostocker Bürger annahmen. Die Spielorte wechselten vom mittelalterlichen Marktplatz über das Ballhaus im 17. zum Comödienhaus im 18. Jahrhundert, ehe 1786 das alte Stadttheater entstand, welches durch einen Brand 1880 zerstört wurde. Es konnte jedoch schon 1895 ein größeres, schöneres Theater südöstlich des Steintors eingeweiht werden. H. Seeling hatte es als monumentalen neobarocken Putzbau mit mehreren Rängen im Zuschauerraum errichtet. Noch 1938 wurde es umgestaltet. Dann war diesem Gebäude kein langes Leben mehr beschieden, es wurde im April 1942 bei den britischen Luftangriffen auf Rostock zerstört. An seiner Stelle wurde der Neubaukomplex „Ostsee-Druck“ errichtet. Schon lange wird über einen Theater-Neubau diskutiert. In den 1970er Jahren sollte einer am Schröderplatz entstehen, über den Wallgraben reichen und die Teufelskuhle dabei als Freilichtbühne einbeziehen. Ein Großes Haus sollte dann 1000, ein Kleines 400 Plätze haben, über deren Auslastbarkeit damals bereits spekuliert wurde. Die Pläne wurden gestrichen, da solch ein Bau nicht finanzierbar war. Also erhielt das vorhandene Provisorium einen einfachen Anbau für ein Theatercafé (bald Ballettsaal) und die Eingangshalle; Zuschauerraum und Foyer konnten dadurch ebenfalls erweitert werden. Bereits 1954 wurde in einem ehemaligen Hotel in der Eselföterstraße das Kleine Haus mit 193 Plätzen geschaffen, 1960 das Intime Theater am Glatten Aal (67 Plätze), 1965 das Theater für Prozesse im ehemaligen Haus der Armee, 1968 in Warnemünde die Kleine Komödie (94 Plätze). Später wurde dann in der Kunsthalle das Studio 74 eingerichtet und in einer Baracke das Theater am Kehrwieder (bald Probehaus der Philharmonie). In der zweiten Etage des Großen Hauses entstand das Ateliertheater. Aber auch Freilufttheater entstanden: Im Garten des Klosters zum Heiligen Kreuz und die Sommerbühne am Meer im Kurhausgarten Warnemünde.[22]

Die Rostocker Theatergeschichte hat von Persönlichkeiten wie Conrad Ekhof, Schönemann, Hagen und Hanns Anselm Perten gelebt, die Rostock zu seinem kulturellen Höhepunkt im 20. Jahrhundert führten und zum „Bayreuth des Nordens“ machten, da besonders die Aufführung von Wagner-Opern gepflegt wurde. Trotz wachsendem finanziellen und politischen Druck ist das Theater noch mit einem kompletten Tanztheater-, Musiktheater- und Schauspielensemble ausgestattet. Spielstätten sind heute das Große Haus (Doberaner Straße 134/135), das Theater im Stadthafen (Warnowufer 65) und die Kleine Komödie Warnemünde (Rostocker Str. 8). Integraler Bestandteil des Volkstheaters ist darüber hinaus die Norddeutsche Philharmonie Rostock. Das A-Orchester ist der größte Klangkörper des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Regelmäßige finden Konzerte nicht nur im Großen Haus, sondern auch im Barocksaal und der Nikolaikirche statt.

Neben dem städtischen Volkstheater bereichert auch die 1991 gegründete freie Compagnie de Comédie in der Bühne 602 (Warnowufer 55) die Rostocker Theaterlandschaft mit Musical, Schauspiel, Komödie, Konzerten und Märchen. In jeder Spielzeit werden durch das kleine Team, das durch die Hansestadt Rostock, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV, das Arbeitsamt Rostock und das Sozialministerium MV gefördert wird, bis zu sieben Neuproduktionen aufgeführt.

Seit fast 90 Jahren gibt es die Niederdeutsche Bühne Rostock, die in der Bühne 602 und im Theater im Stadthafen mit regelmäßig zwei Premieren pro Spielzeit auftritt.

Das jüdische Theater Mechaje ist seit 1997/1998 Bestandteil der Rostocker Theaterlebens.

