Axel Fischer (Politiker)
Axel Fischer

Axel Eduard Fischer (* 5. Mai 1966 in Karlsruhe) ist ein deutscher Politiker (CDU).

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Leben und Beruf

Nach der Mittleren Reife 1983 an der Berufsfachschule für Elektrotechnik in Karlsruhe absolvierte Axel Fischer bis 1985 eine Lehre zum Elektroinstallateur, die er mit dem Gesellenbrief abschloss. Anschließend besuchte er die Technische Oberschule Karlsruhe, wo er 1987 die fachgebundene Hochschulreife erwarb. Danach leistete er bis 1989 als Soldat auf Zeit seinen Wehrdienst ab und durchlief auch die Ausbildung zum Reserveoffizier. 1989 begann Fischer ein Studium des Maschinenbaus an der Universität Karlsruhe, welches er 1995 als Diplom-Ingenieur beendete. Danach war er bis 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (ifab) der Universität Karlsruhe tätig.

Axel Fischer ist evangelisch[1] und zum zweiten[2] Mal verheiratet. Er hat fünf Kinder. Sein Vater ist Werner Fischer.

Partei

Axel Fischer gehörte von 1992 bis 1993 dem Landesvorstand der Jungen Union in Baden-Württemberg an und ist seit 1993 Mitglied des CDU-Bezirksvorstandes Nordbaden. Von 1989 bis 1995 war er Geschäftsführer der Jungen Union Nordbadens. Am 1. Dezember 2008 wurde er beim Bundesparteitag in Stuttgart in den Bundesvorstand gewählt.[3]

Abgeordneter

Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Axel Fischer ist 1998 über die Landesliste Baden-Württemberg und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Karlsruhe-Land in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 48,3 % und bei der Bundestagswahl 2009 45,2 % der Erststimmen.

Er war Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, welcher sich unter anderem mit den Problemen im Atommüll-Endlager Asse beschäftigt. In diesem Zusammenhang kommentierte der Kernkraft-Befürworter Fischer im April 2007 das Ganze mit „Klappe zu, Affe tot.[4]

Fischer ist seit dieser Legislaturperiode Mitglied des Haushaltsausschusses, Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für den Etat Arbeit und Soziales und Mitglied des Fraktionsvorstandes der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Außerdem ist er Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag sowie Vorsitzender der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft.

Europa

Er gehört der deutschen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates (Straßburg) und der parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union (Paris) an. Fischer ist seit dem 1. Januar 2009 Nachfolger des britischen Labourabgeordneten Edward O’Hara als Vorsitzender des Ausschusses Technologie, Luft- und Raumfahrt der Westeuropäischen Union.

Politische Positionen

Neubau von Kernkraftwerken

Anfang 2009 erklärte Fischer gegenüber der Bild am Sonntag, nach den Entscheidungen in Schweden, Finnland, Frankreich und Großbritannien müsse man in der Zukunft auch in Deutschland über Neubauten von Kernkraftwerken nachdenken.[5]

Vermummungsverbot im Internet

Hauptartikel Internet-Phänomen: Axel E. Fischer fordert...

Mitte November 2010 forderte Fischer in einem Zeitungsinterview[6] und auf seiner persönlichen Facebook-Seite[7] ein „Vermummungsverbot“, also eine „Pflicht zur Klarnamen-Nennung im Internet“ in ausnahmslos allen Internet-Foren, im Gegenzug würde ein „Radiergummi“ entwickelt werden, mit dem man Inhalte aus dem Internet löschen könne.[8] Seine Forderung führte im Internet, vor allem über den Mikrobloggingdienst Twitter zu einer großen Anzahl hämischer Erwiderungen.[9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. gerwin.de
  2. Gerwin Trifft: Axel E. Fischer.
  3. Homepage des Bundesparteitages. Abgerufen am 1. Dezember 2008
  4. GAU in der Grube. In: Der Spiegel. Nr. 17, 2007 (online).
  5. vgl. z. B. Unions-Politiker für AKW-Neubau. focus.de, 8. Februar 2009.
  6. Badische Neueste Nachrichten
  7. facebook.com/notes/axel-fischer
  8. Axel E. Fischer auf Wikiquote
  9. vgl. z. B. CDU-Politiker blamiert sich: Axel E. Fischer nicht länger anonym. In: taz, 16. November 2010

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