Axel Freiherr von Campenhausen
Stammwappen derer von Campenhausen

Axel Freiherr von Campenhausen (* 23. Januar 1934 in Göttingen) ist emeritierter deutscher Hochschullehrer und Kirchenrechtler.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Axel Freiherr von Campenhausen ist der Sohn des Theologen Hans Freiherr von Campenhausen. Er studierte Rechtswissenschaften, Theologie und Politikwissenschaften in Heidelberg, Göttingen, Köln/Bonn, Paris und London und wurde 1962 promoviert. Nach der Habilitation (1967) war er für zehn Jahre Professor für Kirchenrecht an der Universität München, danach Professor für Öffentliches Recht und Kirchenrecht in Göttingen. Von 1970 bis 2008 leitete er das Kirchenrechtliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland. [1]

Ministerpräsident Ernst Albrecht berief ihn später als Staatssekretär in das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. 1978 wurde er Präsident der Klosterkammer Hannover. In dieser Zeit gehörte er auch der Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers an. Für Aufsehen sorgte er dort 1986 mit seiner Äußerung, Südafrika sei "einziger freier Staat in Schwarzafrika".[2]

Von 1993 bis 2002 war Campenhausen Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und ab 1996 dessen Vorsitzender; mit seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenmitglied gewählt.

Mehrere Jahre war Axel Freiherr von Campenhausen Mitherausgeber der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“.[3]

Publikationen

  • Werner Seifart/Axel Freiherr von Campenhausen (Hrsg.): Handbuch des Stiftungsrechts, C. H. Beck Verlag, Bonn 1999, ISBN 3-406-42539-9
  • Axel Freiherr von Campenhausen: Staatskirchenrecht. C. H. Beck Verlag, München 1983, ISBN 3-406-09159-8
  • Axel Freiherr von Campenhausen: Erziehungsauftrag und staatliche Schulträgerschaft: die rechtliche Verantwortung für die Schule. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1967 (Habil.-Schrift)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. EKD:Leitungswechsel am Kirchenrechtlichen Institut der EKD
  2. Südafrika einziger freier Staat in Schwarzafrika. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28. November 1986
  3. aktuelle Herausgeberliste: http://www.merkur.de/index.php?id=471

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