Museen

Die Museumslandschaft Rostocks ist nicht sehr reich, dafür gibt es aber einige interessante Höhepunkte. So die Kunsthalle Rostock, in der im Jahr 2006 eine Ausstellung mit Werken von Christo und Jeanne-Claude zu sehen war, die Kulturhistorischen Museen im Kloster zum Heiligen Kreuz und dem Kröpeliner Tor mit einer Dauerausstellung zur Rostocker Stadtbefestigung und Societät Rostock maritim e. V. (ehemals Schiffbaumuseum). Ein darüber hinaus wichtiges Museum ist die Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock. Auch sehr interessant sind das Heimatmuseum Warnemünde, das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum auf dem Traditionsschiff in Rostock-Schmarl, auf dem neben der Schiffbaugeschichte auch maritime Spezialthemen zu besichtigen sind und das depot12, die verkehrsgeschichtliche Ausstellung der RSAG und der Rostocker Nahverkehrsfreunde.

Der Eintritt für einige Rostocker Museen ist frei. Diese nehmen freiwillige Eintrittsspenden entgegen.[23]

Bauwerke

Kuhtor (Feldseite)
Deutsche Med

Rostocks Altstadt wird von gotischen Backsteingebäuden aus der Zeit der Hanse geprägt. Dazu zählt die alte Rostocker Stadtbefestigung, von der heute noch Teile erhalten sind, vor allem im Süden mit Wieckhäusern und einem Stück des Walls, der durch Wallenstein zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs errichtet wurde. Weiter östlich in der Mauer zwischen Steintor, dem einstigen Haupttor und dem Kuhtor, dem ältesten Gebäude Rostocks überhaupt, steht der Lagebuschturm als letzter von vier Wehrtürmen. Im Osten der Altstadt befindet sich ein langes Stück Mauer in der Nähe der Petrikirche, im Nordwesten steht darüber hinaus noch ein Teil der Fischerbastion mit einigen historischen Kanonen. Viele Tore, die in die Mauer integriert waren, existieren heute nicht mehr. Die meisten abgerissenen Tore wurden im Zuge der Entfestigung der Stadt im 19. Jahrhundert abgetragen, das im Zweiten Weltkrieg ausgebrannte Petritor wurde als Verkehrshindernis 1960 niedergelegt. Aber wichtige Tore, wie das Steintor, Kröpeliner Tor und Mönchentor sind noch immer zu sehen und wurden vollständig saniert.

Innerhalb der Stadtmauern befinden sich drei von einstmals vier monumentalen Stadtkirchen und eine Klosterkirche, mit deren Bau im 13. Jh. begonnen wurde: Die größte ist die gotische Marienkirche im Stadtzentrum, daneben findet man in der sogenannten Östlichen Altstadt die frühgotische Nikolaikirche sowie die St. Petri-Kirche am Alten Markt, deren Umgebung die Keimzelle Rostocks darstellt. Ferner ist die Klosterkirche des Klosters zum Heiligen Kreuz im westlichen Stadtzentrum erwähnenswert. Außerhalb der Stadtmauern befinden sich die Heiligen-Geist-Kirche in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und die Evangelische Kirche in Warnemünde.

Bedeutende Profanbauten sind das gotische Rostocker Rathaus aus dem 13. und 14. Jh. mit einer nachträglich angefügten, barocken Fassade von 1727, das Hausbaumhaus (spätgotisches Kaufmannshaus), das Standesamt und Stadtarchiv, das Ratschow-Haus (heute Stadtbibliothek), das Krahnstöverhaus in der Großen Wasserstraße und das neugotische Ständehaus. Auch findet man insbesondere in der Kröpeliner Straße zahlreiche im Kern mittelalterliche und in der Fassade barock oder klassizistisch überformte Bürgerhäuser, die heute zumeist als Geschäftshäuser dienen. Ebenso erwähnenswert ist der Leuchtturm in Warnemünde, welcher als das Wahrzeichen dieses Stadtteils gilt. Ein anderes interessantes Gebäude ist das Universitäts-Hauptgebäude am Universitätsplatz, aber auch zahlreiche Speicher, wie der Wittespeicher oder die Speicher auf der Speicherhalbinsel im Stadthafen.

Zu den zahlreichen Bauten aus der Zeit der Industrialisierung zählt der denkmalgeschützte Wasserturm von 1903.

In den 1920er und 1930er Jahren entstanden als bedeutende Einzelbauwerke des Neuen Bauens das Kurhaus Warnemünde und das Lyzeum mit Oberlyzeum, das heutige Innerstädtische Gymnasium. Die Architekten waren Walter Butzek und Gustav Wilhelm Berringer. Das Lyzeum erhielt auf Druck der Nationalsozialisten ein „zeitgemäßes“ Steildach. Mit der Rekonstruktion 2008 wurde die Schule wieder entsprechend ihrer ursprünglich geplanten Form mit einem Flachdach versehen.

Von 1953 bis 1959 wurde mit dem besonderen Wohlwollen Walter Ulbrichts unter Leitung des jungen Chefarchitekten der Stadt Joachim Näther die Lange Straße als Magistrale neu aufgebaut, die eins der Wahrzeichen Rostocks geworden ist.

Zwischen 1966 und 1972 wurden von Ulrich Müther mit verschiedenen Rostocker Architekten stadtbildprägende Hyparschalen – Bauwerke errichtet. Das bekannteste ist der Teepott in Warnemünde, weiterhin das Kosmos in der Südstadt, die Mehrzweckhalle in Lütten Klein und der Neubau der katholischen Kirche am Borenweg. Weitere Experimentalbauten Müthers entstanden für die Ostseemesse auf dem Messegelände Schutow. Hier ist eine ehemalige Messehalle erhalten geblieben.

Ende der 1990er Jahre entstand unter Leitung von Gerkan, Marg und Partner hinter der Gründerzeitfassade des ehemaligen Hotels „Rostocker Hof“ eine der innerstädtischen Einkaufspassagen in Rostock. Das gleiche Architekturbüro zeichnete auch für das städtebauliche Konzept und die Bauten der IGA 2003, unter anderen mit der Messehalle und dem Messeturm, verantwortlich. Ein weiteres international tätiges Architektenteam, das Büro des dänischen Architekten Henning Larsen entwarf die sachlich-moderne Gebäude des Max-Planck-Instituts am Stadthafen, das 2001 fertiggestellt wurde, und der Universitätsbibliothek in der Südstadt (2004). 2005 entstand im Stadtzentrum der postmoderne Bau der Deutschen Med vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn.

Verlorene Bauwerke

Die alte Synagoge von Rostock
Rekonstruktion des Zwingers

1566 war es ein politischer Streit mit Herzog Johann Albrecht I., der zu einem Abriss des Steintors und der Stadtmauer bis zum Kuhtor führte. Aus den Steinen ließ er sich eine Befestigung vor der Stadt bauen. 1575-77 allerdings wurden nach der Einigung das Tor, jetzt im niederländischen Renaissancestil, sowie die Mauer aus den Steinen der geschleiften Festung wieder aufgebaut. 1677 war es ein großer Brand, der ein Drittel der Stadt vernichtete. Aber auch Stürme trugen zu einer Vernichtung von wichtigem Baugut bei, wie 1718, als vor allem die historische gotische Ratslaube am Rathaus zusammenbrach. Zu sehen ist sie noch auf der Vicke-Schorler-Rolle. Ersetzt wurde sie dann später durch einen einfachen barocken Vorbau des 18. Jahrhunderts, der die alte gotische Schauwand aus dem 13. Jahrhundert fast vollständig bedeckt.

In der öffentlichen Wahrnehmung fast vergessen ist der Zwinger, der als Wehrturm vor dem Steintor stand. Dieser wurde 1849 von preußischen Pionieren wegen angeblicher Baufälligkeit gesprengt.

1938 wurde die Synagoge von Rostock zerstört.

Rostock verlor viele wichtige historische Bauten durch die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg. Vernichtet oder schwer beschädigt wurden drei der vier großen Stadtpfarrkirchen, mit Stein-, Kuh- und Petritor Teile der Befestigungsanlagen, Platzbebauungen (Neuer Markt, Alter Markt und Hopfenmarkt teilweise, Am Schilde vollständig) und ganze Straßenzüge mit stadtbildprägenden Giebelhäusern aller Stilepochen, das neogotische Hauptpostamt, das Universitätsklinikum am Gertrudenplatz, das neobarocke Stadttheater und eine Reihe von Schulgebäuden, darunter die klassizistische Friedrich-Franz-Schule von 1844.[24] 40 Prozent des Wohnraumes in Rostock ging durch die Bombenangriffe verloren.

Auch nach dem Krieg wurde keine Rücksicht auf die historische Bausubstanz genommen. Die Jakobikirche, 1942 schwer getroffen, wurde 1960 endgültig abgerissen. Heute erinnert eine Grünanlage an den Ort, an dem sie gestanden hat. In den Boden gelassene Markierungen zeigen unter anderem die Stelle der alten Portale. Ebenfalls wurde das im Krieg lediglich teilweise zerstörte Rostocker Stadttheater am Steintor abgerissen. An dessen Stelle kam ein funktionales Gebäude, Sitz von Ostseedruck und Ostsee-Zeitung. Des Weiteren wurden nach dem Krieg die neogotischen Anbauten am Kröpeliner Tor, die um 1840 errichtet worden waren, obgleich unbeschädigt, abgerissen.

Das Petritor und die Petrikirche wurden ebenfalls im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen (am 27. April 1942). Während die Kirche erhalten blieb und ihr nach der Wiedervereinigung 1994 ein neuer Turmhelm aufgesetzt wurde, wurden das Petritor und Teile der Stadtmauer am 27. Mai 1960 vollständig abgerissen. Ein Verein bemüht sich heute darum, die Mittel für den Wiederaufbau des Tores zu beschaffen. Ebenfalls im Krieg zerstört wurde die Nikolaikirche, die aber ab 1974 und verstärkt nach der Wende rekonstruiert wurde.

Einige größere Wunden hinterließen auch die Versuche, Rostock zu einer sozialistischen Großstadt auszubauen. Zum einen wurde in den 1950er Jahren die Lange Straße verbreitert und die noch erhaltene Bausubstanz durch Neubauten ersetzt. Der Verlängerung der Langen Straße fiel der Stadtmauerabschnitt zwischen Kröpeliner Tor und Fischerbastion zum Opfer.

Ende der 1960er Jahre entstand der Plan, die Südstadt über eine Tangente mit der Innenstadt und darüber hinaus über eine Brücke über die Warnow mit Gehlsdorf zu verbinden. Dieses Konzept wurde nur teilweise realisiert, z. B. mit dem Südring bis Höhe Schröderplatz und den Hochhäusern am Vögenteichplatz. Den vorbereitenden Maßnahmen fiel 1971 auch die neugotische, katholische Christuskirche auf dem Schröderplatz zum Opfer.

(weitere Bilder der Lorenz-Rekonstruktionen)

Die Rostocker Sieben - Memorialvers

Die Zahlenaffinität der Rostocker hat ihren Ursprung in der mystisch und theologisch motivierten Zahlensymbolik des Mittelalters. Dies ist sicher kein ausschließlich Rostocker Phänomen, allerdings hat sie sich im Volksglauben und im Brauchtum der alten Hansestadt an der Warnow mit einem Bezug zur Zahl Sieben in besonderer Weise manifestiert. Sie ist bereits Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen des Sagenforschers Ludwig Bechstein (1801-1860) und des Volkskundlers Richard Wossidlo (1859-1939) gewesen. Die Sieben hat in Rostock eine besondere Bedeutung, wie es die Zahl der Buchstaben im Stadtnamen bereits nahelegen soll, und fand bzw. findet sich – ob zufällig oder auch bewusst erzeugt, muss dahingestellt bleiben - im Stadtbild wieder. Dies ist offensichtlich Anlass für das Entstehen des Memorialverses von der Rostocker Sieben gewesen.

niederdeutsch [1597]

Soeuen Doeren tho S. Marien Karcke
Soeuen straten van dem groten marckde
Soeuen dhoere so dar gahn tho Lande
Soeuen kopmans brueggen by dem strande
Soeuen toerne so up dem Radthuß stann
Soeuen klockeu[n] de daglyken slann
Soeuen Linden up dem Rosengarden
Dat syn der Rostocker kennewarten.

hochdeutsch [wörtliche Übertragung]

Sieben Türen zur St. Marien Kirche,
Sieben Straßen von dem großen Markte,
Sieben Tore, die da gehen zu Lande,
Sieben Kaufmannsbrücken bei dem Strande,
Sieben Türme so auf dem Rathaus stehen,
Sieben Glocken die täglich schlagen,
Sieben Linden auf dem Rosengarten:
Das sind der Rostocker Erkennungspunkte (Sehenswürdigkeiten).

Im Jahre 1597 wurde dieser Memorialvers, der vermutlich bereits Jahrzehnte oder Jahrhunderte im Volksmund kursierte, auf einer graphischen Ansicht der Stadt Rostock, die der Kölner Topograph und Geograph Georg Braun und der Kupferstecher Franz Hogenberg gemeinsam produzierten, erstmals nachweislich öffentlich. Niedergeschrieben hatte ihn der Rostocker Dichter Peter Linde(n)berg (1562-1596) in seinem Todesjahr in einer kurzen Stadtgeschichte, die Georg Braun als Vorlage seines Rostock-Textes diente. (Nahezu zeitgleich mit der Baun-Hogenbergschen Stadtansicht erschien posthum Lindenbergs Rostocker Chronik; auch dort ist der Memorialvers nachzulesen.) Inhaltlich orientierte sich der Memorialvers getreu an den topographischen Gegebenheiten des mittelalterlichen Rostock. Die sieben Türen der Rostocker Hauptkirche St. Marien sind noch heute im Baukörper vorhanden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges führten sieben Straßen zum Neuen Markt: die Steinstraße, der Glatte Aal, die Blutstraße (heute Teil der Kröpeliner Straße), die Straße Bei der Marienkirche (der heutige Straßenname bezeichnet nur noch einen Teil des historischen Straßenzuges), der Ortsund (existiert nicht mehr), die Große Scharrenstraße (ihre Mündung auf den Markt markiert der Durchgang im heutigen sogenannten Rathausanbau, der die historische Situation unter dem mittelalterlichen Vorgängerbau zitiert, der durch Bombentreffer im April 1942 zerstörten Ratsstube) und die Große Wasserstraße. Die sieben Landtore waren einst das Petritor, das Mühlentor, das Kuhtor und das Steintor (beide erhalten), das Schwaansche Tor, das Kröpeliner Tor (erhalten) sowie das Bramowsche Tor. Sieben Kaufmannsbrücken (Landungsbrücken für Schiffe am Ufer der Warnow) lassen nicht direkt nachweisen. Ihre Zahl variierte offensichtlich zwischen 1560 (acht) - für das Jahr 1653 lassen sich sogar zehn Brücken nachweisen - und 1790 (fünf) erheblich. Gerade diese Unbeständigkeit legt allerdings nahe, dass es zum Zeitpunkt des Entstehens des Verses (der nicht überliefert ist) tatsächlich sieben Kaufmannsbrücken am Warnowstrande gegeben haben könnte. Bei Einheimlischen wie Touristen ist die siebentürmige Schauwand des Rostocker Rathauses nach wie vor beliebtes Fotomotiv und selbst schon ein Wahrzeichen der Stadt. Es ist bekannt, dass die vier Kirchen (St. Petri, St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi) sowie drei der Klöster (St. Katharinen, St. Johannis und Zum Heiligen Kreuz) des mittelalterlichen Rostock über ein Geläut bzw. eine Glocke verfügten, die durchaus gelegentlich, eventuell sogar täglich, gemeinsam erklangen. Die sieben Linden im historischen Rosengarten wurden durch die Baumaßnahmen zur Errichtung des Stadttheaters geschädigt, zwei von ihnen mussten 1898 gefällt werden, wurden aber durch Nachpflanzung im Jahre 1899 ersetzt.Im 20. Jahrhundert fielen sie einer Neugestaltung des Areals zum Opfer. Heute erinnern sieben junge Linden vor dem sogenannten Rathausanbau auf dem Neuen Markt an ihre „Vorgänger“.

Der Memorialvers in zahlreichen sprachlichen Varianten auf Hoch- und Niederdeutsch hat nach wie vor einen exponierten Platz im Brauchtum der Rostocker, ist „Unterrichtsstoff“ so mancher Grundschulklasse und wird auch heute noch „von Mund zu Mund“ an die heranwachsenden Generationen weitergegeben.[25]

Veranstaltungen

Hanse Sail

Viele regelmäßige Veranstaltungen finden in Rostock statt. Neben dem größten Weihnachtsmarkt in Norddeutschland wird auch jedes Jahr die Hanse-Sail als Höhepunkt der Veranstaltungen ausgerichtet. Diese steht auch in der Tradition der Internationalen Ostseewoche, deren Hauptveranstalter Rostock von 1958 bis 1975 war.

Am Jahresbeginn findet der Kabarettistenwettbewerb Der Rostocker Koggenzieher statt, dann ab Ende März bis in den Juni der Bücherfrühling an der Warnow, der viele Lesungen und Ausstellungen bietet, seit April 2004 außerdem die halbjährlich stattfindende Literaturshow Prosanova im MAU Club, im April und Oktober ist Rostocker Kulturwoche, dann im Mai/Juni zu Pfingsten der traditionelle Rostocker Pfingstmarkt. Auch im Mai: Das Stadtteilfest der Kröpeliner-Tor-Vorstadt Blaumachen und das Kurzfilmfestival FiSh. Im Juni ist Ostseejazz-Festival, im Juli dann der Rostocker Sommer mit Musik, Folklore, Literatur und am Strand die Veranstaltungsreihe Sommer der Kulturen, darüber hinaus auch Warnemünder Woche und der Rostocker Christopher Street Day (die größte Schwulen- und Lesbenparade des Landes). Die Hanse Sail ist im August in Rostock, im September finden schließlich das Boulevardfest und das Rostocker Hafenfest statt, bevor das Veranstaltungsjahr mit dem Rostocker Weihnachtsmarkt im November/Dezember und den großen Silvesterfeuerwerken im Stadthafen und Warnemünde endet.

Im Jahr 2018 wird Rostock voraussichtlich den Hansetag der Neuen Hanse ausrichten. Ein Thema dafür steht noch nicht fest.

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Eingang Trotzenburg des Rostocker Zoo

Weitere Sehenswürdigkeiten, für die ein Besuch der Stadt lohnt, sind der Botanische Garten der Universität, das Messegelände und der Messepark der ehemaligen IGA, die Rostocker Heide mit dem Gespensterwald, aber nicht zuletzt auch der Rostocker Zoo.

Im Stadtteil Warnemünde bietet sich neben dem Strand an Interessantem vor allem die lange Westmole, der Teepott, der Leuchtturm und die Straße Am Strom. Im Heimatmuseum in der Alexandrinenstraße ist die Geschichte der Fischerei und Seefahrt dargestellt.

Sport

DKB-Arena (ehemals Ostseestadion) und Leichtathletikstadion

Der Fußball-Club Hansa Rostock gehört – bildlich gesprochen – zu den sportlichen Leuchttürmen der Stadt und des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Immer wieder schaffte der F.C. Hansa Rostock in der Vergangenheit den Wiederaufstieg aus der zweiten in die erste Bundesliga, zuletzt in der Saison 2006/07, konnte 2008 die Erstklassigkeit allerdings nicht in die nächste Saison tragen. In der Saison 2009/10 stieg Hansa aus der 2. Liga in die 3. Liga ab und sofort wieder auf.

Im Jahre 1899 wurde der Fußballverein Internationaler FC Rostock gegründet, der allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1945 aufgelöst wurde.

Der Handball-Club HC Empor Rostock wurde zehn Mal DDR-Meister und 1982 Europameister für Vereinsmannschaften. Der Club zählt zu den traditionsreichsten Handballvereinen in Deutschland. Die Männer-Mannschaft um Trainer Lars Rabenhorst spielt in der 2. Bundesliga Nord. Bei den Damen spielt das Team der Rostock Dolphins in der Saison 2008/2009 nach einjähriger Abstinenz ebenfalls wieder in der 2. Bundesliga Nord. Der SV Pädagogik Rostock spielt in der Oberliga Mecklenburg-Vorpommern.

Die Hockeyherren der HSG Uni Rostock sind in der Saison 2008/2009 Landesmeister Mecklenburg-Vorpommerns geworden und kämpften am 14. März 2009 und 15. März 2009 um den Aufstieg in die Regionalliga Ost.

Die Ringer der Kampfgemeinschaft PSV Rostock/SV Warnemünde ringen bereits mehrere Jahre in der Nordstaffel, die Inline-Hockey-Männer der Rostocker Nasenbären haben den Aufstieg 2007 geschafft, genauso wie die Judo-Frauen des PSV Rostock. Des Weiteren ist mit dem TSC Rostock 1957 ein Tauchsportclub in der Hansestadt zu Hause.

Neben den Empor-Handballern sind drei weitere Zweitliga-Teams in Rostock aktiv: die Volleyball-Männer des SV Warnemünde, die Wasserball-Männer der HSG Warnemünde und die Unterwasserrugbyspieler UWR 071 Rostock.

Ein Zuschauermagnet sind auch die Begegnungen der „Piranhas“ des Rostocker Eishockey-Clubs. Die Mannschaft ist nach der Saison 2006/2007 in die Oberliga aufgestiegen. Im Basketball sind die Männer vom EBC Rostock zu erwähnen. Die Rostock Griffins im Football oder der Dierkower Elche im Rugby sind weitere Sportarten in der Hansestadt vertreten. Mit der Mannschaft „Endzonis“ hat eine neue Sportart, das Ultimate Frisbee in Rostock Einzug gehalten. Der 1. LAV Rostock ist der bedeutendste Leichtathletikverein der Stadt und einer der wichtigsten in Norddeutschland. Zahlreiche erfolgreiche Sportler waren oder sind beim 1. LAV aktiv, zum Beispiel die Marathon-Europameisterin 2006 Ulrike Maisch.

Rostock ist auch ein Zentrum für Schwimmer und Wasserspringer. Bei den Schwimmern konnten vor allem im Langstreckenbereich bereits zahlreiche Erfolge erschwommen werden, wie zuletzt von Britta Kamrau-Corestein, die 2007 in Melbourne erneut einen Weltmeistertitel auf der 25-km-Distanz gewann.

Neben den klassischen Sportarten bietet sich Rostock wegen seiner exponierten Lage auch für das Segeln oder Rudern an und gilt als gutes Segelrevier an der deutschen Ostseeküste.

Überregional bekannte Sportvereine:

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe Liste der Söhne und Töchter Rostocks

Bürgermeister

Siehe Liste der Rostocker Bürgermeister

Ehrungen

Der Schriftsteller Walter Kempowski

Die Hansestadt vergibt an Persönlichkeiten, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, seit 1990 folgende Ehrungen[26]:

  • die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes (Liste der Ehrenbürger von Rostock)
  • die Eintragung in das Ehrenbuch der Hansestadt Rostock,
  • den Kulturpreis der Hansestadt Rostock,
  • den Unternehmerpreis der Hansestadt Rostock,
  • den Umweltpreis der Hansestadt Rostock „Joe Duty“[27] und
  • den Sozialpreis der Hansestadt Rostock.

Weitere Persönlichkeiten

Siehe Liste der Persönlichkeiten der Stadt Rostock

Siehe auch

 Portal:Rostock – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rostock  Portal:Mecklenburg-Vorpommern – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mecklenburg-Vorpommern

 Commons: Rostock – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikisource: Rostock – Quellen und Volltexte
 Wikiquote: Rostock – Zitate
Wikinews Wikinews: Portal:Rostock – in den Nachrichten

Literatur und Filme

Literatur
  • Hans Bernitt: Zur Geschichte der Stadt Rostock. Rostock 1956.
  • Friedrich Barnewitz: Geschichte des Hafenorts Warnemünde. Godewind Verlag, 2005, ISBN 978-3-938347-08-9. (Bearbeitete Neuauflage der Originalausgabe von 1925)
  • Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock.
    • Bd. 1 (1895) bis 22 (1941). Hrsg. v. Verein für Rostocks Altertümer.
    • Neue Folge, Heft 1 (1981) bis 9 (1989). Hrsg. v. Stadtarchiv Rostock und dem Kulturhistorischen Museum der Stadt Rostock.
    • Bd. 23 (1999) bis [zuletzt erschienen] 31 (2011). Hrsg. v. Verein für Rostocker Geschichte e. V.
  • Timon Hoppe: Rostock. Urbane Kulturlandschaft. BoD, 2008, ISBN 978-3-8370-1994-0.
  • Karl Friedrich Olechnowitz: Rostock von der Stadtrechtsbestätigung im Jahre 1218 bis zur bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/1849. Rostock 1968.
  • Saxo Grammaticus: Gesta Danorum. Mythen und Legenden des berühmten mittelalterlichen Geschichtsschreibers Saxo Grammaticus. Übersetzt, nacherzählt und kommentiert von Hans-Jürgen Hube. Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-41-X.
  • Saxo Grammaticus: Gesta Danorum. Lateinischer Volltext auf der Website der dänischen Königlichen Bibliothek
  • Karsten Schröder: In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen. Rostock 2002, ISBN 3-929544-68-7.
  • Horst Witt: Rostock. Leipzig 1973.
  • Horst Witt (Hrsg.): Die wahrhaftige ›Abcontrafactur‹ der See- und Hansestadt Rostock des Krämers Vicke Schorler. Rostock 1989, ISBN 3-356-00175-2.
Filme

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 KB) (Hilfe dazu)
  2. DWD: Mittelwerte der Periode 1961 bis 1990
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 46, 1881, S. 122
  4. Ernst Eichler und Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Ingo Koch Verlag, Rostock 2002, ISBN 3-935319-23-1
  5. Vgl. u. a.: Paul Meyer: Die Rostocker Stadtverfassung bis zur Ausbildung der bürgerlichen Selbstverwaltung (um 1325). Dissertation. Schwerin i. M. 1929, S. 5 ff.
  6. Vgl. Ingo Ulpts: Die Bettelorden in Mecklenburg (Saxonia Franciscana 6) Werl 1995, S. 34–43, 80–86.
  7. a b Olaf Groehler: Bombenkrieg gegen Deutschland. Akademie-Verlag, Berlin 1990. ISBN 3-05-000612-9. S. 48–59
  8. Vgl. Karsten Schröder und Ingo Koch (Hg.): Rostocker Chronik: Ein Streifzug durch das 20. Jahrhundert in Bildern und zeitgenössischen Pressestimmen. Rostock 1999, S. 178.
  9. H.-W. Bohl:Bomben auf Rostock. Konrad-Reich-Verlag. ISBN 3-86167-071-2
  10. Olaf Groehler: Bombenkrieg gegen Deutschland. Akademie-Verlag, Berlin 1990. ISBN 3-05-000612-9. S. 59 und 449
  11. Anne Kaminsky (Hg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR. Bonn 2007, S. 263–266
  12. Fotogalerien: Flickr.com; FAZ.net
  13. Vgl.: Karte der ursprünglich für 2009 geplanten Kreisgebietsreform
  14. Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007
  15. Ostseezeitung vom 8. Januar 2011
  16. Russische Wikipedia über Religion in Rostock
  17. Zentralrat der Juden in Deutschland
  18. Geschäftsbericht 2010
  19. „Am Hauptsitz von AIDA Cruises in Rostock sind die Abteilungen Operations, Newbuildings, Marketing, Sales sowie Administration, Finance und Human Resources angesiedelt.“ Quelle: [1]. AIDA Cruises (bis 2004 Seetours) ist ein Unternehmen der Carnival Corporation&PLC und firmiert als Tochter der italienischen Reederei Costa Crociere S.p.A (Quellen: [2], [3], [4])
  20. Webseite der Stadt zu den Zeitungen in Rostock
  21. Walter Leisering (Hrsg.): Putzger Historischer Weltatlas. 101. Auflage, Berlin 1990, S. 54.
  22. Dr. Robert Rosentreter: Zur Geschichte der Rostocker Theaterbau-Visionen: Verhinderter Palast am Wall. In: Hanse ANZEIGER. 31. Januar 2007, S. 2.
  23. Webseite der Hansestadt Rostock: Städtische Museen und museale Einrichtungen
  24. Arno Krause: Rostock (Stadtkreis Rostock). In: Götz Eckardt (Hrsg.): Schicksale deutscher Baudenkmale im zweiten Weltkrieg. Henschel-Verlag, Berlin 1978. Band 1, S. 57–75
  25. Karsten Schröder: Der Rostocker Memorialvers von der Sieben - Einige Anmerkungen zur Überlieferung und Deutung. In: Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock. Bd. 25, Rostock 2002, S. 214–220.
  26. Die Listen der geehrten Persönlichkeiten befinden sich auf der Webseite der Hansestadt Rostock
  27. Flyer Umweltpreis »Joe Duty« der Hansestadt Rostock

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  • Rostock — (Estonian, Finnish, German, Romanian, Swedish, Turkish), Rostock, Rostok (alternates for Polish), Rostoka (Latvian), Rostokas (Lithuanian), Roztoka (former Polish), Roztoky (Czech) …   Names of cities in different languages

  • Rostock — Rostock, 1) District im Großherzogthum Mecklenburg Schwerin, 5 QM., 26,000 Ew.; 2) Stadt darin, links an der Mündung der Warnow in den mit der Ostsee in Verbindung stehenden Breitlingssee u. an der Mecklenburgischen Bahn (Hagenow Schwerin R.);… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Rostock — Rostock, Stadt in Mecklenb. Schwerin, an der schiffbaren Warnow, (1900) 54.735 (1905: 60.790) E., Oberlandes , Land , Amtsgericht, Konsistorium, Seeamt, großherzogl. Palais, Universität (gestiftet 1419), Gymnasium, Realgymnasium, Navigations ,… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Rostock — Rostock. Diese ehemalige Bundesgenossin der berühmten Hansa gewährt fast unter allen norddeutschen Städten das freundlichste Ansehen. Sie liegt an der breiten Warnow, welche sich 2 M. nördlicher bei R s Seehafen, Warnemünde, in die Ostsee ergießt …   Damen Conversations Lexikon

  • Rostock — Rostock, mecklenb. schwerinsche Stadt an der schiffbaren Warnow, 2 Ml. von deren Mündung, hat 25000 E., treibt mit ungefähr 300 eigenen Schiffen lebhaften Seehandel, hat eine 1419 gestiftete Universität, beträchtlichen Gewerbfleiß. – R. ist slav …   Herders Conversations-Lexikon

  • Rostock — [räs′täk΄; ] Ger [ rō̂s′tō̂k΄] seaport in NE Germany, on the Baltic, in the state of Mecklenburg Western Pomerania: pop. 236,000 …   English World dictionary

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